Puma Deviate Nitro Elite 4 im Test: der Rennschuh, auf den ich gewartet habe

Jahrelang war ich dem Deviate Nitro treu – vom ersten bis zum dritten Modell. Ein Schuh, der nie als reiner Wettkampfschuh positioniert wurde, sich für mich aber immer ein bisschen wie einer angefühlt hat. Den Elite? Den habe ich bisher links liegen lassen. Bis jetzt…

Anzeige: Der Hersteller hat mir das Produkt für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.


Die Eckdaten

Preis249,95 €
Gewicht170 g (Gr. 42)
Sprengung8 mm
Standhöhe40 mm / 32 mm
PronationNeutral
PositionierungWettkampf
DämpfungMaximal
ObermaterialULTRAWEAVE
MittelsohleNITROFOAM™ ELITE
PlattePWRPLATE (Carbon)
LaufsohlePUMAGRIP

Erster Eindruck

Wer den Deviate Nitro 3 kennt, weißt, was ein solider Puma-Laufschuh ist. Aber das Gefühl beim Auspacken des Elite ist irgendwie anders, denn man hat kaum etwas in der Hand…

Die Waage bestätigt: 389 Gramm für beide Schuhe in meiner Größe sind fast nichts. Fliegengewicht! Zum Vergleich: Der Deviate Nitro 3 bringt rund 662 Gramm auf die Waage – der Elite 4 wiegt also in etwa halb so viel.

Das ULTRAWEAVE-Obermaterial ist dünn, eng anliegend und trotzdem angenehm – kein Material, das quetscht oder einengt, sondern eines, das den Fuß einfach hält.

Die PWRPLATE-Carbonfaserplatte steckt wie gewohnt in der Mittelsohle, diesmal gebettet in den überarbeiteten NITROFOAM ELITE, der laut Puma eine Energierückgewinnung von 93 % erreichen soll – und 12 % leichter als beim Vorgänger ist.

Erfahrungen beim Laufen

Vom ersten Schritt an ist klar: Das hier ist ein anderes Tier als der Deviate Nitro 3. Nicht schlechter, nicht besser in jedem Bereich – aber ein klar anderes Konzept. Wo der Nitro 3 ein gezähmter Schnellläufer war, ist der Elite 4 ein echter Rennschuh, der sich auch als solcher anfühlt.

Der Sitz ist perfekt. Der Fuß liegt drin, als wäre der Schuh für ihn gemacht. Das Laufgefühl bei höherem Tempo ist schlicht: Spaß. Reiner, unverdünnter Laufspaß. Die Kombination aus minimalem Gewicht, direktem Energierückgabe-Gefühl und dem spürbaren Vortrieb durch die Carbonfaserplatte macht das schnelle Laufen zu einer echten Freude.

Bei niedrigem Tempo bleibt der Schuh durchaus laufbar – aber er entfaltet seinen Charakter erst, wenn es flott wird. Das ist bei einem echten Wettkampfschuh kein Makel, sondern Konzept.

Deviate Nitro 3 vs. Deviate Nitro Elite 4

Wer bisher den Deviate Nitro 3 als seinen schnellen Allrounder geliebt hat, sollte wissen, worin sich die beiden unterscheiden:

Der Nitro 3 ist ein Tausendsassa: läuft sich bei 6:30/km genauso gut wie bei 4:00/km, macht auch auf langen Einheiten eine gute Figur und ist mit rund 170 Euro deutlich günstiger. Sein größtes Manko: das Gewicht, das ihn für Wettkämpfe nicht zur ersten Wahl macht.

Der Elite 4 ist kein Schuh für jeden Tag. Er ist ein Rennschuh – mit allem, was das bedeutet: extrem leicht, direktes Gefühl, klare Ausrichtung auf Geschwindigkeit. Der Preis von 249,95 € ist dem entsprechend.

Für wen eignet sich der Deviate Nitro Elite 4?

Sehr gut geeignet:

  • Ambitionierte Läufer, die einen dedizierten Wettkampfschuh für 5 km und 10 km suchen (je nach Körpergewicht und Level auch bis Marathon)
  • Läufer, die beim Tempolauf und bei Intervallen ein leichtes, direktes Schuhgefühl bevorzugen
  • Alle, die die Nitro-Reihe kennen und den nächsten Schritt nach oben machen wollen

Weniger geeignet:

  • Läufer, die einen Allrounder für alle Trainingsarten suchen (→ dafür ist der Deviate Nitro 3 die bessere Wahl)
  • Wer längere Distanzen wie Halbmarathon oder Marathon plant und mehr Komfortpuffer braucht

Meine Meinung

Puma Deviate Nitro Elite 4 im Test: der Rennschuh, auf den ich gewartet habe
Der macht Spaß!!!
Nach Jahren mit dem Deviate Nitro war ich gespannt, was der Elite-Zweig zu bieten hat. Die Antwort ist eindeutig: deutlich mehr Speed, deutlich weniger Gewicht – und ein Laufgefühl, das bei höherem Tempo einfach Freude macht. Für meine nächsten 5 km ist er gesetzt. Und ich bin gespannt, wie er sich über 10 km schlägt.
Qualität
Funktion
Begeisterung
Preis / Leistung
5
Bewertung
Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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