Person taking a high-angle selfie while walking on a paved path, wearing a white sleeveless shirt, red shorts, white sneakers, a light-blue neck scarf, sunglasses, and a white sun visor under green trees.

SOAR SS’26: Vier Teile aus der neuen Kollektion im Überblick

SOAR hat für die Saison S/S ’26 wieder ein paar Teile rausgebracht, die bei mir sofort auf der Merkliste gelandet sind … Cap, Race Vest, ein Leinen-Shell und ein Singlet. Vier ziemlich unterschiedliche Stücke, aber alle mit dem typischen SOAR-Ansatz: reduziert, technisch, kein Schnickschnack.

Anzeige: Der Hersteller hat mir die Produkte für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Sahara Cap 2.0 | White/Blue — €94

Die Sahara Cap ist SOARs Antwort auf Läufe mit voller Sonneneinstrahlung. Auffällig ist die einteilige, „darted“ Kronenkonstruktion — weniger Nähte, engerer und stabilerer Sitz. Der Nackenschutz (Canopy) ist direkt in die Struktur integriert und liegt flach an, statt lose zu flattern.

Die Kappe ist One-Size mit verstellbarem Kordelzug hinten. Fürs Material setzt SOAR auf 100 % PES im Hauptteil, die Canopy besteht aus einer PA/EL-Mischung (76/24) für etwas Stretch. Fünf-Panel-Konstruktion, Mesh-Seitenteile für Luftzirkulation, lasergeschnittene Kanten statt gesäumter Ränder — das spart Gewicht und verhindert Ausfransen.

Ausstattung im Überblick:

  • Leichte, kühlende und schützende Canopy
  • Fünf-Panel-Aufbau mit Mesh-Seitenteilen
  • Kordelzug für sicheren Sitz
  • Steifer Schirm
  • Reflektierende SOAR-Logos

Natürlich ist die Sahara Cap nichts für jeden Tag. Und selbst bei Hitze hatte ich das Gefühl, etwas komisch angeguckt zu werden. Aber funktional ist das Ding einfach tiptop! Von den verschiedenen Kühlmaßnahmen beim Laufen war die feuchte Cap einfach unschlagbar. Das Nackentuch liegt relativ eng an und flattert auch nicht störend beim Laufen – schon gar nicht in nassem Zustand.

Also: das Design ist vielleicht etwas ungewöhnlich, aber die Funktion hat ihr bei mir einen festen Platz für die heissen Tage gesichert.

Race Vest 2.0 Print | Black White Dot — €145

Das Race Vest 2.0 ist die überarbeitete Version von SOARs leichtestem Renn-Top. Laut Hersteller wiegt es nur 44 Gramm. Der Schnitt wurde sichtbar verändert: quadratischerer Ausschnitt für mehr Luftzirkulation, tiefer geschnittener Rücken für freie Schultern, schlankere Taille für einen fließenderen Laufstil. Ein gekerbter, folienverschweißter Seitenschlitz soll die Bewegungsfreiheit erhöhen, ohne zusätzliches Gewicht zu bringen.

Material ist zu 89 % recyceltes PES plus 11 % Elasthan — italienischer Stoff mit 3D-Struktur, die Schweiß schnell nach außen transportiert. Die Nähte sind gebondet statt genäht, was zusätzlichen Tragekomfort bringen soll. SOAR positioniert die Vest breit: von 5 km bis Ultra, auf Straße, Bahn und Trail.

Ausstattung im Überblick:

  • 3D-Gewebestruktur für schnellen Schweißtransport
  • 100 % recyceltes, ultraleichtes italienisches Gewebe
  • Gebondete Nähte
  • Enger, körpernaher Schnitt (aerodynamisch und kühlend gedacht)

Die Race Vest wird hauteng getragen, damit das Material seine Qualitäten ausspielen kann. Das bedeutet vor allem: sie nimmt sehr schnell den Schweiß auf und sorgt dadurch für Kühlung. Gleichzeitig ist sie bei wechselnden Wetterbedingungen aber auch schnell wieder trocken. Das Gefühl auf der Haut ist durch das weiche Material und die Dehnfähigkeit einfach nur angenehm. Ich habe mittlerweile bestimmt ein Dutzend Race Vests, weil mich das Teil einfach so begeistert.

