Saucony Kinvara 8
Saucony Kinvara 8

Saucony Kinvara 8

Auf den neuen Kinvara war ich sehr gespannt. Es ist jetzt bereits die dritte Version des Schuhs, die ich laufe – und ehrlich gesagt kann ich mir ein (Lauf-)Leben ohne den Kinvara nicht mehr vorstellen. :)

Produkttest

Saucony Kinvara 8

Herstellerlink
Saucony Kinvara 8
Preis
ab ca. 90 Euro
Aktiv getestet
8 Wochen
Anzeige: Saucony hat mir den Laufschuh für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen im Training wieder.

Erster Eindruck

Saucony Kinvara 8
Saucony Kinvara 8

Auf den ersten Blick scheint sich nicht viel getan zu haben. Der Farbverlauf von schwarz zu grün kommt mir sehr bekannt vor. ;) Aber am Obermaterial hat Saucony offensichtlich gefeilt.

Obermaterial
Obermaterial

Die weiterhin sehr dünne Aussenhaut besteht aus mehreren Lagen: zwei äußere Gewebelagen und dann wohl der innere „Socken“. Die FlexFilm-Applikationen werden weiterhin sparsam nur an den notwendigen Stellen eingesetzt.

Schnürung
Schnürung

An der Schnürung und dem Pro-Lock-System sehe ich keine Updates. Das ist für mich ein gutes Zeichen, denn mit dem Halt des Fußes im Schuh war ich auch bei den Vorgängermodellen immer sehr zufrieden.

Saucony Kinvara 8 in black/citron
Saucony Kinvara 8 in black/citron
EVA-Laufsohle
EVA-Laufsohle

Auch die Laufsohle bringt wenig Überraschungen mit: die bewährte Kombination aus EVA und „Carbon-Gummi“-Elementen kommt mir nahezu unverändert vor. Auch hier hatte ich nie etwas auszusetzen, so dass ich auch vom Kinvara 8 eine gute Haltbarkeit erwarte.

Seitenansichten
Seitenansichten
Everun-Zwischensohle
Everun-Zwischensohle

Spannender wird es schon, wenn man sich den Schuh von der Seite ansieht. Die Everun-Aufschrift gibt es auch schon beim Kinvara 7. Doch beim Kinvara 8 geht die Everun-Mittelsohle nun über die komplette Länge des Schuhs. Saucony verspricht mit dieser Technik ein großes Rückstellmoment: die Aufprallkräfte sollen so für den Vortrieb besser genutzt werden können. Und das ohne Verlust der Dämpfungseigenschaften bei steigenden Temperaturen wie sie bei langen Läufen automatisch im Schuh entstehen.

Fersenbereich
Fersenbereich

Kurz noch ein Blick auf die Ferse: da hat sich zwar gestalterisch etwas verändert, aber ansonsten setzt Saucony auch hier beim Kinvara 8 auf die bewährte Ausführung. Auf der Waage enthüllt sich, dass die Bemühungen beim Obermaterial Gewicht zu sparen durch die Everun-Sohle wohl wieder zunichte gemacht wurden.

Puh... knapp 30 Gramm schwerer als der Vorgänger
Puh… knapp 30 Gramm schwerer als der Vorgänger

Mit 531 Gramm in meiner Größe (US 12.5) ist der Kinvara 8 gut fünf Prozent schwerer als sein Vorgänger und sogar noch etwas schwerer als das 6er Modell. Damit ist er immer noch ein Leichtgewicht.

Erfahrungen beim Laufen

Bereits nach dem ersten Lauf war mir klar: der Kinvara 8 ist das bisher beste Modell der Reihe – für mich. Die Kinvara-Modelle sind aus meinem Training nicht weg zu denken. Im Zweifelsfall greife ich für alles (!) zum Kinvara und es ist immer eine gute Wahl. Allerdings musste ich feststellen, dass ich immer wieder den Kinvara 6 dem Kinvara 7 vorgezogen habe. Der Unterschied ist sicher nur sehr minimal, aber irgendwie fühlt sich mein Fuß im 6er ein wenig wohler.

Mit dem Kinvara 8 bringt Saucony jetzt alles in einem Schuh zusammen: es gibt die wirklich sehr bequeme Everun-Dämpfung und das geniale Laufgefühl des Kinvara 6. Daher war schon der zweite Lauf mit dem Schuh direkt ein Halbmarathon-Wettkampf mit Bestzeit.

Kinvara 8 beim Venloop
Kinvara 8 beim Venloop

Und auch eine Woche später beim Halbmarathon in Berlin war er mein Schuh der Wahl. Mit gefällt einfach das geringe Gewicht eines (fast) Wettkampfschuhs, gepaart mit dem Laufgefühl eines komfortablen Trainingsschuhs.

