Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Saucony Ride 10

Mit dem neuen Ride bietet Saucony bereits die zehnte Version des Allrounders an. Zu diesem Jubiläum ist ihnen meiner Meinung nach ein großer Wurf gelungen.

Produkttest

Saucony Ride 10

Herstellerlink
Saucony Ride 10
Preis
ab ca. 100 Euro
Aktiv getestet
10 Wochen
Anzeige: Saucony hat mir den Laufschuh für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Erster Eindruck

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

In der Saucony-Produktlinie steht der Ride für den neutralen Allrounder. Ein Schuh, der im Zweifelsfall sowohl für die schnelle Tempoeinheit im Training wie auch für den ersten Marathon funktioniert, landet zwangsläufig im Mittlmaß: er darf nicht zu schwer sein, aber auch nicht zu leicht, muss eine gute Dämpfung haben, aber eben auch nicht zu viel, soll spritzig genug für kurze Strecken und komfortabel genug für lange Strecken sein.

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Diese Bandbreite an Anforderungen an die Ride-Modelle ist ja nicht neu und so entwickelt sich jedes Modell ein Stückchen weiter. Everun als Topsole hatte ja schon beim Vorgängermodell Einzug gehalten, daher sind die Innovationen eher „äußerlich“.

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Die Aussensohle sieht zwar sehr vertraut aus, ist aber nochmal überarbeitet worden. Gerade im Bereich der Ferse sind Veränderungen in der Form der Pads zu sehen.

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Deutlich auffälliger sind die Veränderungen im Obermaterial. Daran gab es bisher zwar auch nie etwas zu bemängeln, aber das Bessere ist ja bekanntlich des Guten Feind. ;)

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Das „Engineered Mesh“-Obermaterial (wie Saucony es nennt) findet man im Vorfußbereich und von dort bis in den Mittelfuß hinein. Es soll sich gut an den Fuß anschmiegen und dadurch die Passform optimieren.

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Im Bereich des Mittelfußes findet dann ein Materialwechsel statt. Der Fersenbereich wird von einer neuen gewobenen Haut gehalten. Überhaupt hat sich dort Einiges getan, wenn man sich z.B. die Ausformung der Fersenkappe mal ansieht.

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Die üppige, softe Ausstattung des Innenschuhs ist dagegen wieder wohl bekannt und zeigt den Komfortanspruch des Ride 10.

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Erfreulicherweise schlagen die Updates des Schuhs beim Gewicht kaum zu Buche. Meine Waage zeigt sogar ein paar Gramm weniger als beim Vorgänger an. Damit liegt der Saucony Ride 10 weiterhin sehr gut platziert in der Gewichtsklasse der mittelschweren Schuhe.

Saucony Ride 10
Saucony Ride 10

Saucony bietet viele Modelle auch als „Life on the Run“-Version an, die durch die zurückhaltende Farbgebung auch gut im Alltag getragen werden können.

Ganz neu ist auch die Endless Summer Kollektion mit frischen Farben als weitere gestalterische Alternative.

Erfahrungen beim Laufen

Für mich ist der Ride 10 alles andere als Mittelmaß: er hat mich vom ersten Lauf an positiv überrascht. Nachdem ich bereits zwei Vorgängermodelle gelaufen bin, hatte ich eine ähnliche Charakteristik beim Laufen erwartet. Also eher „VW Passat“. ;) Der Eindruck, der sich in den weiteren Läufen noch verfestigte, ist aber eher „VW Golf GTI“ – oder sagen wir mal „Golf GTD“. ;)

Die gesamte Passform des Ride 10 (und damit das Gefühl am Fuß) entspricht jetzt deutlich mehr dem Kinvara 9. Das macht den Schuh für mich im besten Sinne noch unauffälliger, denn ich nehme ihn beim Laufen kaum wahr. Ein großes Lob!

Natürlich macht sich das höhere Gewicht bei schnellen Einheiten schon bemerkbar. Wäre ja auch ein Wunder wenn nicht. ;) Trotzdem fühlt sich der Ride 10 auch dann noch deutlich agiler an als der Ride 9. Eben mehr wie ein Kinvara.

Beim anderen Extrem, den langen Läufen, fällt das Bild noch positiver aus. Denn man spürt deutlich, dass der Saucony Ride 10 doch „ein wenig mehr Schuh“ ist, der dem Fuß bei längeren Belastungen mehr Support geben kann.