Linen Shell Top | Ecru/Warm Grey — €430

Ein echtes ProtoLab-Stück: das Linen Shell Top kombiniert einen technischen Leinen-Mix mit einer relaxten, luftigen Passform. Laut SOAR soll die lange Faserstruktur von Leinen weniger Feuchtigkeit aufnehmen und schneller trocknen als klassische Synthetikfasern — gedacht für warme und wechselhafte Temperaturen.

Der Schnitt ist bewusst locker, mit „gegusseten“ Armlöchern (zusätzliches Stoffdreieck in der Achsel für mehr Bewegungsfreiheit) und tiefer geschnittenem Kragen für bessere Belüftung. Halbreißverschluss vorne und ein verstellbarer Taillenabschluss sollen die Passform feinjustieren. Französisch gewebte Kontrastpanels geben Struktur. Gewicht: 165 g in Größe M.

Materialmix: 44 % PA, 27 % MD, 22 % EL, 7 % Leinen.

Ausstattung im Überblick:

  • Technischer Leinen-Mix für Atmungsaktivität und trockenes Tragegefühl
  • Halbreißverschluss zur Belüftungsregulierung
  • Relaxter Schnitt für Bewegungsfreiheit
  • Gegusseter Armausschnitt, tief geschnittener Kragen
  • Französisch gewebte Kontrastpanels
  • Verstellbarer Taillenabschluss
  • Reflektierendes, perforiertes SOAR-Logo
  • 165 g (Größe M)

Natürlich ist das Oberteil bei dem Preis nichts für schwache Nerven… Aber ProtoLab heisst bei Soar eben: austesten, was gerade so möglich ist. Und natürliche Fasern bei so einem funktionalen Teil einzusetzen, ist ganz sicher eine große Herausforderung.

Ich war auch skeptisch, aber vor allem wegen den langen Ärmeln. Letztendlich hat sich das Linen Shell Top aber unter verschiedenen Klimabedingungen bewährt. Selbst an Hitzetagen, an denen ich eher zur Vest oder zum Singlet greifen würden, hat das Top für angenehmes Laufklima gesorgt – dann allerdings mich leicht hoch gezogenen Ärmeln.

Singlet | White/Blue/Magenta — €120

Das Singlet ist SOARs reduziertestes Top für heiße Trainingstage — ultra-atmungsaktives Mesh, komplett auf das Wesentliche runtergebrochen. Der Stoff ist italienisches Mesh, laut SOAR leicht und mit gleichmäßiger Luftzirkulation. Der Schnitt ist bewusst lockerer als bei der Race Vest gehalten — mehr Luft, weniger körperbetont.

Nähte wurden gezielt aus den bewegungsintensiven Zonen verlagert, um Reibung zu vermeiden. Dazu ein tiefer angesetzter Ausschnitt und lasergeschnittene Säume. Material: 88 % PES, 12 % Elasthan, zusätzlich antibakteriell ausgerüstet.

Ausstattung im Überblick:

  • Antibakterielle Ausrüstung
  • Dehnbares, leichtes italienisches Mesh
  • Reflektierende Details
  • Durchdachte Nahtplatzierung (reibungsarm)
  • Runder Ausschnitt
  • Lasergeschnittene Säume
  • Lockerer Schnitt für mehr Luftzirkulation

Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Singlet sicher die beste Wahl der vier ausgewählten Stücke. Es ist nicht so eng wie die Race Vest, erfüllt aber nahezu dieselbe Funktion. Bei Hitze oder Wettkämpfen eine gute Wahl, ist es für mich vor allem der Komfort, der den Unterschied macht.

Fazit — der Sommer soll ruhig kommen

Die vier Teile zeigen vorbildlich, wofür Soar steht: Performance. Cap und Linen Shell Top loten ganz klar aus, wo Funktion, Material und Design an ihre Grenzen kommen – während Race Vest und Singlet fast schon Staple Pieces sind, die ihresgleichen suchen.

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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