Julbo Rush

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Im Sommer gibt es kaum einen Teil meiner Ausrüstung, der mich mehr nerven kann als eine nicht perfekte Sonnenbrille. Ich war gespannt wie sich die Julbo Rush dabei schlägt, denn sie schneidet in allen Zeitschriften-Tests sehr gut ab.

Anzeige: Julbo hat mir die Sonnenbrille für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Produkttest

Julbo Rush

Herstellerlink
Julbo Rush
Preis
ca. 200 Euro
Aktiv getestet
5 Wochen

Erster Eindruck

Die Julbo Rush gibt es in vielen Farbausführungen und mit unterschiedlichen Gläsern. Ich bin ein Fan von photochromatischen Gläsern und habe daher die Rush in „Fluo Orange / Black“ mit dem „REACTIV Performance 0-3“-Glas getestet.

Geliefert wird die Brille mit einer wirklich sehr schönen Schutz- und Transporttasche und einem Reinigungstuch.

Die Julbo Rush ist eine Sonnenbrille mit Rahmen. Dadurch ist sie vielleicht nicht die leichteste Brille (38g sagt Julbo), aber robuster als rahmenlose Modelle. Man hat beim Greifen auch nicht so schnell Schmierflecken auf dem Glas. ;)


Die Bügel sind über die komplette Länge gummiert und lassen sich ausserdem verbiegen. „Flex 3“ nennt das der Hersteller, weil eine Anpassung seitlich, vertikal und in der Länge möglich ist.

Auch die Nasenauflagen lassen sich flexibel anpassen und garantieren so einen perfekten Sitz. Man sieht oben auch, dass die Gläser nicht vollflächig im Rahmen sitzen, sondern viele Ventilationsschlitze haben.

Das Reactive-Glas hat zusätzlich einen Beschlagschutz auf der Innenseite und eine ölabweisende Behandlung auf der Aussenseite gegen Fingerabdrücke.

Das Highlight sind aber natürlich die selbsttönenden Gläser, die von Kategorie 0 (abends / schlechtes Wetter) bis Kategorie 3 (helle Sonnentage) alle Anwendungsszenarien abdecken. Die Anpassung startet sehr schnell, braucht bis zur vollen Tönung aber natürlich einen Moment.

Erfahrungen beim Laufen

Ich habe von den vielen Anpassungsmöglichkeiten der Julbo Rush Gebrauch machen müssen, bis die Brille gut bei mir sass. Besonders der Anpressdruck am Kopf ist für mich immer ein kritisches Detail: ist er zu stark, bekomme ich Kopfschmerzen, ist er zu schwach, rutscht die Brille. Aber wenn sie ein Mal sitzt, sitzt sie auch gut.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass der Rahmen mehr stören würde. Aber die riesigen Gläser bilden ein so großes Sichtfeld, dass eine Begrenzung fast nicht wahrzunehmen ist. Das ist aber natürlich auch abhängig von Kopfform und Trageweise. Bei mir passt die Julbo Rush ziemlich gut.

Die photochromatischen Gläser sind wirklich super. In der Abenddämmerung sind die Gläser fast klar und schützen mich vor allerlei Getier. Und die dunkelste Tönung ist für mich auch an sehr hellen Sommertagen absolut ausreichend. Eine Brille für alle Lebenslagen also. ;) Dazu kommt noch, dass der Rahmen zusätzlichen Schutz vor Ästen bietet, wenn es mal in den dichten Wald geht. Das Modell ist also für Trail-Runner und auch Mountain-Biker interessant.

Meine Meinung

Julbo Rush
Nicht günstig, aber gut
Die Julbo Rush ist eine empfehlenswerte Laufbrille, mit großem Sichtfeld, gutem Tragekomfort und sehr guten Gläsern. Das hier gezeigte Top-Modell ist verhältnismäßig teuer, aber bei anderer Glaswahl kann man auch sehr günstig von den anderen guten Eigenschaften der Rush profitieren.
Qualität
Funktion
Aussehen
Preis / Leistung
3.5
Bewertung
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  1. Das Problem üblicherweise bei den selbsttönenden Gläser ist nicht die „Abdunkelung“ sondern die „Aufhellung“. Die dauert nicht Sekunden sondern Minuten (bis zu 15min) und das kann dann richtig nervig sein, wenn man beispielsweise von einer Sonnenwiese in ein dunkles Waldstück kommt. Wie ist das bei Julbo?

    1. Hi Mike, die Abdunklung ist natürlich ungleich schwerer zu fotografieren bzw. zu messen. ;) Beim Laufen kenne ich die Problematik aber nicht so wirklich. Klar dauert es immer einen Moment, bis sich die Brille angepasst hat. Aber ich würde mal sagen, dass das in beide Richtungen gleich schnell geht.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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