Saucony Kinvara 6
Saucony Kinvara 6

Saucony Kinvara 6 im Test

Ich muss zugeben, dass ich nach der Erfahrung mit dem Saucony Mirage ein wenig skeptisch war. Der Kinvara ist nochmal ein ganzes Stück leichter und somit doch bestimmt auch vom Material dünner…? Zum Glück waren die Bedenken völlig unbegründet.

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Produkttest

Saucony Kinvara 6

Herstellerlink
Saucony Kinvara 6
Preis
ab ca. 90 Euro
Aktiv getestet
ca. 87 km
Anzeige: Saucony hat mir den Kinvara 6 für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen im Training wieder. Was sich für mich als nützlich erweist, ist hoffentlich auch für andere Freizeitläufer interessant.

Erster Eindruck

Saucony Kinvara 6
Saucony Kinvara 6

Mir hat der Kinvara 6 beim Auspacken sofort gefallen. Die Farbkombination aus grün und blau ist wirklich gelungen. Der Schuh sieht so richtig schnell aus! Ausserdem fühlt er sich unglaublich leicht an. Die Waage belegt das: mit 523 Gramm in der Größe US 12.5 ist der Schuh einer der leichtesten in meinem Fuhrpark. Und das will schon was heissen, denn unter 600 Gramm finden sich da gerade mal drei Exemplare.

Saucony Kinvara 6 - FlexFilm-Obermaterial
Saucony Kinvara 6 – FlexFilm-Obermaterial

Mittlerweile sind ja viele Schuhe so gebaut: es gibt ein Obermaterial aus mehreren Mesh-Lagen, über die sich fingerartig eine weitere Struktur legt. Saucony nennt diese „FlexFilm„. Sie sorgt für den guten Halt des Fußes auf der PowerGrid-Zwischensohle und soll dafür sorgen, dass sich beide zusammen optimal bewegen können. Da es mit dem Mesh verklebt ist, kommt es ohne zusätzliche Nähte aus.

Saucony Kinvara 6 - Pro-Lock-System
Saucony Kinvara 6 – Pro-Lock-System

Zum guten Halt trägt auch das Pro-Lock-System bei, das vor allem für den Mittelfuß zuständig ist. Über die Schürung werden zwei seitliche Zungen bedient, die direkt und eigenständig mit der Sohle verbunden sind. So läßt sich der Druck an dieser Stelle ganz gut regulieren.

Saucony Kinvara 6 - Natural Series
Saucony Kinvara 6 – Natural Series

Der Kinvara 6 fällt bei Saucony in die Kategorie „Neutralschuh„. Er hat also keine besonders ausgeprägte Stütze für Läufer, die zu einer übermäßigen Pronation des Sprunggelenkes neigen.

Saucony Kinvara 6 - 4 mm Sprengung
Saucony Kinvara 6 – 4 mm Sprengung

Diese Einordnung unterstützt auch die wirklich geringe Sprengung von nur 4 mm. Saucony verewigt diese Angabe nicht nur an der Fersenkappe, sondern auch auf der Innensohle des Schuhs… Aber gut:  wer von deutlich höheren Sprengungsmaßen kommt (10 mm oder mehr) sollte vielleicht gewarnt sein.

Saucony Kinvara 6 - Laufsohle
Saucony Kinvara 6 – Laufsohle

Die eigentliche „Laufsohle“ des Kinvara 6 besteht nur aus den farbigen Gummi-Elementen auf dem Bild. Von der Ferse an setzen sie sich entlang der Aufsetzpunkte des Fußes auf dem Boden nach vorne fort. Unter dem Mittelfuß gibt es ein größeres Feld von relativ weichen Elementen.

Der weiße „Block“ ist die EVA-Zwischensohle. Man sieht deutlich, dass sie zur Fußinnenseite hin relativ massiv bleibt, während sie an anderen Stellen durch verschieden große Kerben flexibler gemacht wurde.

Wer noch mehr über den genauen Aufbau des Schuhs erfahren will, sollte sich den (englischen) Artikel bei Solereview ansehen. Detaillierter kann man einen Schuh wohl nicht vorstellen. Ich bin immer wieder beeindruckt – und sehr gut informiert.

Anprobe

Es gibt für mich ja drei Kategorien von Schuhen: mit den einen wird man auch nach vielen Kilometern nicht warm, andere sind ganz ok und machen einfach das, was sie sollen. Und dann gibt es noch die Schuhe, in denen man vom erstem Moment an Spaß hat. :) Zu denen gehört der Kinvara 6 für mich.

Es geht schon damit los, dass der Schuh absolut unauffällig am Fuß sitzt. Das ist als großes Lob gemeint. Denn nur ein Schuh, den man nicht spürt, ist ein guter Schuh. ;) Der Kinvara ist relativ flach geschnitten, so dass die Zehen nach oben nicht viel Platz haben. Gleichzeitig ist dieser Bereich aber so dehnbar, dass man diesen Umstand fast nicht wahrnimmt. Mir ist das nur bei der ersten Anprobe aufgefallen – danach was es kein Thema mehr.

