Sunglasses with tortoiseshell frame and mirrored lenses on a white surface beside a teal Goodr box and a patterned drawstring pouch.

Goodr Amelia Earhart Ghosted Me vs. Do it For the Victory Dance – zwei Brillen, ein Preis, unterschiedliche Welten

Goodr baut Laufbrillen für Menschen, die keine Lust auf teure Sportoptik haben. 50 Euro, polarisiert, rutschfest — das Grundversprechen kennen Leser hier bereits. Aber welche der beiden neuen Modelle passt zu wem? Die Amelia Earhart Ghosted Me und die Do it For the Victory Dance sind zum gleichen Preis erhältlich und könnten kaum unterschiedlicher sein.

Hinweis: Der Hersteller hat mir die Produkte für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Die Amelia Earhart Ghosted Me ist eine Fliegerbrille im Schildpatt-Look, die Do it For the Victory Dance ein sportliches Halbrand-Shield in Schwarz mit orangefarbenen Verspiegelungen. Beide kosten 50 Euro, beide tragen das volle Goodr-Paket — polarisierte Gläser, UV400, kein Verrutschen. Wer schon weiß, welchen Stil er sucht, ist nach der Vergleichstabelle fertig. Wer noch überlegt, findet unten eine klare Einschätzung.


Auf einen Blick

Amelia Earhart Ghosted MeDo it For the Victory Dance
RahmentypMACH G (Flieger/Aviator)BOLT G (Halbrand-Shield)
Preis50 €50 €
GläserBraun, entspiegeltDunkelorange, verspiegelt
PassformBreitere Passform (größere Köpfe)Medium-Passform
NasenstegSilikonpadsVerstellbarer Nasensteg
Design-VibeRetro, Vintage, AlltagstauglichSportlich, modern, auffällig
StatusBestsellerNeuer Style
UV-SchutzUV400 (100 % UVA/UVB)UV400 (100 % UVA/UVB)
PolarisiertJaJa

Amelia Earhart Ghosted Me — Fliegerbrille mit Alltagsformat

Schon der Name sagt alles über Goodrs Tonlage: kein Hightech-Kürzel, keine austauschbare Produktnummer — sondern eine kleine Geschichte. Die Amelia Earhart Ghosted Me ist ein Mach-G-Modell, also eine Fliegerbrille mit der typischen Tropfenform und einem braunen Schildpatt-Rahmen. Das Gestell sieht aus wie etwas, das man auch nach dem Lauf einfach auflässt — beim Kaffee, auf dem Markt, beim Radfahren am Nachmittag. ;)

Technisch bringt die Brille das volle Goodr-Programm mit: polarisierte, entspiegelte Braungläser mit UV400, Silikoneinsätze an Nase und Bügeln gegen das Rutschen. Goodr gibt sie für größere Köpfe mit breiterer Passform aus — das deckt sich mit dem Mach-G-Format, das ich schon länger kenne. Das Sichtfeld ist durch die klassische Tropfenform etwas großzügiger als bei den OGs.

Was hier auffällt: Die Gläser sind bewusst nicht verspiegelt, sondern entspiegelt. Das bedeutet ruhigere, natürlichere Sicht — gut bei wechselnden Bedingungen und für alle, die keine leuchtend orange Scheibe im Gesicht wollen. ;) Die Farbdarstellung wird etwas wärmer, Kontraste sind ordentlich. Kurz: eine Brille, die über das Training hinaus funktioniert — und das ohne Abstriche bei der Laufpraxis.

Do it For the Victory Dance — wenn es auffallen darf

Ein komplett anderes Statement. Die Do it For the Victory Dance gehört zur neuen Bolt-G-Serie — ein Halbrand-Shield-Design mit schwarzem Rahmen und dunkelorange verspiegelten Gläsern. Das ist keine Brille, die sich unauffällig in den Alltag einfügt… und das ist offensichtlich so gewollt. Goodr nennt das selbst das „Twerkout“-Gefühl.

Funktional macht die Brille ebenfalls keine Fehler: voll polarisiert, UV400, kein Verrutschen dank Griffbeschichtung. Dazu kommen zwei Details, die ich beim Bolt G bemerkenswert finde: ein verstellbarer Nasensteg für bessere Anpassung und ein belüftetes Wrap-Glas, das Beschlagen deutlich reduziert — besonders bei Intervallen oder Rennen angenehm. Die mittlere Passform macht die Brille für die meisten Köpfe geeignet, ohne Anspruch auf den breiteren Sitz der Mach G.

Die verspiegelten Gläser schlucken etwas mehr Licht und reduzieren Blendung stärker als die entspiegelten Braungläser der Amelia. Für sonnige Renntage oder Mittagseinheiten im Sommer ist das ein echter Vorteil. Dafür braucht man mit dem Orange-Spiegel ein gewisses Selbstbewusstsein — wobei: wer eine Brille kauft, die sich selbst „Victory Dance“ nennt, weiß das wohl. ;)

Meine Meinung:

Goodr ist für mich seit Jahren eine der besten Optionen, wenn man eine funktionale und stylische Laufbrille ohne Luxuspreisschild sucht. Daran hat sich nichts geändert — und diese beiden Modelle bestätigen das einmal mehr.

Beide kosten 50 Euro, beide funktionieren. Der Unterschied liegt im Nutzerprofil: Die Amelia Earhart Ghosted Me ist die Brille für alle, die ein Modell suchen, das Training und Alltag verbindet — ruhigere Gläser, klassischer Retro-Look, etwas großzügiger in der Passform. Wer schon den Mach-G-Stil kennt und mag, greift hier bedenkenlos zu.

Die Do it For the Victory Dance ist klar das sportlichere Modell — Shield-Design, verstellbarer Nasensteg, verspiegelte Gläser für maximale Blendreduktion. Wer eine Brille primär fürs Rennen oder für Trainingseinheiten bei praller Sonne will und mit auffälligem Look kein Problem hat, ist hier richtig.

Wer die Dante’s Shin Split Inferno oder den ersten Goodr-Artikel hier kennt, weiß schon: Goodr liefert bei 50 Euro ehrlich. Das gilt hier genauso — man muss nur wissen, ob man die klassische Fliegerbrille oder das sportliche Shield-Modell sucht.

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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