Polar Loop (2025) im Test: Finnische Nüchternheit gegen den Abo-Hype

Mit dem neuen Daten-Logger Polar Loop gibt es einen neuen Mitbewerber auf dem Markt der Fitness-Tracker. Sein Versprechen: Profi-Metriken ohne monatliches Abo-Modell.

Anzeige: Der Hersteller hat mir das Produkt für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.


Polar Loop

Link

Polar Loop

Preis

180 Euro

Aktiv getestet

12 Wochen



Erster Eindruck

Haptisch ist der Loop eine Ansage. Während die Konkurrenz oft auf Textilbänder oder reines Polymer setzt, kommt der Loop in einem schlanken Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl und verstärktem Polymer daher. Mit nur 29 Gramm Gewicht spürt man ihn am Handgelenk praktisch nicht – ein entscheidender Faktor für die nächtliche Erholungsmessung.

Das Band wird per Klett verschlossen und liegt gleich in zwei Längen bei. So sollte jeder seine Wunschkonfiguration finden. Natürlich kann man die Bänder auch wechseln und so Farbe und Aussehen ändern. Denn eigentlich sieht man beim Tragen nur das Textilband.

Was ist neu?

Was sofort auffällt: wie auch bei vielen Mitbewerbern gibt es kein Display und auch keine Knöpfe. Der Polar Loop ist ein unauffälliger Daten-Logger. Gleichzeitig gibt es aber auch keine Vibrationsfunktion, um sich z.B. morgens in der perfekten Schlafphase wecken zu lassen.

Dafür verbaut Polar natürlich seinen neuesten Precision Prime Sensor für die optische Messung der Herzfrequenz. Der liefert bei der nächtlichen HRV-Messung und den Schlafanalyse-Daten hervorragende Ergebnisse. Die Schlafphasenerkennen gehört zum aktuellen Besten auf dem Markt. Für Athleten, die ihre Belastung über den Nightly Recharge Status steuern, ist das ein echter Gewinn.

Tracking des Trainings

Trägt man den Polar Loop 24/7, ist er natürlich auch beim Training dabei. Hier kann man sich entscheiden, ob er die Workouts selbständig anhand eines Belastungsschwellenwertes erkennen soll, oder ob man manuell über die App erfasst.

Bei mir hat die Automatik leider häufig nicht gut funktioniert. Entweder sie hat Workouts erkannt, während ich nur ganz normalen Tätigkeiten nachgegangen bin. Oder Anfang und Ende passten nicht gut genug.

Für mich wäre das aber auch gar nicht die Aufgabe des Polar Loop, denn das Training würde ich ja immer über meine (Polar) Laufuhr erfassen, so dass die Daten sowieso auf der Plattform landen.

Polar-Ökosystem

Die Integration in Polar Flow ist sicherlich einer der größten Pluspunkte für den Polar Loop. Denn hier hat man eine leistungsfähige Plattform zur Verfügung, die sich über Jahre bewährt hat. Dazu steht sie kostenlos zur Verfügung und wird nicht über eine Abo-Modell finanziert.

Meine Meinung

Polar Loop (2025) im Test: Finnische Nüchternheit gegen den Abo-Hype
Nützliches Tool
Der Polar Loop ist kein Gadget für Technik-Spielkinder. Es ist eher ein spezialisiertes Werkzeug für Sportler, die ihre Erholungsdaten (HRV, Schlaf, Training Load) präzise erfassen wollen, ohne monatlich dafür zu bezahlen. Der Verzicht auf Display und Vibration ist konsequent minimalistisch, macht ihn aber wahrscheinlich als alleiniges Wearable für viele unattraktiv.
Qualität
Funktion
Begeisterung
Preis / Leistung
4.1
Bewertung
Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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