Eigentlich waren nach dem Halbmarathon zwei ruhige Regenerationswochen dran. Und eigentlich wollte ich den 10er auch nur ganz locker mitlaufen…

Der Hiddingseler Strassenlauf ist Teil der Streiflicher-Laufserie – zu der ich mich nicht angemeldet hatte, weil schon die ersten Läufe ungünstig mit meiner Halbmarathon-Vorbereitung kollidierten. Aber als mich ein Freund fragte, ob ich am Samstag nicht einfach in Hiddingsel mitlaufen möchte, war ich gleich überzeugt. Es war ganz in der Nähe, die Startgebühr wie bei allen Volksläufen gering und mit einem Freund zu laufen lohnt sich immer.

Wir haben uns also um kurz nach vier auf dem Sportplatz getroffen – bei idealem Laufwetter. Sprich: Wolken und Sprühregen bei immerhin 13°C. Da kann man in kurzen Sachen laufen… 120 weitere Läufer hat das auch nicht abgeschreckt. Also nachgemeldet, Startnummer abgeholt und warm gelaufen.

Hiddingseler Strassenlauf 2015 - vorher kann man noch lachen ;)

Hiddingseler Strassenlauf 2015 – vorher kann man noch lachen 😉

Kurz vor dem Start haben wir noch mit der TomTom Runner Cardio herumgespielt, damit mein Laufpartner Puls und Pace im Blick halten konnte. Ein Angriff auf die Bestzeit war zwar nicht geplant, aber doch zumindest irgendwas unter 55 Minuten. Wir hatten abgesprochen, dass wir die erste der beiden 5-km-Runden gemeinsamen in einem Tempo von ca. 5:00 min/km laufen und in der zweiten Runde jeder nach eigenem Ermessen Gas gibt.

Hiddingseler Strassenlauf 2015 - kurz vor dem Start

Hiddingseler Strassenlauf 2015 – kurz vor dem Start

Wir hatten uns beim Start zu weit hinten eingeordnet und so war auf den ersten zwei Kilometern erstmal überholen angesagt. Es ging raus in die Felder, über einen Feldweg, dann über Schotter und weiter in einem Bogen Richtung Hiddingsel. Bei der flachen Strecke war das Tempo gut zu halten und es war sogar genug Luft da, um sich zwischendurch über Pulswerte auszutauschen.

Hiddingseler Strassenlauf 2015 - Wetter war eher mittelgut...

Hiddingseler Strassenlauf 2015 – Wetter war eher mittelgut…

Nach einem Kilometer durch den Ort, ging es kurz über den Sportplatz und dann auf die zweite Runde. Wie besprochen trennten sich unsere Wege dann – was das Tempo betraf. Ich hatte mir nichts vorgenommen und habe einfach mal angezogen. Eine Läuferin, die uns auf der ersten Runde überholt hatte, war gerade noch in Sichtweite. Ob ich da noch ran komme? Bei Kilometer 7 hatte ich sie und habe mich in ihrem Windschatten ein wenig erholt.

Als Hiddingsel wieder angelaufen wurde, wollte ich es dann aber doch noch wissen und beschleunigte nochmal. Erst nur ein wenig, dann etwas mehr und hatte auf der Aschebahn auf dem Sportplatz sogar noch Luft für einen Spurt. Meine Uhr zeigte 48:37 min! Ich wäre schon froh mit einer Zeit um die 50 Minuten gewesen… Nur zwei Schluck Wasser später kam mein Freund dann auf die Zielgerade. Die Uhr war gerade über die 50 Minuten hinweg – er war also auf jeden Fall auf Bestzeit-Kurs! Am Ende hat es trotz Butto-Netto-Rechnung nicht für ein Knacken der magischen 50-Minuten-Marke gereicht, aber für eine Verbesserung seiner persönlichen Bestzeit um mehr als zwei Minuten!

In der Nachbetrachtung hat es bei mir sogar für eine neue Bestzeit auf 5 km in der zweiten Runde gereicht. Es sind noch zwei Wochen bis zum nächsten Lauf in Lette – vielleicht nehme ich mir dafür doch noch etwas vor. 😉