Vivobarefoot Sammlung
Vivobarefoot Sammlung

Meine Vivobarefoot Minimalschuh (An-)Sammlung

Meine aufgeräumte Schuhecke hat auf Instagram und auch abseits davon zu Fragen geführt. Zu sehen ist eine ganz ansehnliche Zahl von Minimalschuhen der Marke Vivobarefoot *. Davon ist auf dem Blog aber (bisher) nichts zu lesen. Zumindest bist heute. ;)

Vermutlich ist es wirklich die größte Vivo (An-)Sammlung in der Gegend. Und das ist auch für mich ganz erstaunlich, denn es handelt sich dabei nicht um Schuhe, die ich vom Hersteller zum Testen bekommen hätte. Nein, jeder Schuh ist selbst bezahlt. Allein das ist ja schon mal eine Aussage. ;) Wie ist es aber dazu gekommen? Gehen wir mal chronologisch vor:

Vivobarefoot Trail Freak

Vivobarefoot Trail Freak
Vivobarefoot Trail Freak

Wie der Name schon vermuten läßt, handelt es sich hier um einen Trail-Schuh. Wenn ich das richtig recherchiert habe, bin ich ungefähr seit Sommer 2014 in dem Schuh unterwegs. Gekauft habe ich ihn allerdings nicht zum Laufen, sondern als Freizeitschuh. Ich dürfte überhaupt gerade erst wieder mit dem Laufen angefangen haben und habe das Thema Minimalschuhe wohl irgendwo aufgeschnappt. Die Farbkombination gefiel mir und der Hersteller hat das Wort „Barefoot“ in seinem Namen. Ich glaube so ganz viel mehr Gedanken habe ich mir damals nicht darum gemacht.

Nichts desto trotz war der Schuh von Anfang an einfach saubequem. Endlich war mal Platz für die Zehen! Das stollenartige Profil hat nicht weiter gestört und war eher noch leicht dämpfend. Denn eine Dämpfung sucht man ansonsten in den Vivobarefoots vergebens. Die Sohle dient nur als Schutz gegen Glasscherben und spitze Steine.

Vor ein paar Wochen hatte der Schuh dann aber doch noch seine Lauf- und Trail-Premiere. Selbst nach gut zwei Jahren „unsachgemäßen“ Gebrauchs ist die Sohle immer noch in einem hervorragenden Zustand. Um nicht zu sagen: fast wie neu. Dämpfung kann wie gesagt nicht verloren gehen, daher stehen dem Trail Freak wohl noch viele gemeinsame Kilometer bevor.

Vivobarefoot Ultra

Vivobarefoot Ultra
Vivobarefoot Ultra

Nach den positiven Erfahrungen mit dem Trail Freak, habe ich mir kurz darauf den Ultra zum Geburtstag schenken lassen. Wieder steckte nicht das Laufen als Idee dahinter, sondern der Sommerurlaub. Die Besonderheit des Ultra ist nämlich, dass er aus einem Innen- und einem Aussenschuh besteht. Diese kann man entweder gemeinsam oder jeweils einzeln tragen. Genau genommen hat man also drei Schuhe. :)

Vivobarefoot Ultra
Vivobarefoot Ultra

Der Aussenschuh ist schnell zu meinem Sommer-, Urlaubs- und Strandschuh geworden. Die luftige Struktur sorgt für ein gutes Klima bei heissem Wetter. Man kann schnell rein- und rausschlüpfen und auch mal ins Wasser damit. Der Ultra hat echt schon einiges mit gemacht und sieht immer noch aus wie ein Schuh, den ich mir letzte Woche gekauft haben könnte.

Der Innenschuh muss manchmal als Hausschuh herhalten. Besonders im Urlaub, denn so ein 3-in-1-Schuh spart natürlich auch Platz. Genau genommen wäre er auch ein Laufschuh, doch so habe ich ihn nie genutzt und werde es wohl auch nie machen.

