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Ich trinke zu wenig. Grundsätzlich. Also nicht nur beim und nach dem Laufen. Aber für’s Laufen bin ich zumindest ganz gut ausgestattet.

„Früher“ hatte ich immer einen Trinkgürtel für eine Flasche, die man dann auf dem Rücken trug. Das war so eine harte, große Trinkflasche, wie sie auch in die Rennrad-Flaschenhalter passt. Man gewöhnt sich ja irgendwann an die Handhabung, das Tragegefühl und das ständige Schwapp-Geräusch. Aber als die weichen Trinkflaschen aufkamen, bin ich ganz schnell umgestiegen.

Ich glaube Salomon war der erste Hersteller der diese Soft Flasks im Angebot hatte. Hergestellt werden sie anscheinend vor allem von Hydrapak. Jedenfalls sind alle meine Flaschen von diesem Hersteller – auch die Salomon-Flasche.

„Flasche“ ist als Begriff eigentlich nicht richtig. Denn es ist eben kein harter Flüssigkeitsbehälter, sondern eher eine Art Tüte. Oder wie ein großes Gel-Päckchen. Und das bedeutet bei richtiger Benutzung: keine Luft in der Flasche und somit keine Geräusche! Außerdem wird die Flasche durch das Trinken immer kleiner. Man schleppt also nicht die ganze Zeit so ein großes Dinge mit sich herum. Es gibt sie zudem in verschiedenen Größen. Ich habe drei davon:

Das „Salomon Park Hydro Set“ ist mit 0,5 Litern die größte Flüssigkeitsmenge, die ich in der Hand mit mir herum trage. Dank der „Handschuh-Halterung“ und dem Befestigungsband geht das auch ganz gut. Man kann sie außen am Handrücken tragen, oder innen. In den Handschuh passt zusätzlich auch noch ein Gel oder der Haustürschlüssel.

Dann habe ich noch zwei kleinere Flaschen. Mit 350 ml ist das blaue Hydrapak immer noch ziemlich groß. Mittels Lasche kann man es an einem Finger sichern, damit es nicht aus Versehen weg rutscht. Der Beißverschluss läßt sich zusätzlich mit einer Drehbewegung komplett verschließen.

Hydrapaks mit 150 ml und 350 ml

Hydrapaks mit 150 ml und 350 ml

 

Meine kleinste Soft Flask hat nur 150 ml und ist weniger für die Flüssigkeitsversorgung, sondern eher für die Energieaufnahme gedacht. Manchmal nehme ich es mit, wenn ich den Tag über nicht so viel gegessen habe und beim Lauf eventuell einen kleinen Zuckerschub brauchen würde.

Was kommt rein? Vor allem Wasser natürlich – mit einer Mischung aus verschiedenen Zuckerarten. Ich habe mich an einigen Rezepten aus dem Netz orientiert. Zuletzt gab es einen Blogbeitrag von Runtastic (siehe: Isotone Getränke). In die Salomon-Flasche kommt also zum Beispiel 465 ml Wasser (bei mir: Gerolsteiner), 35 ml Fruchtsirup (Yo „Zitrus-Mix“), 10 g Maltodextrin (Frey Malto 95, ca. ein Esslöffel) und 1,5 g Kochsalz.

Frey Maltodextrin und YO-Fruchtsirup

Frey Maltodextrin und YO-Fruchtsirup

 

Das Maltodextrin bekommt man im Bodybuilder-Bedarf oder beim Onlinehändler seines Vertrauens für überschaubares Geld. Hält vielleicht nicht ein Leben lang, aber fast. Den Fruchtsirup sehe ich eigentlich in jedem Supermarkt.

Es gibt natürlich auch fertige Pülverchen zu kaufen – allerdings zu saftigen Preisen. Und drin ist trotzdem ungefähr das Gleiche.

Ob sich der ganze Aufwand lohnt? Bei längeren Läufen Wasser dabei zu haben ist schon sinnvoll – vor allem im Sommer. Dafür finde ich die Hydrapaks ideal. Mich stört ein Gürtel mehr als so eine kleine Flasche in der Hand. Maltodextrin und Sirup sind leicht und günstig zu bekommen, das Mischen ist unproblematisch und ich kann ganz nach Bedarf und Geschmack anpassen… Ich denke schon, dass sich das lohnt.