Hoka Rocket X 3: Stabiler Fortschritt statt radikaler Umbruch

Nach den Erfahrungen mit dem Cielo X1 2.0 war ich sehr gespannt auf den neuen Carbon-Racer von Hoka.

Anzeige: Der Hersteller hat mir das Produkt für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.


Erster Eindruck

Es gibt den Rocket X 3 zwar auch in auffälligeren Farben, aber für mich kommt er auf den ersten Blick daher wie der Wolf im Schafspelz. Denn die Version 3 eines Schuhs kommt ja nicht ohne Vorgeschichte und der X 2 war wohl schon eine ziemliche Rakete (kleines Wortspiel…).

Für mich ist der Rocket X 3 jedenfalls ganz neu und schon von den Daten her sehr überzeugend. Kernelement ist die Carbonfaserplatte, die den Hoka zu einem echten Superschuh macht. Vor allem durch den Dual-Density-PEBA-Schaum der Zwischensohle. Mit einer Stack Height von 40/33 mm dürfte er so ziemlich ausreizen, was World Athletics gerade als Maximum vorgibt.

Neben dem Warp-Knit-Obermaterial, das für den guten Halt des Fusses im Schuh sorgen soll, ist die Laufsohle ein wichtiger Faktor. Schließlich muss man die PS irgendwie auf die Straße bringen. Die neue Sticky-Rubber Gummimischung folgt der Metarocker-Geometrie und macht erstmal einen guten Eindruck.

Wohl anders als beim Vorgänger, ist die Zunge nicht mehr seitlich fixiert. Die Sägezahn-Schnürsenkel werden ihr aber sicher keine Chance zum Rutschen geben. Mir ist auch die gepolsterte Ferse positiv aufgefallen. Ein Racer mit etwas Komfort: mag ich.

Auf der Waage zeigt der Hoka Rocket X 3 ganz klar seinen Anspruch: mit 521 Gramm für beide Schuhe in meiner Größe fällt er ins Federgewicht und sortiert sich bei den ernstzunehmenden Wettkampfschuhen ein.

Erfahrungen beim Laufen

Leider war mein Testzeitraum nicht unbedingt die typische Wettkampfzeit, um den Rocket X 3 mal richtig auszulaufen. Aber eins war sofort klar: der will schnell!

Wobei er nicht schnell gelaufen werden muss. Im Gegensatz zum Cielo X1 2.0 bringt er auch im Grundlagentempo eine sehr angenehme Stabilität mit. Durch das geringe Gewicht fliegt man dann nur so dahin – natürlich gerne mal schneller als geplant.

Aber auch geplante schnelle Läufe machen richtig Spaß! Der Hoka Rocket X3 sitzt perfekt am Fuß und rollt so gut ab, dass man jederzeit nahtlos in die Tempoverschärfung gehen kann. Ich kann eherlich gesagt den ersten richtigen Wettkampf in dem Schuh garnicht abwarten!

Spaßfaktoren / Eignung

Nicht jeder Schuh eignet sich für jede Art von Training oder Wettkampf. Das ist (neben dem Schuh an sich) abhängig von Lauferfahrung, Leistungsstand, Gewicht und persönlichen Vorlieben. Meinen Spaß mit dem Schuh würde ich für folgende Kategorien so einschätzen:

Gemütliche Hausrunde
80%
Tempolauf
100%
Intervalle
100%
10k-Wettkampf
100%
Halbmarathon
100%
Langer Lauf
60%

Meine Meinung

Hoka Rocket X 3: Stabiler Fortschritt statt radikaler Umbruch
Super-Schuh!
Was soll ich sagen: ich bin begeistert vom Hoka Rocket X 3! Er löst sein Super-Schuh-Versprechen voll ein und ist vor allem dann die perfekte Option, wenn es trotz Carbon und PEBA ein wenig stabiler auf der Wettkampfstrecke sein darf.
Qualität
Funktion
Begeisterung
Preis / Leistung
5
Bewertung
Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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