Nicht alles, was ich zu erzählen habe, wird zu einem eigenen Beitrag. Im Monatsrückblick sammle ich daher alle Themen, die ich trotzdem loswerden möchte.
Inhalt / Content
Training
April war ein voller Monat — 20 Läufe, 136 km, zwei Rennen. Damit liegt er etwas über dem, was ich im März auf die Beine gestellt habe, und das obwohl die Reha an Achillessehne, Piriformis und Hamstring weiter mitläuft. Parallel dazu das Kraftprogramm, zweimal pro Woche Einheit A und B. Wer das alles in intervals.icu sieht, fragt sich manchmal, wie das passt — passt aber.

Das Training folgt seit einigen Wochen der Norwegian Method: submaximale Schwellenintervalle als Herzstück, Easy Runs drumherum, kein Dauerlauf im klassischen Sinne. Die wochenweise Aufteilung sah so aus:
- KW 14 (02.–05.04.): 28 km — Einstieg mit einem langen Lauf mit Martin (runomatic.de) entlang der Buga-Strecke (11 km), dazu ein erster kurzer Schwellencheck (3×3 min T) und ein Easy 10k.
- KW 15 (06.–12.04.): 36 km — die stärkste Woche. Morgenlauf mit Dominik, LG-Training in Coesfeld (500/1000/1000/500), NM 45/15 Threshold, Easy Long Run.
- KW 16 (13.–19.04.): 23 km — bewusst ruhiger, weil Mittwoch der Gescher Run 2026 auf dem Programm stand.
- KW 17 (20.–26.04.): 33 km — wieder Fahrt aufnehmen: Q1 mit 6×6 min Goldene Zone, 45/15-Session, Long Run.
- KW 18 (27.–30.04.): 16 km — Taper zur Vorbereitung auf den Nordkirchener Schloss- und Dorflauf am 30.
Die zwei Rennen im Monat: der Gescher Run am 17. April und der Nordkirchener Schloss- und Dorflauf am 30. April, beide über 5 km. Beide mit Durchschnitts-HF um 157 — also richtig angestrengte Arbeit, kein Trab.
Dabei hat mir übrigens ein neuer Skill meines Trainers Jan Dahl geholfen: wir haben „The Secret of Running“ nochmal durchgearbeitet und jetzt kann er mir das perfekte Power-Target bezogen auf Strecke (Höhenmeter) und Wetter ausrechnen. Das macht das Stryd-Powercenter übrigens auch und beide kamen für Nordkirchen auf denselben Wert, den ich sogar ziemlich genau getroffen habe. 😉
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Laufliebling des Monats

Mein Laufliebling ist in diesem Monat ganz klar der Puma Deviate Nitro Elite 4. Mit ihm bin ich beide 5-km-Wettkämpfe gelaufen und der Schuh ist einfach der Hammer! Superleicht, sitzt wie eine Socke und bringt einfach alles mit, was ein Race-Schuh draufhaben muss.
Fundstücke
Was mich im April durch die Tabs und Watch-Later-Liste begleitet hat:
Lauf-ABC: Viel Aufwand, wenig Nutzen?
Lauf-ABC gehört für viele Läufer zum Standardprogramm vor dem Training. Dieses Video stellt die Frage, ob der Zeitaufwand tatsächlich gerechtfertigt ist — und was effektivere Alternativen sein könnten. Interessanter Gegenpunkt zu eingefahrenen Routinen.
Schneller werden mit weniger als 80 Wochenkilometern
Wie viel Volumen braucht man wirklich, um als ambitionierter Freizeitläufer besser zu werden? Dieses Video argumentiert, dass weniger Kilometer mit höherer Qualität mehr bringt als schlichtes Kilometerfressen — eine These, die gut zum Norwegian-Method-Ansatz passt.
Norwegian Singles: Methode, Website und Marius Bakken persönlich
Gleich drei Fundstücke, die thematisch zusammengehören. Wer sich für die Norwegian Method interessiert, ist vermutlich schon über den Begriff Norwegian Singles gestolpert — die Einzelschwellen-Variante, die ohne doppelte Threshold-Tage auskommt. Dafür gibt es jetzt eine eigene Website (norwegiansingles.run), die das Konzept klar aufbereitet. Ergänzend dazu zwei Videos: einmal ein Deep Dive zur Methode für Amateursportler, und einmal Marius Bakken höchstpersönlich über Double Threshold und die Goldene Zone.
Achillessehne: Was beim Laufen oft schiefläuft
Kein neutrales Thema für mich gerade. Das Video aus der „Laufen ist einfach!“-Reihe erklärt, warum Achillessehnenbeschwerden so häufig falsch behandelt werden — und welche Ansätze tatsächlich helfen. Deckt sich gut mit dem, was ich aus meinem aktuellen Reha-Programm kenne.
Warum evidenzbasiertes Training allein nicht reicht
Ein nachdenkliches Video über die Grenzen rein wissenschaftsbasierter Trainingsplanung. Die Kernthese: Studien liefern Mittelwerte, individuelle Athleten sind aber keine Mittelwerte. Ein guter Gegenpol zu meiner eigenen Tendenz, alles auf Zahlen reduzieren zu wollen. ;)
Ausblick
Im Mai stehen wieder zwei Rennen an: der Nottulner Stiftslauf und der Johannes-Lauf in Lette. Damit wäre das Frühjahr für mich erstmal abgeschlossen – auch wenn Rorup dann auch noch kommt.
Ich freue mich vor allem darauf, endlich so richtig ist das Training nach der Norwegian Method einzusteigen. Dazu werde ich mir sogar ein Laktatmessgerät zulegen und eine eigene Leistungsdiagnostik machen – die erste seit Ewigkeiten. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich werde ausführlich berichten wie es damit läuft.

Autor und Betreiber von Harlerunner.de. Läufer seit mehr als zehn Jahren, über 100 Wettkämpfe von 5 km bis Halbmarathon im Gepäck, bisher mehr als 500 Produkte getestet. Kein Labortest — alles kommt aus dem echten Training in und um Coesfeld. Was du hier liest, hat er selbst an den Füßen, am Körper, am Handgelenk oder im Ohr gehabt.
Author and owner of Harlerunner.de. A runner for over ten years, with more than 100 races under his belt – ranging from 5 km to half-marathons – and having tested over 500 products to date. No lab tests – everything is based on real-world training in and around Coesfeld. Everything you read here is something he has personally worn on his feet, on his body, on his wrist or in his ear.

