Black sports sunglasses with light violet shield lens seen from an angle on a white surface
oplus_1048576

adidas Kentro im Test — photochrome Laufbrille, die auch im Herbst Sinn macht

Im Herbst braucht niemand eine Sonnenbrille … dachte ich. Die adidas Kentro hat mich eines Besseren belehrt: Das photochrome Glas ist an grauen Tagen fast klar, dunkelt bei tiefstehender Sonne genau so weit ab, wie es nötig ist — und schützt nebenbei vor Fliegen und kaltem Wind.

Anzeige: Der Hersteller hat mir das Produkt für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.


Die adidas Kentro (SP0123 02Z) ist eine Sport-Sonnenbrille mit großem Schild-Glas und photochromer Tönung für Laufen, Radfahren und Wandern. Sie kostet 195 Euro, das Glas passt sich stufenlos von Filterkategorie 1 bis 3 an. Im Test überzeugten Passform, geringes Gewicht und ein Glas, das auch im Herbst nie stört. Wer eine Brille für wechselndes Licht sucht, wird glücklich — wer nur bei strahlendem Sommerwetter läuft, kommt mit einer günstigeren, fest getönten Variante aus.

adidas Kentro: Technische Daten auf einen Blick

ModellSP0123 02Z
BauformFull-Rim-Schild mit einem durchgehenden Glas
RahmenTR90, matt schwarz, belüftet an Oberkante und Bügeln
GlasPOWERVIZN, photochrom, violette Kontrastbasis, silberner Spiegel
Filterkategorie1 bis 3 (Lichtdurchlässigkeit ca. 50 bis 10 %)
BeschichtungWasser-, schweiß- und schmutzabweisend
AnpassungVerstellbare Nasenpads und Bügelenden
LieferumfangMesh-Beutel mit Putztuch
Preis195 Euro

Erster Eindruck

Die Kentro ist eine klassische Schild-Brille: ein großes, durchgehendes Glas, matt schwarzer Rahmen, dezentes adidas-Logo am Bügel. Optisch ist sie damit eher sportlich-markant als zurückhaltend. Das Glas wirkt im Raum ganz leicht violett-rosa getönt — mehr dazu gleich.

Von vorne sieht man schön, wie weit das Glas nach unten und zur Seite reicht. Die Nasenpads sitzen im Mittelteil, die Brücke ist offen. Die Verarbeitung ist wieder genau so gut, wie ich es schon von der adidas Kaphiros kannte — da wackelt und knarzt nichts.

Von innen fallen die Lüftungsschlitze in der Oberkante auf, die beschlagenem Glas vorbeugen sollen. Nasenpads und Bügelenden sind gummiert und lassen sich anpassen. Bei mir saß die Kentro allerdings schon beim ersten Aufsetzen so, wie sie sitzen soll.

Geliefert wird die Brille in einem Mesh-Beutel mit weißem adidas-Logo. Der ist leicht und passt in jede Jackentasche — ein hartes Etui ist er allerdings nicht ;)

Im Beutel steckt ein Putztuch, das Fingerabdrücke und angetrockneten Schweiß zuverlässig vom Glas holt. Dank der schmutzabweisenden Beschichtung braucht es das aber seltener, als man erwarten würde.

Das photochrome Glas

Das Besondere an der Kentro ist das Glas: Es dunkelt sich automatisch ab, je heller es draußen wird. Laut adidas reicht der Bereich von Kategorie 1 bis 3, also von rund 50 bis 10 Prozent Lichtdurchlässigkeit. Dazu kommt die violette Basistönung, die Kontraste betonen soll.

Ohne Sonne ist das Glas fast klar. Es nimmt kaum Licht, verbessert aber dennoch einige Kontraste auf dem Weg — Laub, Pfützen, Unebenheiten. Mit Sonne verdunkelt es im Herbst maximal im mittleren Bereich. Voll abgedunkelt habe ich die Kentro jedenfalls noch nicht erlebt … dafür müsste wohl erst wieder Sommer sein.

Der Übergang passiert dabei so unauffällig, dass ich ihn beim Laufen kaum bemerke. Wenn ich aus dem Schatten eines Waldstücks auf ein freies Feld komme, ist das Glas schlicht schon da, wo ich es brauche.

Erfahrungen beim Laufen

Man sollte meinen, im Herbst braucht man keine Sonnenbrille mehr. Aber die tiefstehende Sonne — wenn sie denn mal da ist — kann ganz schön stören. Genau hier spielt die Kentro ihre Stärke aus: Sie nimmt die Härte aus dem Licht, ohne dass bei bewölktem Himmel gleich alles dunkel wirkt.

Dazu kommt, was sonst gern vergessen wird: Fliegen und anderes Getier sind auch im Herbst noch reichlich unterwegs. Davor schützt die Kentro genau so gut wie vor kaltem Wind an den Augen. Gerade bei den ersten frostigen Morgenläufen ist das ein spürbarer Unterschied :)

Passform und Qualität sind wieder auf dem Niveau, das ich von adidas inzwischen gewohnt bin. Die Brille sitzt stabil, drückt nirgends und rutscht auch bei höherem Tempo nicht. Weil sie so leicht ist, stört sie kein bisschen — selbst dann nicht, wenn sie sich im Nachhinein als gar nicht so notwendig herausstellt.

Meine Meinung:

Black sports sunglasses with light violet shield lens seen from an angle on a white surface
adidas Kentro im Test — photochrome Laufbrille, die auch im Herbst Sinn macht
Volle Empfehlung
adidas mausert sich bei mir gerade zur Nummer 1 bei den Sportbrillen. Und die Kentro zeigt warum: perfekter Sitz, sehr großes Sichtfeld, überzeugende Funktionen. Könnte gut sein, dass ich hier meinen neuen Favoriten gefunden habe... ;)
Qualität
Funktion
Begeisterung
Preis / Leistung
5
Bewertung
Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

Strava Badge
Cookie Consent mit Real Cookie Banner