Saucony Ride 8
Saucony Ride 8

Saucony Ride 8 im Test

Der Saucony Ride scheint ein Schuh zu sein, den man kennen sollte. Ich kannte ich nicht und habe ihn mir daher ganz unvoreingenommen ansehen können.

Produkttest

Saucony Ride 8

Herstellerlink
Saucony Ride 8
Preis
ab ca. 75 Euro
Aktiv getestet
ca. 63 km
Anzeige: Saucony hat mir den Ride 8 für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen im Training wieder. Was sich für mich als nützlich erweist, ist hoffentlich auch für andere Freizeitläufer interessant.

Erster Eindruck

Saucony Ride 8
Saucony Ride 8
Saucony Ride 8
Saucony Ride 8

Der Saucony Ride 8 sieht im ersten Moment sehr bekannt aus. Fast wie ein Kinvara in einer leicht geänderten Farbvariante. Aber schon beim zweiten Blick sind deutliche Unterschiede zu erkennen. Das beginnt ganz klar bei dem Gewicht: der Ride 8 fühlt sich schon beim Auspacken schwerer an.

Saucony Ride 8 - Gewicht 682 Gramm
Saucony Ride 8 – Gewicht 682 Gramm

Mit 682 Gramm (in meiner Schuhgröße) ist er ungefähr 150 Gramm schwerer als der Kinvara – und reiht sich damit in meinem Schuhregal bei den Schwergewichten ein. Dabei ist der Ride gar kein Stabilschuh, der sein Gewicht den notwendigen Stützelementen verdanken würde. Als Neutralschuh kommt er eigentlich mit weniger Material aus. Eigentlich…

Saucony Ride 8
Saucony Ride 8

Saucony hat hier anscheinend aus dem Vollen geschöpft. Gibt es beim Kinvara nur eine dünne Schicht des Flexfilm getauften Aussenmaterials, kommen beim Ride auch deutlich massivere Applikationen zum Einsatz. Und nicht nur als Deko, wie der Zehenschutz vermuten läßt.

Saucony Ride 8
Saucony Ride 8

Auch an der Ferse und bei der Schnürung gibt es diese stabilen Aufnäher. Zusätzlich sieht man auf dem Bild oben wie gut es Saucony mit der Innenpolsterung beim Ride 8 gemeint hat. Sowohl die Zunge als auch die Ferse sehen schon vor der Anprobe sehr weich und bequem aus.

Saucony Ride 8
Saucony Ride 8

Einen Teil des Gewichts machen sicher auch die ganzen Elemente der Laufsohle aus. Gab es beim Kinvara nur die nötigsten Pads, geht der Ride 8 auf Nummer sicher. Ihm eilt ja schließlich auch der Ruf voraus ein sehr langlebiger Schuh zu sein. Da sollte man bei der Sohle nicht sparen.

Saucony Ride 8
Saucony Ride 8

Auch in der Seitenansicht erkennt man, dass nicht nur bei der Laufsohle mehr Material eingesetzt wurde. Das auffällige SRC-Crashpad im Fersenbereich sorgt für zusätzliche Dämpfung und Komfort – und sicher auch für ein paar Gramm auf der Waage. Aber das ist ja auch ok: Komfort und Langlebigkeit kann gerne mit einem höheren Gewicht einher gehen, wenn sich der Schuh am Fuß trotzdem gut anfühlt.

Anprobe

Vor meinem ersten Lauf hatte ich nur wenige Momente mit dem Saucony Ride 8. Er war gerade noch vor einem Wochenendurlaub angekommen und musste natürlich mit. Als sich spontan ein Laufpartner fand, ging es ein paar Minuten später schon auf die Piste. Normalerweise laufe ich einen Schuh gerne ein wenig im Haus ein, um vor allem das richtige Maß bei der Schnürung heraus zu finden.

