Wie schützt man empfindliche Läuferfüße bei Regen? Eine Möglichkeit sind Schuhe mit Membran. Eine andere: wasserfeste Socken.

Vorüberlegungen

Nasse Füße sind beim Laufen sehr unangenehm. Sie werden kalt, scheuern eventuell mehr im Schuh und machen merkwürdige Geräusche. Die Standardlösung sind normalerweise Laufschuhe mit GoreTex-Membran – oft erkennbar am Kürzel GTX im Namen. Die haben mittlerweile fast alle Hersteller im Programm und versprechen einen Schutz des Fußes vor dem bösen Regen. Ihr Vorteil ist gleichzeitig ihr Nachteil: wenn kein Wasser von aussen nach innen dringt, funktioniert der umgekehrte Weg auch nicht so gut. Das kann schnell zu Wasser im Schuh und schwitzigen Füssen führen und schließt meist einen Einsatz ausserhalb der Herbst- und Wintersaison aus.

Die Alternative ist seine normalen Laufschuhe auch bei Regen zu tragen, aber die Füße durch wasserfeste Socken zu schützen. Schließlich ist es nicht so schlimm, wenn die Schuhe nass werden. Aber so bleiben die Füße trocken. Und es muss kein zusätzliches Paar Schuhe mit eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten gekauft werden.

Ich finde die zweite Möglichkeit irgendwie geschickter. Daher habe ich mir die beiden Produkte mal genauer angesehen, die mir bei einer Internetrecherche sofort ins Auge gefallen sind.

Sponsored Post: Sealskinz und Dexshell haben mir die Socken für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen im Training wieder. Was sich für mich als nützlich erweist, ist hoffentlich auch für andere Freizeitläufer interessant.

Produkttest

Sealskinz Thin Midlength Sock

Preis
ab ca. 31 Euro
Aktiv getestet
ca. 18 km

Review

Sealskinz Thin Midlength Sock

Sealskinz Thin Midlength Sock

Sucht man in den einschlägigen Internetforen oder Facebook-Gruppen nach einem Tipp zu wasserfesten Socken, bekommt man immer die selbe Antwort: Sealskinz. Der englische Hersteller hat sich auf Produkte mit mindestens wasserabweisenden Eigenschaften spezialisiert. Seien es Mützen, Handschuhe oder eben Socken – für unterschiedliche Einsatzzwecke. So werden die getesteten Thin Midlength Socks fürs Segeln und Wandern empfohlen, gleichzeitig aber auch in der Kategorie Jogging geführt. Es handelt sich also offensichtlich nicht um reine Laufsocken.

Sealskinz Thin Midlength Sock

Sealskinz Thin Midlength Sock

Sealskinz Thin Midlength Sock

Sealskinz Thin Midlength Sock

Den Eindruck hat man auch, wenn man die Socken zum ersten Mal in die Hand nimmt. Man erkennt zwar eine Fußform, aber durch die Dicke des Materials unterscheiden sich die Socken im Feeling deutlich von richtigen Laufsocken. Trotzdem sitzen sie erstaunlich gut am Fuss, fühlen sich allerdings eher an wie dicke Skisocken…

Sealskinz Thin Midlength Sock

Sealskinz Thin Midlength Sock

Die Dicke resultiert aus dem Aufbau der Sealskinz. Innen gibt es eine Schicht aus Merinowolle, dann folgt eine wasserabweisende Membran und aussen ein Gewebe aus Nylon und Elastan. Dieser Aufbau sorgt laut Sealskinz für 100% Wasserdichtigkeit. Das musste natürlich getestet werden. 😉

Ich muss allerdings zugeben, daß ich die Socken erstmal bei einem kleinen Regenspaziergang getragen habe. Mir schien die Form nur mittelgut zu meinem Fuß zu passen, da wollte ich auf Nummer sicher gehen. Nachdem es dabei aber nichts zu meckern gab, habe ich sie auch beim Laufen getragen und natürlich keine Pfütze ausgelassen. Die Schuhe waren nach zwei Kilometern komplett durchnässt und an den Füssen machte sich langsam eine leichte Kälte breit. Doch mehr als das passierte nicht, egal wie sehr ich es auch drauf anlegte.

Sealskinz Thin Midlength Sock

Sealskinz Thin Midlength Sock

Nach fünf oder sechs Kilometern merkte ich aber, dass sich meine Füße nicht genau so wohl in den Sealskinz fühlten, wie in Laufsocken. Das war auch bei einem zweiten Lauf so. Auch wenn ich weder Hotspots noch Blasen hatte, würde ich sie wahrscheinlich nicht länger als zehn Kilometer tragen wollen. Dafür waren sie definitiv wasserdicht. 🙂

Meine Meinung

Für ein bisschen Regen lohnen sich die Sealskinz sicherlich nicht. Aber wer unbedingt bei strömendem Regen laufen gehen will, oder eine Tour durch Pfützen und Matsch plant, sollte sich die wasserfesten Socken mal genauer ansehen.