Vivobarefoot Motus

Vivobarefoot Motus
Vivobarefoot Motus

Wir springen mal locker ein Jahr nach vorne. Anfang 2016 habe ich mir den Motus gegönnt, nachdem ich sehr lange hin und her überlegt hatte. Die Bilder im Netz sahen einfach verdammt gut aus. Aber noch so ein Minimalschuh? Zumindest könnte man in dem auch Laufen gehen… Das hat mich natürlich überzeugt. ;)

Am Fuß war er wieder genau so bequem wie die anderen Vivos auch. Der große Klettverschluss über dem Spann bringt einen besonderen Sitz des Schuhs mit sich, der sich schon ziemlich gut anfühlt. Gleichzeitig ist es ein Design-Element, dass mich auf lange Sicht doch nicht überzeugen konnte. Und irgendwie hatte ich auch (noch) zu großen Respekt vor dem Laufen mit Minimalschuhen, dass auch der Motus nicht einen Kilometer lang sportlich unterwegs war… :(

Vivobarefoot Aqua II

Vivobarefoot Aqua II
Vivobarefoot Aqua II

Der Aqua sollte die Nachfolge des Trail Freak und Motus als Freizeitschuh übernehmen. Sitz und Qualität der Schuhe mussten mich ja nicht mehr überzeugen, daher konnte ich einfach nur zugreifen, weil mir das Design so gut gefiel. :) Das habe ich seit Sommer 2016 auch nicht bereut, denn ich habe den Vivo wirklich dauernd in der Freizeit an.

Vivobarefoot Primus Road

Vivobarefoot Primus Road
Vivobarefoot Primus Road

Ende letzten Jahres war es dann so weit: mit dem Primus Road kam der erste Vivo ins Haus, der wirklich fürs Laufen gekauft wurde. Klar habe ich darüber nachgedacht einfach den Trail Freak zu laufen – und genau das auch ein paar Mal getan. Im „Gelände“ hatte der mit seiner groben Sohle natürlich so seine Vorzüge. Aber für das Laufen auf Asphalt musste es bessere Modelle geben.

Klar, den Primus Road zum Beispiel – wie der Name schon sagt. Mittlerweile hatte sich das Thema „Barfuss-Laufen“ in meinem Trainingsalltag verfestigt, nachdem ich den ganzen Sommer und Herbst mit Luna Sandals unterwegs war. Für die kalte Jahreszeit schien mir so ein Vivobarefoot aber die klügere Wahl und so kam der Primus Road einmal in der Woche zum Einsatz.

Allerdings ging dem doch nochmal eine deutliche Eingewöhnungsphase voraus. Mit den Lunas bin ich in Dänemark ja über jeden Schotterpiste gerannt – auf die Idee käme ich niemals mit dem Primus Road! Da ist ja wirklich nichts an Sohle! Man spürt wirklich jedes Steinchen. Dafür hat man natürlich auch echtes Barfuss-Feeling – mehr als in jedem anderen Schuh den ich kenne. Zudem ist er auch ein echtes Fliegengewicht und am Fuß quasi nicht zu spüren.

A propos spüren: das Ganze hat auch seine Schattenseiten. Bei einem ungeplant langen Lauf (15 km) mit den Vivos bin ich im Dunkeln zwei Mal auf etwas größere Steine getreten. So kurz vor der Ferse. Tat echt weh. Und zwar nicht nur bei dem Lauf, sondern auch noch Tage später. Wird vermutlich eine Prellung mit Bluterguss gewesen sein. Zu sehen war jedenfalls nichts. Seit dem habe noch mehr die Augen auf dem Boden, wenn ich mit dem Schuh saubere Asphaltstrecken verlasse.