Letzte Vorbereitungen beim Berlin Halbmarathon
Letzte Vorbereitungen beim Berlin Halbmarathon

Meine Meinung

Muss man haben!
Der Saucony Kinvara 8 ist mein Lieblingsschuh. Es gibt nur wenige andere Modelle, die an ihn ran kommen. Egal ob langsame 25 oder ganz schnelle 5 Kilometer: der Kinvara ist immer eine gute Wahl. Fast noch ein Wettkampfschuh – aber mit Komfort.
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  1. Deine Begeisterung schwappt ein wenig über und ich habe den Schuh auf meine „Beobachtungsliste“ gepackt ;-)
    Preis/Leistung scheint auf jeden Fall mehr als ok, wenn man bedenkt, dass die meisten Treter kaum noch unter 130-150€ aufwärts UVP zu bekommen sind …

    1. Hi Tobias, Du bist noch nie den Kinvara gelaufen?! Dann wird es aber Zeit. Ich kenne eigentlich niemanden, der mit dem Schuh nicht gut zurecht kommt.

  2. Danke für den ausführlichen Bericht. Wenn ich wieder laufen kann, wird das bestimmt auch einer meiner nächsten. Den Kinvara 7 habe ich auch und bin äußerst zufrieden damit. Außerdem finde ich die Modelle von Saucony eh die besten.

  3. Ich bin effektiv noch nie einen Kinvara gelaufen ;-) dabei suche ich aktuell noch nach einer Alternative zu meinem Hoka Clayton als Leichtgewicht … vielleicht wäre das ja was!?

  4. Wie ist der Kinvara 8 im Größenvergleich zum Kinvara 7? Gleiche Größe? Im Moment scheint Saucony nämlich die Größen zu ändern. Sowohl den Freedom ISO, als auch den Type A8 musste ich eine halbe Nummer größer nehmen und selbst da war der A8 leider zu schmal :-( Also wird es der Kinvara 8 :-)

    1. Hi Andreas, ich habe in allen Saucony-Modellen dieselbe Schuhgröße. Allerdings war mir der Kinvara „Köln“ trotzdem ein wenig zu klein. Und auch bei einem der Reflex-Modelle hatte ich das Gefühl, dass da irgendwas nicht stimmt… Das war in beiden Fällen eher minimal und hat nicht dazu geführt, dass ich meine Saucony-Größe in Frage stellen würde. Wenn Du aber schon in zwei Schuhen eine halbe Nummer größer gewählt hast, würde ich im Zweifelsfall dabei bleiben.

  5. Hi,
    verfolge deinen Blog mit Interesse, finde das machst du sehr gut.
    Ich laufe aktuell nur einen Schuh, den Ride 8 der mir unglaublich gut passt. Suche für schnellere Läufe (Intervall) einen anderen Schuh, da mit der Ride 8 super passt würde ich wieder einen Saucony nehmen, ist aber kein absolutes Muss.
    Würdest du mir diesen empfehlen oder doch einen anderen?
    Laufe aktuell (seit 3 Wochen regelmäßig) 4 Läufe pro Woche, sehr kurz (40 min), Intervalle und auch etwas längere Distanzen (bis 90 min). Alles darüber kommt aber nicht in Frage.
    Lg aus Österreich

    1. Hi David, vielen Dank für Dein Lob! Freut mich sehr.

      Bei vier Läufen in der Woche solltest Du eigentlich drei bis vier Paar Schuhe laufen – möglichst verschiedene Modelle und Hersteller. Dazu würde ein Kinvara schon passen. Als zweiten Schuh überhaupt würde ich aber doch eher zu einer anderen Marke greifen. Vielleicht zum Zante v3? Hauptsache Du fühlst Dich in dem Schuh auf Anhieb pudelwohl.

      1. Danke für deine Antwort. Du hast recht, ich brauche vermutlich mehrere Paare, wobei ich im Spätfrühling und Sommer üblicherweise nicht laufe, bin da fast nur am Rad (Rennrad und Mtb), aber mal schauen :)
        Der Zante V3 liest sich sehr interessant, werde ihn mal probieren, danke für deinen Tipp :)

  6. Hallo Thomas

    vielen dank für Deinen sehr detaillierten Bericht. Woraufhin ich ihn mir gekauft habe. Jedoch hadere ich ihn zu nutzen. Ich habe einmal einen „Ausflug“ vom Kayano gemacht und bin den Addidas Supernova Sequence Boost 8gelaufen. Das habe ich mit einem ausgesprochen Schmerzhaften Fersendorn quittiert bekommen und musste 7Monate pausieren. Ich bin heute noch nicht mal in der Nähe meiner einstigen Frequenz und Fitness, jedoch mit ständigen Einlegesohlen unterwegs. (Das erklärt vielleicht meine Skepsis) Kannst du mir einen Rat geben, wie ich die Umstellung angehen sollte, für den Fall das der Mut der Skepsis obsiegt?
    LG Björn

    1. Hallo Björn, ich fürchte da kann ich Dir nicht weiterhelfen. Ich bin weder Arzt noch hätte ich selbst mal mit einem Fersensporn zu tun gehabt. Aber nach einer so langen Pause kann ich Deine Skepsis natürlich voll nachvollziehen. Innerlich hast Du Dich wahrscheinlich schon entschlossen es zu probieren, oder? Sonst hättest Du den Kinvara wahrscheinlich nicht gekauft… ;)

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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