Produkttest

Dexshell Coolvent Lite Socks

Herstellerlink
Dexshell Coolvent Lite Socks
Preis
ab ca. 34 Euro
Aktiv getestet
ca. 12 km

Review

Wer sich nach wasserfesten Socken bei Amazon umsieht, bekommt neben Sealskinz vor allem auch die Produkte von Dexshell angezeigt. Der chinesische Hersteller hat ein ganz ähnliches Portfolio. Neben den Coolvent Lite hatte ich auch die Longlite Bamboo Socks zum Testen, die etwas länger sind.

Dexshell Coolvent Lite Socks

Dexshell Coolvent Lite Socks

Dexshell Coolvent Lite Socks

Dexshell Coolvent Lite Socks

Was beim Auspacken als Erstes auffällt: die Socken riechen sehr nach Chemie. Ohne Durchwaschen lasse ich die bestimmt nicht an meine Füße. Ansonsten hat man wieder dicke Socken in der Hand, die nicht so aussehen, als wären sie für das Laufen gemacht. Genau genommen behauptet das Dexshell auch gar nicht.

Dexshell Coolvent Lite Socks

Dexshell Coolvent Lite Socks

Dexshell Coolvent Lite Socks

Dexshell Coolvent Lite Socks

Der Aufbau der Socken ist vergleichbar mit den Sealskinz: innen eine Lage aus Coolvent FX und Nylon, dann kommt die wasserdichte Membran und aussen ein Gewebe aus Nylon und Elastan. Also Kunstfasern statt Wolle. Zumindest die Bamboo Socks haben innen eine “Bambus-Viscose”, also zumindest nur eine halb-synthetische Faser.

Dexshell Longlite Bamboo Socks

Dexshell Longlite Bamboo Socks

Dexshell Longlite Bamboo Socks

Dexshell Longlite Bamboo Socks

Dafür gibt es aber einen merkwürdigen oberen Abschluss der Socken. Diese innere Kaschierung soll die bis knapp unters Knie reichenden Strümpfe vom Rutschen abhalten.

Beim Laufen wiederholt sich mein Eindruck von oben: wirklich zum Joggen gemacht sind die Produkte nicht. Sie haben natürlich grob Fußform und fühlen sich in Laufschuhen auch erstmal ok an. Bei den Dexshells führt das eher harte Innenmaterial aber zusätzlich zu leichten Hotspots. Daran hat sich auch nach mehrmaligem Waschen nichts geändert.

Wasserfest sind aber auch die Dexshells. Ich habe mich mit ihnen zum Abschluss eines Laufes mal in einer tiefere Pfütze gestellt. Leider waren sie vorher nicht nasss genug geworden… 😉 Selbst eine Minute im Wasser haben nur dazu geführt, dass sich die Füße kalt anfühlten. Nass waren die Socken nachher nur von aussen – von innen war es wunderbar trocken. Nur der Rückweg nach der Pfütze war ein wenig “schmatzig” in den Schuhen. 😉

Meine Meinung

Auch die Dexshells lassen sich zum Laufen tragen – allerdings mit eingeschränktem Komfort. Ihren wesentlichen Zweck, nämlich Wasser abzuhalten, erfüllen sie aber gut.

Weitere Meinungen und Reviews

Trampelpfad-Lauf [Sealskinz]

Die Socken sind eine klasse Sache und sollten in keinem Trailläufer-Schrank fehlen. Besonders wenn es nass und kalt wird, wollen wir die Socken nicht mehr missen. Einziger Kritikpunkt ist die Größe, hier muss man gut ausprobieren, welche einem am besten passen. Den höheren Preis finden wir absolut ok, immerhin spart man sich GTX Schuhe und Gaiter.

Gipfelblick [Sealskinz]

Beide Testprodukte sind qualitativ sehr hochwertig und wirklich robust. Sowohl Handschuhe als auch Socken haben nach häufigem Einsatz keine Abnutzungserscheinungen gezeigt. Die Membran ist wirklich absolut wasserfest, was ich vor allem bei den Handschuhen testen konnte.
Der Einsatzbereich der Produkte orientiert sich natürlich an der Wärmeskala von SealSkinz. Besonders bei Mützen oder Handschuhen macht dies natürlich viel Sinn und entspricht auch wirklich den Anforderungen.
Mein Fazit zum Test von SealSkinz ist durchaus positiv und vor allem, wer sollte gute wasserdichte Produkte entwickeln, wenn nicht Briten?

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