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Genau eine Woche vor meinem geplanten Versuch die eigene Bestzeit auf 10 Kilometern zu knacken, kam mir der Strassenlauf in Hiddingsel gerade recht. Ich bin die Strecke im letzten Jahr bereits gelaufen und wusste, das sie sehr flach ist. Eine ideale Möglichkeit das Wettkampftempo zu testen?

Vorbereitungen

Obwohl die Kilometer in dieser Woche schon deutlich reduziert wurden, waren die gelaufenen doch ganz schön anspruchsvoll. Am Dienstag bin ich noch 5x1km-Intervalle gelaufen – mit einer Pace von 4:24 min/km. Das ging gerade so gut und machte nicht besonders viel Hoffnung eine ähnliche Geschwindigkeit über 10 Kilometer halten zu können.

Um noch ein besseres Bild über den aktuellen Leistungsstand zu bekommen, habe ich dann am Freitag noch einen BSX-Insight-Leistungstest gemacht. Obwohl ich an den zwei Tagen vorher nicht gelaufen bin, war ich dafür anscheinend nicht optimal fit. Auf den letzten Runde fehlte mir irgendwie die Energie und ich musste früher abbrechen als gedacht. Im Ergebnis hat sich meine anaerobe Schwelle zwar ganz leicht um eine Sekunde verbessert, allerdings bei niedrigeren Pulswerten. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll.

Somit habe ich mich relativ spontan entschieden nach Hiddingsel zu fahren – auch wenn es eigentlich nicht gut in unseren Wochenendplan passte.

Der Strassenlauf

Hiddingseler Strassenlauf 2016

Hiddingseler Strassenlauf 2016

Mein Schwager war auch wieder mit von der Partie – samt Fanclub. 🙂 Also haben wir uns noch kurz warm gelaufen, bevor es dann ziemlich zügig an die Startlinie ging. Das Wetter war eigentlich zu schön zum Laufen. Bei über 24°C waren alle Läufer froh über den Schatten dort. Wir hatten uns relativ weit vorne einsortiert und konnten mit dem Startschuss gleich loslegen.

Da hatte ich noch ein Grinsen im Gesicht... ;)

Da hatte ich noch ein Grinsen im Gesicht… 😉


... und mein Schwager neben mir auch. :)

… und mein Schwager neben mir auch. 🙂

Auf den ersten Kilometern musste ich mich ziemlich bremsen. Ich wollte nicht schneller als 4:45 min/km laufen, war aber immer wieder eher im Bereich um 4:30 unterwegs. Das wollte ich mir eigentlich für die zweite Runde aufheben. So blieb ich relativ lange in einer Gruppe, die ungefähr mein Tempo lief. Viel Schatten gab es auf der Strecke nicht, aber der war jedes Mal sehr willkommen. So bin ich ganz gut durch die erste Runde gekommen.

Nach der ersten Runde

Nach der ersten Runde

Mein Puls war da mittlerweile im Grenzbereich angekommen. Soll heissen: im Bereich der anaeroben Schwelle. Also war die neue Taktik, das bisherige Tempo zumindest durchzuhalten. Und das war bei den Temperaturen schwierig genug. Mich motivierte zwar, das ich häufig überholen konnte, aber irgendwie hatte ich keine Lust mich wirklich anzustrengen. Für die letzten Kilometer habe ich einen Laufpartner gefunden, mit dem ich zumindest ungefähr mit 4:45 min/km weiter laufen konnte. Doch als Hiddingsel wieder ins Blickfeld kam – kurz vor dem letzten Kilometer – musste ich ihn ziehen lassen. Dran zu bleiben wäre mir zu anstrengend gewesen. Und schließlich wollte ich ja nächste Woche in Lette schnell laufen und jetzt nicht zu viel Körner verlieren.

Auf der Zielgeraden hatte ich dann gerade noch eine Pace knapp unter 5:00 min/km und bin irgendwo bei 47:30 Minuten ins Ziel gekommen. Meinen Laufpartner habe ich anschließend noch gesprochen: er war deutlich unter 47 Minuten drin. Macht also doch ganz schön was aus… Auch meinem Schwager war es viel zu warm gewesen auf der Strecke. Aber wenn ich es richtig gesehen habe, dürfte es für ihn trotzdem eine neue Bestzeit gewesen sein. Oder zumindest ziemlich nah dran.

Insgesamt hat sich der Lauf also wieder gelohnt. Wer noch mehr über die Veranstaltung lesen will, kann sich auf dem Runningblog von Matthias umsehen. Er hat am 5-Kilometer-Lauf ziemlich erfolgreich teilgenommen. Ich bin jetzt sehr gespannt, ob mir das in der nächsten Woche auch gelingt…