New Balance Race 1500
New Balance Race 1500

Leichte Laufschuhe – neuer Versuch

Nach der Enttäuschung mit den Saucony Mirage 4 bin ich immer noch auf der Suche nach leichten Laufschuhen.

Meine Anforderungen an die Laufschuhe: deutlich leichter als meine bisherige Schuhauswahl, trotzdem akzeptabler Komfort für einen Halbmarathon, eher Neutral- als Dämpfungsschuh. Das beste Gefühl nach umfangreicher Onlinerecherche habe ich bei den New Balance Modellen Race 1500 und Zante. Zufällig gibt es bei Amazon gerade eine passende Rabattaktion, die ich mir nicht entgehen lassen konnte. Heute kamen beide Modelle an. Und beide in „europäischem grün“ – in anderen Ländern gibt es auch deutlich ansprechendere Farben zur Auswahl.

New Balance Fresh Foam Zante

New Balance Fresh Foam Zante
New Balance Fresh Foam Zante

Der Zante hat mich tendenziell etwas mehr interessiert. Schließlich wird er als neutraler, sehr leichter Schuh mit einem besonderen Laufgefühl beworben – die Werbung ist ja derzeit nicht zu übersehen. Ich hatte etwas Sorgen wegen der dick anmutenden Sohle. „Fresh Foam“ hört sich so nach weichem Schaum an… Doch was aus dem Karton direkt an meinen Fuß wanderte, war ganz ordentlich und fühlte sich eher herkömmlich an. Bei den ersten Schritten war eine leichte Unterstützung im Mittelfuß zu spüren, die mich aber nicht weiter störte. Das Gefühl am Fuß war auch bei ein paar Jogging-Runden durchs Haus ganz ok. Vielleicht etwas eng an den Zehen. Aber leicht ist der Schuh in jedem Fall: in Größe 45.5 EU bringt er gerade mal 508 Gramm auf die Waage.

New Balance Zante
New Balance Zante

Das merkt man allerdings auch, wenn man ihn mal genauer ansieht: das Obermaterial ist sehr weich und luftig. Ich traue ihm schon mehr zu als dem Saucony Mirage, aber insgesamt wirkt der Zante wie ein bequemer Freizeitschuh. Ich kann ihn mir gut als Wohlfühl-Schuh für kurze und/oder schnelle Einheiten vorstellen. Vielleicht wäre er sogar wirklich ein geeigneter Wettkampfschuh – aber der Postbote hatte ja noch einen weiteren Karton gebracht.

New Balance Race 1500

New Balance Race 1500
New Balance Race 1500

Der Race 1500 machte schon bei Auspacken einen ganz anderen Eindruck. Er wirkt deutlich „professioneller“ und hochwertiger verarbeitet. Irgendwie vertrauenswürdiger. Das bestätigte sich auch am Fuß: sitzt einfach. Reinschlüpfen und wohlfühlen. Daran änderten auch ein paar Runden durchs Haus nichts. Ähnlich wie Martin es in seinem Test des Schuhs schreibt, war die weiche Fersenkappe im ersten Moment etwas irritierend. Es fühlte sich nicht schlecht an, aber ungewohnt. Auf der Waage macht er auch eine gute Figur: mit 492 Gramm ist er sogar noch etwas leichter als der Zante (bei gleicher Größe).

New Balance Race 1500
New Balance Race 1500

Dem Race 1500 traue ich nach dem kurzen Indoor-Test locker einen Halbmarathon oder mehr zu. Allein schon vom Gefühl am Fuß war meine Entscheidung sofort gefallen. Und Martins Testbericht oder der von Sole Review bestätigen mich da in der Einschätzung.

Leider gab es mit beiden Schuhen ein Problem: sie waren zu klein. Und das obwohl ich vorher die richtige Größe recherchiert hatte. Der Zante war definitiv zu klein um damit zu einer Laufeinheit zu starten. Ich bin zwar vorne nicht angestoßen, aber es fehlte nicht viel. Im Race 1500 sah das schon besser aus. Aber mit etwas dickeren Socken oder bei einem langen Lauf hätte sich auch die Luft schnell dünn gemacht.

Also musste ich schweren Herzens beide Schuhe wieder einpacken und zurück schicken. Natürlich nicht, ohne direkt die passende Größe zu bestellen – und mich darüber zu ärgern, dass der Aktionsrabatt pro Person nur ein Mal einzulösen ist. Selbst der Amazon-Kundendienst konnte mir bei dem Schuhtausch nicht den guten Preis der ursprünglichen Bestellungen einräumen. Ärgerlich… So lege ich jetzt 15 Euro mehr auf den Tisch – dafür aber für den hoffentlich richtigen Schuh.

UPDATE 25.03.2015: Mittlerweile ist der Race 1500 in der passende Größe angekommen. Ich konnte ihn heute auf einem 7-km-Lauf ein wenig testen. Weil ich mit Tocher im Croozer unterwegs war, ist der erste Eindruck nicht ganz aussagekräftig. Ständig muss man den Kinderwagen in irgendeine Richtung drücken, weil er nie ganz geradeaus läuft. Und somit läuft man ganz anders. Zumindest war ich trotzdem ziemlich schnell unterwegs, was ich auch dem Schuh zuschreibe. Ich habe sehr schnell vergessen, dass ich nagelneue Schuhe am Fuß habe. Ich freue mich schon auf die nächsten Einheiten mit ihm.

  1. Ich habe ja auch beide Schuhe (der Testbericht für den Zante folgt). Meine Eindrücke sind ähnlich. Der Race ist der professionellere Schuh, der Zante ist dennoch ein toller Schuh für entspannte Läufe, bei denen man auch mal Gas gibt. Bei einem Wettkampf würde ich aber den Race vorziehen – auch alles über HM-Distanz. Gestern bin ich mit dem Zante die 21km gelaufen, da war der Fuß recht ermüdet. Aber ich will meinem Testbericht nicht alles vorwegnehmen.

    Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass du beide Schuhe noch mal geordert hast – oder nur den Race?

    1. Ich habe nur den Race eine Nummer größer bestellt – nachdem klar war, dass ich nicht noch einmal den Rabatt bekomme. Sonst hätte ich bei dem Preis vielleicht beide Paare behalten. Schade drum. Vielleicht kann mir die New Balance-Werbeagentur ja auch mal so ein Blogger-Paket schicken. ;)

  2. Tja, Schuhe online bestellen, bei denen man noch keine Erfahrung mit den Größen hat, ist immer ein Risiko. Schuhe von Mizuno kann ich z.B. inzwischen online bestellen, weil ich da weiß, welche Größe für mich richtig ist. Bei anderen Marken wäre mir das zu riskant.

    Da unser lokales „Laufsport-Kompetenzzentrum“ allerdings (gefühlt) nur die Auswahl zwischen Asics und Asics bietet, bleibt einem manchmal halt nur die Online-Bestellung.

    Grüße vom anderen Ende der Stadt
    Carsten

    1. Naja, das Dumme ist ja: ich habe bereits New Balance Schuhe… Und die hätten die richtige Größe gehabt. Ich habe nur nicht rein gesehen, weil ich mich auf „Shoefitr“ verlassen habe.

      Asics scheint nicht nur in unserem „Kompetenzzentrum“ die Marke der Wahl zu sein: im Urlaub hatte quasi jeder die Treter an den Füßen. Als wenn es nichts anderes zu kaufen gäbe.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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