Leichtgewicht für die 360-Grad-Perspektive: Die Insta360 X4 Air im Lauf-Test

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Nicht nur für den Lauf auf Strava sind Bilder wichtig. ;) Als Alternative zur Action-Cam schickt Insta360 ein leichteres Modell seiner bewährten Rundum-Kamera ins Rennen.

Anzeige: Der Hersteller hat mir das Produkt für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.


Erster Eindruck

Die Insta360 X4 Air kam bei mir im Starter-Bundle an. Darin ist wirklich alles enthalten, was man für den Start braucht: neben der Kamera gibt es einen Ersatzakku, einen Selfie-Stick und zwei verschiedene Linsenschutz-Optionen. Nur um eine SD-Karte muss man sich noch kümmern.

Der Ersatzakku hat sogar ein eigenes Aufbewahrungsgehäuse. Ergänzend zur Linsenkappe (oben rechts) findet sich auch noch ein Neopren-Sleeve (links) in der Box.

Die 360°-Kamera selbst folgt dem bekannten Gehäusedesign. Wichtigstes Element sind natürlich die beiden gegenüber liegenden Fisheye-Objektive, die bei der X4 Air mit auswechselbaren Linsen ausgestattet sind.

Um die Kamera in Betrieb zu nehmen, steckt man einfach eine passende SD-Karte ein, verbindet die Kamera mit der Insta360-App (Firmware-Update?), montiert den Selfie-Stick und läuft los.

Was ist neu?

Reduziertes Gewicht

Ein großer Pluspunkt der Insta360 X4 Air ist ihr Gewicht: mit 165 Gramm ist sie das leichteste Modell im aktuellen Line-Up. Die Insta360 X3 und die Insta360 X5 sind 10-20% schwerer. Das kann sich beim Laufen schon positiv bemerkbar machen.

8K-Video

Das Update in der Bildqualität im Vergleich zur X3 ist sehr deutlich: die X4 Air lehnt sich hier an das große Modell X5 an und bietet auch 8K-360°-Videos (statt 5.7K). Das ist bei den Videos, aber besonders auch beim Verwenden von Bildern ein willkommener Mehrwert.

Pluspunkte

Instaframe-Modus

Der große Vorteil einer 360°-Kamera ist natürlich, nachträglich den exakten Kamerablickwinkel festlegen zu können. Beim Laufen bin ich meist das einzige Motiv und daher ist der Instaframe-Modus „Selfie Shot“ für mich sehr hilfreich.

Der macht dann gleich zwei Aufnahmen auf einmal: zusätzlich zum 360°-Video wird nämlich auch ein „flaches“ Selfie-Video gespeichert. Das spart viel nachträgliche Arbeit, wenn man genau diese Perspektive haben möchte. Gleichzeitig hat man aber die volle Freiheit, auch mit dem kompletten 360°-Video zu arbeiten.

Und dank der wirklich guten App, kann man schon Minuten nach dem Lauf ein fertig geschnittenes und vertontes Video teilen. Komplexere Bearbeitungen sind ausserdem in der kostenlosen Windows-Software am PC möglich.

Unsichtbarer Selfie-Stick

An den Bilder und Videos der Insta360 X4 Air gefällt mir vor allem, dass der Selfie-Stick nicht zu sehen ist. Eine Actioncam ist irgendwie immer zu nah dran und eine Drohne deutlich aufwändiger im Handling. Die Insta360 bietet hier die spannenderen Perspektiven.

Dabei hilft gleichzeitig auch noch die FlowState-Stabilisierung. Ich habe ehrlich gesagt schon die wildesten Bewegung mit dem Stick beim Laufen gemacht – gewollt und ungewollt. Aber das Bild der X4 Air war immer wie auf Schienen.

Steuerung

Natürlich macht es Sinn, sich mit den diversen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera zu beschäftigen. Aber ich habe glaube ich nicht mehr eingestellt als die 8K-Auflösung und den Aufnahmemodus, den ich für QuickCapture verwenden möchte.

Dann brauche ich unterwegs nur kurz die Aufnahmetaste drücken und die Kamera schaltet sich im gewünschten Modus ein und zeichnet direkt auf. Beenden kann ich die Aufnahme wieder über den Knopf oder ein zweimaliges schnelles Drehen des Sticks. Das ist super-praktisch beim Laufen.

Minuspunkte

Low-Light Qualität

Im Video fällt das häufig nicht so auf, aber wenn man ein Bild aus dem Material erstellt, wird es ab der Dämmerung schon sehr pixelig… Andererseits scheitern viele Kameras am wenigen Licht – da ist die Insta360 X4 Air nicht alleine. Ob das wirklich ein Minuspunkt ist, hängt stark davon ab, wofür man die Bilder verwenden will.

Meine Meinung

Leichtgewicht für die 360-Grad-Perspektive: Die Insta360 X4 Air im Lauf-Test
Rundum gut!
Die Insta360 X4 Air ist kein Ersatz für eine High-End-Actioncam, wenn es um reine Bildqualität bei Low-Light geht. Aber sie ist die derzeit logischste Wahl für Läufer, die eine "Set and Forget"-Lösung suchen. Man filmt einfach alles und entscheidet später auf der Couch, welcher Winkel die Pace oder das Race am besten einfängt.
Qualität
Funktion
Begeisterung
Preis / Leistung
4.4
Bewertung
Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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