Vivobarefoot Primus Trail Firm Ground

Vivobarefoot Primus Trail Firm Ground
Vivobarefoot Primus Trail Firm Ground

An der Trail-Variante des Road konnte ich im Winter einfach nicht vorbei. Ein interessanter Rabatt hatte mir den Rest gegeben. ;) Für Schnee und Matsch hatte ich natürlich den „alten“ Trail Freak immer noch auf der Rechnung, aber ein wenig mehr Grip und Schutz als im Road ohne gleich Stollenschuhe zu tragen, fand ich ganz attraktiv. Und das war eine gute Entscheidung!

Der Primus Trail ist seit dem zu so einer Art Universal-Werkzeug geworden. Im Zweifel ist er für mich immer die richtige Wahl. Egal ob Schnee, Asphalt, Trail oder richtiger Matsch: der Schuh hat mich schon durch alles davon getragen ohne Schwächen zu zeigen. Die im Vergleich zum Road dickere Sohle schluckt auch murmelgroße Steine ganz gut, ohne das Gefühl für den Untergrund zu sehr zu verschleiern. Spitze Steine oder fiese Wurzeln sind in dem Primus Trail immer noch unangenehm, verderben einem aber nicht den Spaß.

Vivobarefoot Primus Trail Soft Ground

Vivobarefoot Primus Trail Soft Ground
Vivobarefoot Primus Trail Soft Ground

Moment? Hatten wir das Modell nicht gerade? Fast! ;) Den Primus Trail gibt es in einer Ausführung für festen Untergrund (Firm Ground) und einer für weiche Untergründe (Soft Ground). Wer jetzt ganz nach oben scrollt wird feststellen, dass die Soft Ground-Sohle der des Trail Freak doch sehr, sehr nahe kommt. Warum also auch noch der Schuh? Sagen wir mal: hier kam mir meine Schuhgröße endlich mal zu Gute. Anscheinend ist 46 nicht so gängig. ;) Und so konnte ich auch den „weichen“ Primus Trail günstig kaufen.

Vivobarefoot Primus Trail Soft Ground und Trail Freak
Vivobarefoot Primus Trail Soft Ground und Trail Freak

Als neuester Zugang in meiner kleinen (An-) Sammlung hat er bisher erst zwei Läufe auf dem Buckel. Die haben aber schon klar gemacht, dass er mit dem Trail Freak zwar verwandt ist, aber allein vom Sitz eine andere Welt. Anscheinend hat Vivobarefoot * in den den letzten zweieinhalb Jahren dazu gelernt. Der Primus Trail Soft Ground unterscheidet sich nämlich nicht nur durch die Sohle vom Firm Ground: auch Ferse, Fußabschluss und Material sind anders. Sockenartiger. Und das macht eben auch den besseren Sitz im Vergleich mit dem Trail Freak aus.

Strich drunter

Ich zähle sieben Vivobarefoots *. Das toppt bei mir nur noch Saucony – aber auch nur so gerade. Nicht ohne Grund stehen die Schuhe beider Marken immer griffbereit. Grundsätzlich möchte ich Minimalschuhe als Trainingswerkzeug nicht mehr missen. Ohne es wirklich beweisen zu können würde ich sagen, dass nichts meinen Laufstil und wahrscheinlich auch meine Laufeffizienz mehr beeinflusst hat als die wöchentliche Trainingseinheit in diesen Schuhen. Daher möchte ich das auch zukünftig so beibehalten. Obwohl ich es könnte, kann ich mir gerade nicht vorstellen mit den Vivobarefoots einen Wettkampf zu laufen. Da sollen mir andere Schuhe gerne ein wenig Arbeit abnehmen. ;) Aber wer weiß: der Heidelauf als Saisonauftakt würde sich für den Primus Trail Firm Ground geradezu anbieten. Schließlich kennt er die Strecken in der Heide schon in- und auswendig… :)

Shop-Empfehlungen

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  1. Auf so einen Artikel habe ich gewartet. Ernsthaft. Tolle Übersicht für jemanden, der noch keinen Schuh dieser Marke hat. Was meinst du, mit welchem Schuh soll ich beginnen? Der Trail Soft Ground wäre zumindest optisch schon mal voll mein Geschmack, allerdings hätte ich auch gerne einen, den ich im Alltag anziehen kann.

