Ja, ok… Ich gebe zu, dass der Titel vielleicht ein wenig zu reißerisch ist, denn eigentlich geht es nur um den 1/10-Marathon an der dänischen Nordseeküste. Aber von vorne:

Wir waren für eine Woche im Urlaub in Dänemark, ganz in der Nähe von Hvide Sande. Dort findet einmal im Jahr der North Sea Beach Marathon statt, dessen Strecken komplett am Strand entlang führen. Angeboten werden neben der klassischen Distanz auch ein Halb-, Fünftel- und Zehntelmarathon.

Anmeldung

Registrierung

Registrierung


Tobi hatte die Veranstaltung zwar schon vor dem Urlaub entdeckt, wir haben uns allerdings erst spontan für die 4,2-km-Strecke entschieden und vor Ort angemeldet. Dazu brauchten wir nur einen dieser üblichen DIN-A5-Zettel auszufüllen, die Startgebühr von ca. 14 Euro bezahlen und bekamen direkt eine Startnummer ausgehändigt, die gleichzeitig für die automatische Zeitnahme ausgerüstet war.

Das Coole: kaum hatten wir das Orga-Zelt verlassen, kam bereits eine eMail mit der Bestätigung der Anmeldung und einigen Hinweisen zur Veranstaltung – auf Deutsch!

Event

Startgerade

Startgerade


Mit ca. 150 Startern pro Distanz ist der Beachmarathon sicher keine große Veranstaltung und war daher sehr schlank organisiert. Die Bank um die Ecke hat Kuchen und Kaffee verteilt und es liefen zwei verkleidete Figuren als Attraktion für die Kinder herum. Dem entsprechend war auch nur die Start- und Zielgerade von Zuschauern gesäumt, was der Atmosphäre und Stimmung insgesamt aber keinen Abbruch tat.

Vorbereitung

Für mich war die größte Frage: welche Schuhe zieht man für einen Wettkampf am Strand an? Geht es nur durch lockeren Pulversand, oder direkt an der Wasserlinie entlang? Eine kurze Internetrecherche versprach eine sehr laufbare Strecke, weil der Sand direkt am Wasser natürlich schön fest ist. Also: ganz normale Schuhwahl.

Das typische Vorher-Bild :)

Das typische Vorher-Bild 🙂

Beim Warmlaufen waren wir uns dann noch unsicher, wie viele Schichten Kleidung wir wohl brauchen. Denn trotz des sehr sonnigen Wetters war der Wind doch ziemlich kalt. Nach den ersten 200 Metern war aber auch da klar: kurze Hose und T-Shirt wird reichen. Also ging es frohen Mutes an die Startlinie, wo direkt vor dem Rennen noch eine gemeinsame Aufwärmung für alle Läufer angeboten wurde.

Warm-up

Warm-up


Kann losgehen, oder?

Kann losgehen, oder?

Start

Die erste Kurve

Die erste Kurve


Wir hatten uns mal mutig in die zweite Reihe gestellt, denn das Starterfeld war doch sehr gemischt und bestand wahrscheinlich größtenteils aus spontanen Urlaubsläufern – so wie uns. 😉 Nach dem Startschuss ging es kurz durch eine Einkaufsstrasse, begleitet vom Jubel der Zuschauer. Tobi legte ganz schön vor und ich konnte mich nur hinter ihm einordnen. Meine Beine fühlten sich ungewohnt schwer an – was allerdings auch an dem Tempo von ca. 4:00 min/km gelegen haben könnte. 🙂

In Tobis Windschatten

In Tobis Windschatten

Das ging natürlich nicht lange gut, so dass zuerst er, dann ich raus nehmen musste. Als wir nach 500 Metern den Strand erreichten, war im tiefen Sand sowieso erstmal fast Gehen angesagt. Jedenfalls kam es mir so vor… Am Wasser lief es dann wieder besser.

Tiefer Sand

Tiefer Sand


Endlich auf festem Sand

Endlich auf festem Sand

Es hat unfassbar viel Spaß gemacht so schnell am Strand entlang zu laufen! Die Sonne schien, es gab einen perfekten Seitenwind und die Landschaft ist einfach so schön an der Küste. 🙂 Irgendwann tauchte der Wendepunkt auf – gekennzeichnet durch ein paar Fahnen. Um ihn zu erreichen, mussten wir eine kleine Schleife laufen und uns ein schwarzes Band als Nachweis abholen.

Dort fiel mir auch auf, dass ich relativ weit vorne unterwegs war. Irgendwo gerade noch in den TOP 10 hatte ich geschätzt. So angespornt habe ich natürlich versucht das Tempo zu halten und zumindest an meinem Vordermann dran zu bleiben – der übrigens Barfuss unterwegs war.

Akku fast leer...

Akku fast leer…

Der tiefe Sand hat mir dann auch die Schuhe ausgezogen… 😉 Am Ende der Passage war mein Akku komplett leer. Aber mit der Aussicht auf das nahe Ziel und ordentlich Rückenwind, ging es dann doch ganz schön flott weiter. Mit 3:50 min/km flog ich durch die letzten Kurven und wurde trotzdem noch von zwei Läufern überholt.

North Sea Beach Marathon

North Sea Beach Marathon


Die Fans sind immer dabei ;)

Die Fans sind immer dabei 😉

Ziel

Medaille

Medaille


Zur Belohnung gab es eine Medaille in Form einer kleinen Muschel – und einen bestens ausgestatteten Verpflegungsstand. 🙂 Energieriegel, Bananen, Äpfel, Schokobrötchen, Iso-Drinks, Wasser… alles was das Herz begehrt war aufgefahren. Es hätte sogar noch die Möglichkeit gegeben sich dort zu Duschen, aber nachdem wir wegen der Nachmeldung schon früh angereist waren, sind wir auch schnell wieder Richtung Ferienhaus aufgebrochen.

Fazit

Die Teilnahme war eine echt gute Idee von Tobi und der Lauf ein besonderes Erlebnis. Mit haben die gut 4 Kilometer vollkommen gereicht, um das Event geniessen zu können. Die perfekte Organisation hat dazu viel beigetragen. Ich kann den Lauf nur weiterempfehlen!