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Im letzten Jahr habe ich endlich die Lösung für ein unangenehmes Problem gefunden: aufgescheuerte Brustwarzen. Damit hatte ich früher nie Schwierigkeiten. Und eigentlich scheint Abhilfe so simpel zu sein – war es für mich aber nicht.

Das Problem

Aufgescheuerte Brustwarzen entstehen durch… Scheuern. War hätte das gedacht. 😉 Grund dafür ist in jedem Fall die Kleidungsschicht, die direkt über das empfindliche Körperteil reibt. Dabei kann genau das schon ausreichen, wenn das Material nur grob genug ist. Ich habe tatsächlich zwei Shirts (namhafter Marken), die ich nicht länger als eine Stunde zum Laufen tragen…

Aua… Man beachte meine lachende Frau im Hintergrund. Frechheit! 😉

Das weit größere Problem ist aber Schweiß. Wenn sich das Shirt im Sommer damit voll saugt, verdunstet mit der Zeit ein Teil davon wieder – und lässt Salze zurück. Die Kristalle wirken dann wie Schmirgelpapier auf der Haut. Und das tut wirklich weh! Vor allem, wenn man noch so einige Kilometer vor sich hat…

Aber das betrifft nicht nur die Brustwarzen: mit kurzen Hosen kann das auch die Innenseiten der Oberschenkel betreffen. Einige haben das Problem auch im Achselbereich. Davon bin ich bisher verschont geblieben.

Die Lösung(en)

Es gilt also zu verhindern, dass entweder grober Stoff oder Salzkristalle über die Haut reiben. Eine Möglichkeit ist ein enges Unterzieh-Shirt – aber das ist im Sommer natürlich keine wirkliche Option. Die Standardlösung sind daher Salben oder Sticks, welche die Haut schützen sollen. Das habe ich natürlich auch zuerst ausprobiert – mit mäßigem Erfolg.

Zuerst habe ich mit den „Bodyglide Hautschutzstick* gekauft. Das schien irgendwie DIE Lösung zu sein. Doch leider nicht für meine Brustwarzen. Das Auftragen ist bei meiner behaarten Brust nicht so ganz einfach, aber ok. Das Problem ist eher, dass der Schutz nicht besonders lange vorhält. Ich habe das Gefühl, dass ich mir damit nur Minuten erkaufe. Für einen längeren Lauf bei Hitze ist das nichts.

Ich muss allerdings dazu sagen: an den Oberschenkelinnenseiten funktioniert er bei mir ganz gut. Da ist das Auftragen auch deutlich einfacher und die Wirkung lässt auch nicht nach. Auf den ersten Kilometern fühlt sich das Produkt aber etwas klebrig auf der Haut an.

Es musste also etwas mit dünnerer Konsistenz her. Die beste (und preisgünstigste) Alternative zu dem gehypten Stick ist Hirschtalgsalbe. Die bekommt man auch als spezielles Sportprodukt zum Beispiel von Xenofit als „Second Skin*. Das Auftragen auf die Haut ist damit schon deutlich einfacher. Doch auch bei großzügiger Verwendung hält auch diese Lösung bei mir keinen kompletten Lauf durch… 🙁

Nach langer Recherche im Internet war klar: was noch bleibt sind Pflaster für die Brustwarzen. Ich habe in einigen schwachen Momenten wirklich mit dem Gedanken gespielt mir so etwas wie die „RunGuard NipGuards* zu kaufen. Aber ganz ehrlich: 1,40 Euro pro Lauf?! Das ist ganz schon teuer… Zumal ich nicht viel Vertrauen darin habe, dass ein Pflaster dauerhaft auf meinen Brusthaaren hält. Und selbst, wenn diese Spezialplaster wirklich nur auf die Brustwarze aufgebracht werden können… Nein, da musste es noch einen besseren Weg geben.

Meine Lösung

Bei meinen Streifzügen durch die einschlägigen Foren, bin ich auch auf eine ganz simple und kostengünstige Lösung gestoßen: „FIXOMULL stretch*

Fixomull stretch

Fixomull stretch

Ja, das ist auch wieder eine Pflaster-Lösung bei der ich anfangs echt skeptisch war. Allerdings schienen viele Läufer mit einer ähnlich behaarten Brust dabei gut zurecht kommen. Ausserdem wird das Produkt zur Fixierung von Verbänden (auch an schwierigen Stellen) benutzt.

Gekauft habe ich Fixomull in der Größe 15 cm x 2 m. Das schien mir am Handlichsten zu sein. Um aus diesem langen Steifen nutzbare Brustwarzenpflaster zu machen, habe ich einfach ca. 1,5 x 1,5 cm große Stücke ausgeschnitten. Rechnen wir mal nach: das sind zehn Pflaster in der Breite und 133 in der Länge. Macht also 665 Paar Brustwarzenpflaster für 12 Euro. Damit kann ich leben. 😉

Vorrat für mehrere Jahre... :)

Vorrat für mehrere Jahre… 🙂

Und was soll ich sagen: die Dinger halten wie der Teufel! 🙂 Beim Aufkleben ist es natürlich hilfreich, wenn man nicht nur die Haare erwischt. Aber schon der Kontakt mit den Brustwarzen reicht vollkommen aus. Die Pflaster sind sehr weich und anschmiegsam, so dass sie weder zwicken noch sich sonst beim Laufen bemerkbar machen. Außer durch ein Wegbleiben des Aufscheuerns. 😉

Selbst nach langen Läufen bei großer Hitze und triefnassen Laufshirts, sitzen die Fixomull-Pflaster zum Schluss noch perfekt an ihrem Platz. Und auch die Klebekraft ist dann noch so hoch, dass ich mir angewöhnt habe sie erst unter der Dusche zu entfernen. Das zieht dann ein wenig für einen kleinen Moment – aber das ist Nichts im Vergleich mit den Schmerzen durch aufgescheuerte Brustwarzen.

Die ersten heißen Tage des Jahres haben wir schon hinter uns. Und ich habe auch die Pflaster schon wieder benutzt und kann die Lösung wirklich nur empfehlen.

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