MATS Coach im Test: die smarte KI-Trainingsapp für ambitionierte Läufer

KI-gestützte Trainingsapps versprechen viel – aber nur wenige halten, was sie versprechen. MATS Coach will mehr sein als eine weitere Lauf-App: ein echter digitaler Trainingsbegleiter, der Daten versteht, Muster erkennt und individuelle Empfehlungen gibt. Nach mehreren Wochen im Praxiseinsatz kann ich sagen: Hier steckt deutlich mehr dahinter, als der erste Blick vermuten lässt.

Anzeige: Der Hersteller hat mir das Produkt für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.


MATS Coach

Link

MATS

Preis

0 – 39 Euro

Aktiv getestet

16 Wochen



Erster Eindruck

MATS ist eine deutsche Trainingssoftware, die sich vor allem an ambitionierte Ausdauersportler richtet. Dahinter steckt unter anderem Dr. Sebastian Rösler, den ihr wahrscheinlich (so wie ich) aus den Videos der Triathlon Crew Cologne kennt. Da steckt also viel wissenschaftliche und praktische Fachkenntnis drin.

Die App gibt es eigentlich schon länger, aber durch die neue „AI-Coach“ Ergänzung wurde das Angebot deutlich erweitert.

Onboarding

MATS steht sowohl als App wie auch (ergänzend) im Browser zur Verfügung. Das Anlegen eines Benutzers erfolgt in einem geführten Dialog, der in wenigen Schritten die wichtigsten Daten und Randbedingungen erfasst. Dazu gehören neben persönlichen Daten natürlich auch die Sportart und Trainingsziele (Wettkämpfe).

Hier sollte man auch direkt die Verbindung zu Garmin oder anderen genutzen Diensten herstellen, um die Trainingshistorie und zukünftige Trainings automatisch zu erfassen. Es werden sehr viele Hersteller unterstützt – zumindest für den Download von Einheiten. Die Synchronisation von geplanten Workouts ist derzeit nur mit Garmin möglich.

MATS AI Coach

In den Grundfunktionen (Trainingstagebuch) kann man MATS auch kostenlos nutzen, aber ich habe mir vor allem die AI Coach-Version der App angesehen. Die unterscheidet sich von der Premium-Version für 18 € pro Monat mit umfangreichen Analysefunktionen vor allem dadurch, dass man hier wirklich gecoached wird.

Dafür stehen gleich fünf Weltklasse-Trainer zur Verfügung, zwischen denen man frei wählen kann. Ich habe mich für Ingalena entschieden (u.a. Deutsche Meisterin im Halbmarathon 2010), was den Abonnenment-Preis auf 39 € im Monat erhöht.

Genau genommen hat mich aber nicht Ingalena trainiert, sondern ihr digitaler Zwilling. Sprich: ein auf ihre Trainingsphilosophie angepasstes KI-System. Die Idee dahinter ist eine echte, dynamische Trainingssteuerung statt einer simplen Automatisierung von Trainingsplänen. Der AI Coach soll also auf meinen individuellen Zustand reagieren und laufend seine Trainingsempfehlungen entsprechend anpassen.

Trainingsalltag mit MATS

Ein zentrales Element der MATS-Philosophie ist das tägliche Feedback. Jeden Morgen erfasst man per Schieberegler kurz die subjektive Einschätzung verschiedener Metriken wie zum Beispiel die Trainingsbelastung des Vortages oder die Readiness.

Das führt dann zusammen mit den objektiven Daten der Sportuhr zu einer Einschätzung der aktuellen Trainingsbereitschaft durch den AI Coach. Und natürlich bei Bedarf auch zu Anpassungen am Trainingsplan.

Der wiederum steht in der Kalenderansicht immer übersichtlich zur Verfügung – allerdings nur für die nächsten 7 Tage. Weiter in die Zukunft kann man nicht sehen. Dafür gibt es für jede Trainingseinheit eine textliche Erklärung, so daß man immer über Sinn und Zweck informiert bleibt.

Sollte man ein Training verschieben müssen, geht das auch ganz einfach über die Kalenderansicht. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, seine zeitliche Verfügbarkeit für die verschiedenen Sportarten zu hinterlegen, so daß der Plan darauf schon grundsätzlich Rücksicht nimmt. So kann man feste Ruhetage oder seinen Gym-Tag ganz einfach integrieren.

Meine Meinung

MATS ist eine sehr vielversprechende Trainingsplattform, die in meinen Augen großes Potential hat – auch unabhängig vom AI Coach und den Premium-Funktionen. Ich hätte gerne noch genauer erkundet, wie sich die verschiedenen Trainingsansätze der AI Coaches konkret auf mein Training auswirken, doch dazu ist der beschränkte Vorschau-Horizont von sieben Tagen einfach zu kurz.

Gleichzeitig ist das Angebot, zwischen fünf Coaches auswählen zu können, derzeit einmalig bei den KI-Trainingstools. Das Angebot ist absolut professionell in Bezug auf Oberfläche, Bedienbarkeit und Funktionen. Im Vergleich mit anderen Tools ist manchmal aber auch zu spüren, dass im Hintergrund sicher noch weiter am Feinschliff gearbeitet wird.

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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