Erfahrungen beim Laufen

Mir war schon klar, dass der erste Lauf keine lockere Runde werden würde. ;) Denn der Kinvara machte bereit beim Eintraben eine gute Figur. Mittelfußaufsatz war vollkommen ok für ihn. Traben aber wohl eher nicht: er wollte einfach schneller.

Es hat nicht nur beim ersten Lauf richtig Spaß gemacht mit dem Schuh Gas zu geben. Strecken bis 10 km wurden fast automatisch zu Tempoläufen mit Bestzeiten. Bei höheren Geschwindigkeiten fand ich besonders angenehm, dass der Kinvara 6 eine ganz feine Rückmeldung über den Fußaufsatz gibt. Das Gefühl ist schwer zu beschreiben, aber es war ein deutlich anderes Feeling, ob ich eher mit dem Mittelfuß oder dem Vorderfuß aufgesetzt habe.

Die Freude an dem Laufschuh war aber nicht bei 10 km zu Ende. Auch in etwas gemächlicherem Tempo auf doppelt so langen Strecken war er ein sehr guter Begleiter. Er hat es sogar geschafft bei einem Halbmarathon meinen geliebten Wettkampfschuh zu verdrängen – mit großem Erfolg.

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Meine Meinung

Der Saucony Kinvara 6 ist ein schneller und leichter Schuh, der sich bei Wettkämpfen gut schlägt. Er sitzt super bequem und macht einfach Spaß. Ich nehme ihn jederzeit sehr gerne für schnelle Einheiten aus dem Schrank.
[/su_box] [divider]Weitere Meinungen und Reviews[/divider] Lauf Markus, lauf

Ich habe in den letzten 3 Wochen nun knapp 100 Kilometer mit den Schuhen zurück gelegt und bin absolut zufrieden mit den Schuhen. Sie sind leicht, flexibel, nicht zu sehr gedämpft, haben mit 4mm nur eine geringe Sprengung und sind für meinen Mittelfussläufer absolut geeignet.

Solereview [81/100]

Compare it to the outgoing Kinvara 5, and you’ll find the midsole a mite soft and the lateral upper a bit narrower. Pitch it against the Kinvara 4, and this is a far softer version, a much more built up shoe. Nevertheless, a competent product with a lot to like.

Runningshoes Guru [9/10]

The Kinvara is Saucony’s most recognized contribution the running shoe market for good reason, and version 6 is in keeping with the lightweight, high-performing comfort that runners have come to expect from this shoe.

Simply put, this shoe just feels so good underfoot. I’m looking forward to many more miles in the Kinvara 6.

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[divider]Bewertung[/divider]

  1. Gibt es Wettkampfschuhe oder Lightweight-Trainer, die keine flache Zehenkappe haben? Ich glaube nein. Insofern kann man das schon fast nicht als Minuspunkt gelten lassen.

    Vielleicht solltest du dich mal an Newtons ran trauen.

    1. Stimmt schon: vielleicht ist das wirklich bei allen Wettkampfschuhen so. Gestört hat es mich (!) aber trotzdem ein wenig. Ganz wenig… ;)

      Die Newtons hatte ich schon angefragt. Aber durch eine Umstellung bei der Blogger-Betreuung ist das wohl irgendwie unter gegangen. Nach zwei unbeantworteten Rückfragen habe ich es dann sein lassen…

  2. Super Bericht! Danke dafür!
    Der Kinvara 4 war mein liebster Schuh bisher. Mit ihm habe ich alle Bestzeiten eingefahren und bin den ersten Marathon mit ihm gelaufen. Keinem Schuh habe ich bisher mehr vertrauen geschenkt. Mein Test motivert mich dazu, dass ich in der nächsten Saison noch einmal einen KInvara an meine Füße lasse. Eigentlich heißt es ja: „Never change a running system“ aber naja: „Fehler müssen gemacht werden“ ;).

    Wie viele Kilometer haben die Schuhe denn mittlerweile runter? Bei meinen Kinvaras ließ nach 400 km merklich die Dämpfung nach…

    Grüße
    Sebi

    1. Hi Sebi,

      mein Paar hat gerade mal 100 Kilometer auf dem Leisten. Ich gehe auch davon aus, dass sie nicht für die Ewigkeit gemacht sind – aber bis dahin sind sie einfach gut. :) Und ich stelle immer mehr fest, dass es eigentlich nur darauf ankommt.

      Gruss

      Thomas

  3. Na, wer ausreichend Geld oder „Sonstiges“ hat kann sich alle 400 km neue Laufschuh leisten. Ich laufe seit ca. 40 Jahren und hatte früher Laufschuhe, die problemlos 3000 km hielten. Natürlich waren die schwerer, aber über 100 € für einen Schuh auszugeben, der mir nach etwa 500 km eine derbe Zerrung eingebracht hat, weil er weich und schwammig geworden ist – das muss nun wirklich nicht sein.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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