Meine Meinung

Kaufen!
Der Saucony Ride 10 ist in meinen Augen der bisher beste Ride. Das mache ich vor allem am Laufgefühl fest, das dem Kinvara sehr nahe kommt. Beide Modelle zusammen sind mein Dream-Team für jede erdenkliche Herausforderung auf befestigten Wegen.
[divider]Weitere Meinungen und Reviews[/divider] Running Culture

Die 10. Auflage des Saucony Ride ist ein richtig starker Allrounder geworden. Für lange Distanzen gibt er genügend Komfort, aber auch bei flotten Läufen geht dem Laufschuh nicht die Puste aus

Solereview [83/100]

The Ride 10 is a simple yet versatile shoe. An EVA foam midsole and Everun Topsole provides a straightforward cushioning experience suitable for a variety of runs, and the new upper increases forefoot room by using more mesh and less synthetic.

Shop-Empfehlungen

Wenn Du auf der Suche nach einem passenden Shop bist, kann ich Dir aus eigener Erfahrung folgende Anbieter empfehlen:

Produkte von Amazon.de

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  1. Vielen Dank für den interessanten und ausführlichen Bericht über den Saucony Ride 10. Als großer Fan dieser Marke besitze ich schon länger den GUIDE9, der mir allerdings inzwischen etwas zu schwer (550g) ist und zu viel Dämpfung hat.
    Dafür laufe ich z.Z. nur noch den Kinvara7 (434g) und den neuen Fastwitch8 in schwarz (360g). Diese beiden spürt man kaum am Fuß und sind superleicht.

    Ich bin aber immer noch in der Findungsphase. Ein weiterer Schuh muss zwar her, aber welcher ist noch die Frage. Nach deiner Aussage, könnte der Ride 10 infrage kommen. Allerdings scheint er ja noch schwerer zu sein als mein Guide9. Deshalb werde ich ihn mir mal im Shop direkt anziehen und bei Runners Point testen.

    1. Hi Robert, eigentlich sollte der Ride leichter als der Guide sein, denn der Guide ist ein gestützter Schuh. Brauchst Du denn diese Stütze? Der Kinvara hat ja auch keine, während der Fastwich zumindest eine leichte hat. Ich komme auch sehr gut mit dem Type A zurecht, der mein 10-km-Wettkampfschuh ist. Und dann gibt es ja noch den Freedom ISO… Auswahl ist also mehr als genug. ;)

      1. Nein, brauche die Stütze nicht, deshalb laufe ich den Guide9 so gut wie nicht mehr. Dann scheint mir der Typ A noch besser. Ja, ich muss mal wieder zum Runners Point. Der ist nicht weit von mir.

  2. Da mein Ride 8 noch seinen Dienst tut, sollte dieser wohl vorläufig auch reichen … aber gut zu wissen, dass die Nachfolger offensichtlich auch ziemlich gute Allrounder sind, denn genau so nutze ich auch den 8er schon und bin sehr zufrieden damit ;-) zudem auch preislich regelrecht angenehm :-) Preis/Leistung scheint absolut zu stimmen!

  3. Vielen Dank für den ausführlichen Test. :) Ich laufe vor allem den Kinvara (in jeder Version seit 5), weswegen das Fazit dass er im Laufverhalten ähnlich dem Kinvara ist, den Ride für mich sehr interessant macht. Eigentlich auf der Suche nach einem wasserdichten Schuh für die kalte Jahreszeit. Angeblich gibt es den Ride 10 in einer GTX Version, allerdings kann ich den im deutschsprachigen Raum (Online-Shops und Stores in Österreich) aktuell nicht kriegen. Weißt du etwas über die GTX Version? Ob/Wann diese auch bei uns verfügbar sein wird und ob das Laufverhalten ähnlich dem „normalen“ Ride 10 sein wird?
    Vielen Dank und LG
    Simon

    1. Hi Simon, danke für Dein Feedback. :) Leider habe ich zum Ride 10 GTX auch nicht mehr Informationen. Anscheinend ist das Modell in den USA schon erschienen, in Europa aber noch nicht. Ich selbst habe noch nie eine GTX-Version getragen, daher kann ich nicht einschätzen, ob das Laufverhalten spürbar anders sein könnte. Ich hätte die Vermutung, dass das Obermaterial durch die zusätzliche Membran etwas steifer ist. Mir reicht es, in der nassen Saison auf spezielle Socken auszuweichen, die wasserabweisend sind (Mountainbike-Socken).

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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