Ich hatte sehr lange keinen so reinrassigen Wettkampfschuh am Fuß und stelle fest, dass ich das sehr vermisst habe.
Anzeige: Der Hersteller hat mir das Produkt für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.
Inhalt / Content
Adidas Adizero Adios 9
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Erster Eindruck

Das Design des Adios 9 ist sehr vertraut, weil man es natürlich vom Adios Pro kennt, der ja häufig auf den Podien von großen Rennen zu sehen ist. Der Adios 9 ist auch ein schneller Schuh, aber ganz anders angelegt.

Wie man im Profil schon erkennen kann, steht man hier nicht auf einem riesigen Dämpungspaket, sondern auf nur 20 bzw. 27 Millimetern Lightstrike PRO. Auch wenn es darin wohl ein kleines versteifendes Element gibt, ist das also ein ziemlich ehrlicher Aufbau.

Genau so minimal stellt sich die Laufsohle dar: bei der geringen Profilierung kann man sich gut vorstellen, dass der Adizero Adios 9 eher für trockene Alphaltrennen gedacht ist. Adidas traut ihm dabei Wettkampflängen bis zum Halbmarathon zu.

Auch beim Obermaterial bleibt es minimal. Natürlich gibt es ein luftiges Mesh, das für ein gutes Fußklima sorgen soll. Eine Polsterung ist vorhanden, aber auch dort wurde nicht mehr Material verbaut, als unbedingt notwendig. Es ist halt ein reinrassiger Wettkampfschuh.

Die Reduktion auf das Wesentliche zahlt sich beim Wiegen aus: beide Schuhe kommen in meiner Größe nur auf 416 Gramm – das ist Fliegengewicht! So einen leichten Schuh hatte ich schon sehr lange nicht mehr am Fuß.
Erfahrungen beim Laufen

Mein erster Einduck bei der Anprobe: das sind ganz schön bequeme Schläppchen. Sitzen wie ein Socken am Fuß und man hat einen sehr guten Kontakt zum Boden. Ich kenne keinen anderen Schuh, der sich so direkt anfühlt.

Kein Wunder also, dass alle Trainingseinheiten mit dem Adios 9 schneller werden als geplant. Mir haben schon die ersten Kilometer ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert, denn es macht einfach Spaß mit so einem direkten, minimalen Schuh zu laufen.

Und so war direkt der zweite Lauf ein 10-km-Wettkampf, bei dem sich der Adios 9 wirklich großartig geschlagen hat. Klar, man merkt deutlich, dass der Fuß wieder mehr selbst arbeiten muss. Aber ich habe weder Unterstützung noch Bounce vermisst. Allerdings ist für mich bei meinem Gewicht auch klar, dass 10 Kilometer sicher lang genug sind und der Schuh auf kürzeren Distanzen für mich besser geeignet wäre.
Spaßfaktoren / Eignung
Nicht jeder Schuh eignet sich für jede Art von Training oder Wettkampf. Das ist (neben dem Schuh an sich) abhängig von Lauferfahrung, Leistungsstand, Gewicht und persönlichen Vorlieben. Meinen Spaß mit dem Schuh würde ich für folgende Kategorien so einschätzen:
Meine Meinung

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Autor und Betreiber von Harlerunner.de. Läufer seit mehr als zehn Jahren, über 100 Wettkämpfe von 5 km bis Halbmarathon im Gepäck, bisher mehr als 500 Produkte getestet. Kein Labortest — alles kommt aus dem echten Training in und um Coesfeld. Was du hier liest, hat er selbst an den Füßen, am Körper, am Handgelenk oder im Ohr gehabt.
Author and owner of Harlerunner.de. A runner for over ten years, with more than 100 races under his belt – ranging from 5 km to half-marathons – and having tested over 500 products to date. No lab tests – everything is based on real-world training in and around Coesfeld. Everything you read here is something he has personally worn on his feet, on his body, on his wrist or in his ear.

