Einen Silvesterlauf hatte ich eigentlich nicht auf dem Plan. Aber gelaufen wäre ich sowieso. Also habe ich mich relativ schnell breitschlagen lassen.

Vorbereitungen

Der Wetterbericht kündigte Temperaturen um den Gefrierpunkt an. Daher war die große Frage was ich zu den 15 km in Stadtlohn anziehen sollte. Das war natürlich auch abhängig von der mit meinem Lauffreund Norbert verabredeten Pace. Wir hatten uns eigentlich schon auf einen Kompromiss zwischen seinen 4:45 min/km und meinen 6:00 min/km geeinigt. So ganz 100-prozentig war meine Erkältung noch nicht auskuriert, daher wollte ich nicht über eine bestimmte Schwelle gehen. Schlussendlich habe ich mir dann aber doch eine schnelle Runde zugetraut und brauchte mich somit nicht allzu dick einpacken. Eine gefütterte Weste und meine bei Kälte geliebten Craft Insulation Shorts gegen einen kalten Po mussten es dann aber schon sein.

Eine Turnhalle direkt neben dem Start-/Ziel-Bereich ist bei kaltem Wetter Gold wert

Eine Turnhalle direkt neben dem Start-/Ziel-Bereich ist bei kaltem Wetter Gold wert

Ich bin noch nie in Stadtlohn gelaufen, daher habe ich mich zuerst gewundert, warum am Start so wenig los war. Aber die Anmeldung und Startnummern-Ausgabe war in der angrenzenden Turnhalle, wo sich natürlich alle Läufer bis kurz vor dem Start aufhielten. Es hat mich sehr gefreut dort viele der bekannten Gesichter zu treffen – besonders Thomas und Thomas, die für mich bei den lokalen Läufen mittlerweile dazu gehören. 😉 Leider waren sie “nur” für die 8 km angemeldet.

Start

Start und Ziel

Start und Ziel

Der Start des 15-km-Laufs war um 10:45 Uhr und mehr als 5 Minuten Einlaufen haben wir uns nicht gegönnt. Mir haben dabei ehrlich gesagt noch die Zähne geklappert, aber das hat sich schnell gegeben. Das Feld der Starter war halbwegs übersichtlich, so dass wir uns gar nicht so weit nach vorne schummeln mussten. Der Startschuss ließ dann auch keine Minute mehr auf sich warten.

Die Strecke führt zunächst aus Stadtlohn raus, macht dann eine größere Schleife und führt auf dem gleichen Weg wieder zurück ins Ziel. Wir sind zwar nur über asphaltierte Wege gelaufen, aber zwischendurch habe ich mir Schuhe mit etwas mehr Grip gewünscht. Einige Passagen waren nämlich sehr rutschig.

Kalt und nebelig war es auf der Strecke

Kalt und nebelig war es auf der Strecke

Wir haben wie geplant ein Tempo so um die 4:45 min/km angeschlagen. Wobei Norbert zuerst (wieder) zu schnell unterwegs war – etwa bei 4:30 min/km. Ich vermute ja, dass seine Forerunner 225 immer ca. einen Kilometer braucht, bis sie verlässliche Pace-Werte anzeigt. Oder ihm war einfach genau so kalt wie mir. 😉

Ich bin den Rest der Strecke jedenfalls fast ausschließlich nach Gefühl bzw. Atemrhythmus gelaufen. Die ersten Kilometer war ich trotz des Tempos bei drei Schritten ein- und vier Schritten ausatmen. So laufe ich meine Grundlagenläufe. Etwa bei Kilometer vier wechselte es dann auf 3/3 und bei Kilometer 10 dann schließlich auf 2/3. Das war die selbst gesetzte Grenze. Und so bin ich auch brav langsamer geworden als ich bei einigen Anstiegen in den 2/2-Rhythmus wechseln musste.

Gleichzeitig hatte ich auf meiner Forerunner 735 XT aber auch den kürzlich von DC Rainmaker vorgestellen Race Screen installiert. Ich wollte die connect-iQ-App einfach mal ausprobieren und auf seine Tauglichkeit für Wettkämpfe überprüfen. Das klappte ganz gut und so wusste ich auch, dass wir trotz einiger langsamer Abschnitte im Bereich der angestrebten Pace unterwegs waren.

Im Ziel

Es war mein/unser erster Wettkampf über 15 Kilometer, daher stand natürlich fest, dass es eine neue Bestzeit werden würde. 😉 Als wir nach 1:09:50 h wieder gemeinsam über die Ziellinie liefen, hatten wir den geplanten Schnitt von 4:45 min/km sogar um eine Sekunde pro Kilometer unterboten. Laut Strava war ich allerdings noch eine Sekunde schneller und konnte mich sogar noch vor Norbert in die Rangliste des Segments “Silvesterlauf Stadtlohn” einreihen.

Start und Ziel

Start und Ziel

Ein warmes Getränk später gingen wir wieder zurück in die Turnhalle, um uns aufzuwärmen und umzuziehen. Leider wartete die Familie schon wieder auf mich, daher konnte ich mich nicht länger aufhalten. Die Stimmung in der Halle wurde jetzt gemütlich und an den mit Vereinswimpeln versehenen Tischen wurde fleißig Kuchen gegessen und Jahresabschluss gefeiert.

Für mich ist die Veranstaltung fürs nächste Jahr jetzt schon fest eingeplant. Trotz des ungemütlichen Wetters bin ich echt froh mitgelaufen zu sein.