Nach vier Jahren war es endlich wieder soweit: der Coesfelder Heidelauf konnte stattfinden. Für mich ein turbulentes Erlebnis…
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Vorbereitung
In meinem Enduco-Trainingsplan hatte ich den Lauf als „Spaßevent“ deklariert, weil ich nicht speziell darauf hintrainieren wollte. Mir ging es nur um eine grobe Standortbestimmung. Aber immerhin habe ich den Plan seit Jahresbeginn komplett durchziehen können und fühlte mich halbwegs im Training.
Vor dem Start
Die besondere Herausforderung in diesem Jahr: ich war gleich an drei Starts beteiligt. Beide Kinder waren für die Schulmannschaften gemeldet und mussten direkt hintereinander starten – direkt vor meinem eigenen Lauf über 9,2 Kilometer.

Das war zwar etwas stressig, hat aber eigentlich ganz gut geklappt. Den Start von Kind 1 konnte ich noch selbst begleiten, beim Start von Kind 2 fiel mir ein, dass ich meine Startnummer noch nicht abgeholt hatte (10 Minuten vor dem Start…).
Also nochmal zurück nach vorne, Nummer abholen, Sachen verstauen, kurz einlaufen, gucken wo mein Laufbuddy Philipp geblieben ist…
Start
… da knallte vorne plötzlich der Startschuss! Ich hatte gerade erst die Starterfeld wieder im Blick und bin irgendwo ganz hinten auf die Strecke gegangen. Dummerweise zählt beim Heidelauf die Bruttozeit…

Nachdem ich irgendwie meine Uhr noch gestartet hatte, ging es auf der ersten Runde um eine passende Platzierung im Feld. Rechts und links ging es über Wurzeln und durch Büsche, um sich etwas nach vorne zu kämpfen.

Dabei bin ich Matthias vom runningblog.de in die Arme gelaufen. Ein kleines Pläuschchen und das obligatorische Foto durften natürlich nicht fehlen. Doch bei der Steigung am Ende der Runde war Matthias plötzlich weg.

Irgendwann im Laufe der zweiten Runde dämmerte es mir, dass die im Kopf abgespeicherten drei Runden nicht stimmen konnten… Zum Glück kennen sich die erfahrenen Streckenposten gut aus, so daß Thomas mir noch schnell „Nä, sind vier!“ hinterherrufen konnte.

Dafür war ich aber ganz schön schnell unterwegs! Obwohl ich eigentlich nur nach Gefühl laufen wollte (Martin hatte letztens mit mir geschimpft), hatte ich der Uhr doch eine Watt-Obergrenze mitgegeben. Ergebnis: es piepte andauernd, aber hingesehen habe ich trotzdem nicht.

Seit dem Ende der dritten Runde hatte ich mich hinter einem Läufer eingefunden, der sicher nicht mehr in meine Altersklasse gehörte. Immer wenn ich etwas aufschloss, zog er leicht weg. Dann konnte ich mich zwar eine Zeit lang vor ihn setzen, aber in der letzten Runde zog er wieder vorbei!

Ich war schon ziemlich kaputt und hätte am liebsten abreißen lassen, aber irgendwie bin ich doch dran geblieben und habe es vor ihm in den Zielkorridor geschafft.

Auf dem Zielstrich hatte ich ungefähr Lichtgeschwindigkeit drauf 😉 und natürlich erstmal Kamera und Uhr weiterlaufen lassen. Die schicken Bilder von meinem „dicken Bauch“ erspare ich euch mal – haben aber zuhause sehr zur Erheiterung der Familie beigetragen.
Nach dem Rennen

Auch Philipp ist mit einem Lächeln ins Ziel gekommen und hat sich über den heissen Eistee gefreut, den es gab. Doch allzu lange haben wir uns dort nicht mehr aufhalten können, bevor es wieder nach hause ging.
Zusammenfassung
Endlich mal wieder ein Laufevent und all‘ die bekannten Gesichter treffen! Das war richtig schön. Ausserdem hat die Laufleistung auch noch gestimmt: zwar habe ich meine Critical Power nicht verbessern, aber immerhin doch bestätigen können. Ich bin sogar 9. in meiner Altersklasse geworden – wobei mich meine Kinder um Längen geschlagen haben. Das wird also sicher nicht das letzte Event mit zwei oder drei Starts bleiben. 😃

Autor und Betreiber von Harlerunner.de. Läufer seit mehr als zehn Jahren, über 100 Wettkämpfe von 5 km bis Halbmarathon im Gepäck, bisher mehr als 500 Produkte getestet. Kein Labortest — alles kommt aus dem echten Training in und um Coesfeld. Was du hier liest, hat er selbst an den Füßen, am Körper, am Handgelenk oder im Ohr gehabt.
Author and owner of Harlerunner.de. A runner for over ten years, with more than 100 races under his belt – ranging from 5 km to half-marathons – and having tested over 500 products to date. No lab tests – everything is based on real-world training in and around Coesfeld. Everything you read here is something he has personally worn on his feet, on his body, on his wrist or in his ear.