    Wie fallen die denn von der Größe aus. Was hast du in NewBalance? Ich hab da 44,5. Was wäre das dann in Vivobarefoot?

    1. Hi Martin, das Gleiche könntest Du doch so langsam für die Altras machen, oder? ;) Bei den Größen liege ich knapp unter meinem normalen Standard. Trage bei fast allen Herstellern US 12.5, was ungefähr EU 47 entspricht. In den Vivobarefoots komme ich mit EU 46, also US 12 sehr gut hin und habe wirklich reichlich Platz vor dem dicken Zeh. Vermutlich würde bei Dir dann eine 44 reichen. Die geben im Shop auf der Website auch die Schuhinnenlänge in cm an, was als Orientierung sicher auch ganz hilfreich ist. Und was die Modellauswahl angeht, wirst Du wohl zwei kaufen müssen. ;)

        1. Nicht direkt. Die Sohle entspricht dem Primus Road, allerdings gibt es eine zusätzliche Einlegesohle. Man kann also etwas regulieren wie viel „barfuss“ man haben möchte. Das Obermaterial scheint so wie beim Motus zu sein. Da gibt es auch nix zu meckern. Wenn der Schuh für Dich auch noch alltagstauglich ist, hättest Du ja Deinen Kandidaten. ;)

  2. Hi, ich bin ebenfalls Besitzer einer größeren Laufschuhsammlung von Vivobarefoot – darunter Primus Road, Primus Trail (Vorläufer der oben genannten beiden Trailschuhe) und Stealth 1 und 2. Habe im normalen Leben Schuhgröße 44 (Laufschuhe 45). Road und Stealth passen perfekt in 44, mit viel Platz für die Zehen in der Breite. Das für Laufschuhe obligatorische „1 Nummer größer“ kann und sollte man sich hier sparen.

    Bin übrigens die Road schon in einem 10k-Wettkampf gelaufen – perfekt. Kein unnötiger Energieverlust, sauberer Mittelfußaufsatz – nur halt etwas ermüdetere Fußmuskulatur. Der Stealth läuft sich durch die Einlegesohle etwas komfortabler, den habe ich schonmal auf Strecken bis 20k an. Alles darüber bin ich früher mit normalen Laufschuhen, jetzt mit Lunas gelaufen. Laufen ist theoretisch mit allen Vivos möglich, durch den notwendigen Mittelfußaufsatz und die identische Sohle. Aber ob ich das dem Obermaterial zumuten muss …

    Der Stealth ist für mich der Alltagsschuh, mit dem man immer auch mal 15k laufen kann. Hab Stealth in Schwarz bereits zu Auftritten mit dem Orchester angehabt und 2 Tage später zum Laufen :)

    Letzter Punkt: Meine Primus Trails musste ich eine Nummer größer in 45 kaufen (warum auch immer). Jedenfalls passen sie so perfekt und haben mich gut durch den Laufwinter gebracht. Der erste geplante WK-Einsatz zu einem Halbmarathon im März ist leider wegen Krankheit gescheitert.

    1. Hi Jochen, vielen Dank für Dein ausführliches Feedback! Ich trage in den Vivos sogar noch eine halbe Nummer größer als in normalen Laufschuhen – also deutlich größer als meine Alltagsschuhe. Das ist sicher nicht notwendig, aber ich finde das größere Platzangebot für die Zehen sehr angenehm.

      Mittlerweile würde ich mir einen 10k-Wettkampf auch in Vivos zutrauen, sehe aber den Vorteil darin nicht. Wie Du richtig sagst ist es für die Muskulatur (und Sehnen) anstrengender. Daher benutze ich die Minimalschuhe nur im Training, um die Vorteile daraus im Wettkampf auch in normalen Laufschuhen nutzen zu können.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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