Gestern hätte sich das Training der letzten Monate auszahlen sollen. Das war wohl nix…

Wie schon im Bericht über die fünfte Trainingswoche angedeutet, hat mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach dem (wahrscheinlich) Norovirus, hat sich mein geschwächtes Immunsystem gleich noch eine ordentliche Sinusitis eingefangen. Der Arzt hat nicht lange gefackelt und mir gleich ein Antibiotikum verschrieben. Nach ein paar Tagen Pause ging es so halbwegs wieder, aber an eine Wettkampfteilnahme bei Coesfelder Citylauf war nicht zu denken.

Trotzdem war ich natürlich an der Strecke, um das “Pierella-Racing-Team” und meinen Schwager anzufeuern. Und das waren nicht die einzigen bekannten Gesichter, denen ich vom Streckenrand in die Ohren trillern konnte. Mein Nachbar hat es mir vor gemacht und als Nicht-Läufer (aber Fussballer) die 45 Minuten geknackt. Ulrich war nicht ganz so schnell, ist aber locker eine persönliche Bestzeit gelaufen. Und das Pierella-Team kam ziemlich genau mit der anvisierten Zeit ins Ziel. Es war also für alle eine erfolgreiche Veranstaltung bei bestem Wetter – das hat mir viel Freude gemacht.

Über meine Absage geärgert habe ich mich eigentlich nur in der Minute, in der die Zeitnahme-Uhr 44 Minuten anzeigte. Da habe ich mir die Zielläufer angesehen und mir vorgestellt, dass ich auch hätte dabei sein können. Einen kannte ich sogar und da hätte ich mir vor einem Jahr noch nicht vorstellen können jemals mit ihm gleichzeitig ins Ziel kommen zu können. Das war zumindest ein kleines Erfolgserlebnis.

Jetzt werde ich den restlichen Schnupfen noch in Ruhe auskurieren und wahrscheinlich in einer Woche endlich wieder in die Laufsachen steigen. Für den Winter habe ich mir vorgenommen Lauf-ABC und Stabi-Übungen in mein Training zu integrieren. Im nächsten Frühjahr werde ich dann mal sehen wo ich stehe. Bis dahin liegt das Projekt 44 erstmal auf Eis.