Derlei Vorbereitung gab es also beim Ride nicht. Auf dem Weg von der Ferienwohnung zum Treffpunkt kurz die Schnürung korrigiert und los ging es…

Erfahrungen beim Laufen

Saucony Ride 8
Saucony Ride 8

Der erste Lauf war direkt eine kleine Bewährungsprobe: 15 Kilometer in einem brandneuen Schuh. Das wage ich mich nicht allzu oft. Aber nach den Erfahrungen mit dem Kinvara machte ich mir keine großen Sorgen. Ein leichtes Ziehen unter dem Fuß, das sich auf den ersten Kilometern bemerkbar machte, war durch eine erneute Anpassung der Schnürung schnell abgestellt – und kam auch nicht wieder. Anscheinend tendiere ich dazu, einen Schuh erstmal zu stramm zu schnüren. Daher ja auch die Tragephase im Haus. ;)

Auf den weiteren Testkilometer machte der Ride 8 alles andere als einen schwerfälligen Eindruck. Das höhere Gewicht fiel auch nach dem Wechsel von einem sehr leichten Schuh nicht weiter auf. Mir gefiel vor allem das gute Gefühl im Vorfußbereich. Da war so etwas wie direkter Bodenkontakt. Mein Fuß wusste einfach was zu tun ist – auch auf unebenen Wegen. Sehr angenehm.

Ansonsten war der Laufschuh im besten Sinne unauffällig. Einfach reinschlüpfen und los laufen. Ein Trainingsschuh für jeden Tag und nahezu jede Trainingseinheit. Intervalle oder schnelle Tempoläufe würde ich mit ihm nicht unbedingt machen, aber alles andere auf jeden Fall. Im Urlaub brauchte ich jedenfalls keinen zweiten Schuh mehr. ;)

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Meine Meinung

Für mich ist der Saucony Ride 8 ein guter Begleiter für den Trainingsalltag. Er bietet viel Komfort ohne dabei ein gutes Gefühl für den Laufuntergrund zu verhindern. Ich traue ihm die nachgesagte Langlebigkeit zu – aber das muss er erst noch unter Beweis stellen.
[/su_box] [divider]Weitere Meinungen und Reviews[/divider] Solereview [83/100]

Midsole a mite softer, and a slightly narrower forefoot upper than the 2014 model – that’s the Ride 8 for you.

RunningShoes Guru [9/10]

The Saucony Ride 8 is a durable trainer designed for the road and track while providing moderate cushioning.

The shoes are a tad heavier than some of the competitors, but that is easy to understand when you see how durable the shoes are. I would recommend these shoes to any neutral runner that wants a responsive and long lasting shoe.

Thomas Kessel [5/5]

The Saucony Ride 8 is an awesome shoe! The soft and cushioned ride with an extremely responsive feel and durable outsole, make this a clear winner in run shoes. While the Ride 7 was my preferred running shoe, the Ride 8 has happily taken its place.

Shop-Empfehlungen

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  1. Hört sich nach einem sehr interessanten Schuh an, auch wenn er mich vom Design noch nicht so richtig überzeugt. Vielleicht sieht er in „echt“ besser aus.

    Vom Gewicht scheint die Sache sich ähnlich zu verhalten, wie beim Adidas Ultraboost. Der müsste eigentlich auch weitaus weniger wiegen, wie er aussieht.

    1. Die Farbkombination ist schon die schönste der vier verfügbaren. Sicher kein spektakulärer Hingucker, aber das ist der VW Golf ja auch nicht. ;)

  2. Sehr ausführlicher Bericht. Der letzte Saucony den ich gelaufen bin war der Ride 6, der zwar eine sehr gute Dämpfung hat, aber etwas unflexibel/steif ist und auch der Grip lässt da sogar auf Asphalt sehr zu wünschen übrig. Nachdem mir das Mesh bzw. das Material unter dem dann nach wenigen Läufen gerissen ist, sodass man die Zehen oder die Strümpfe durch sah und Saucony mir den Schuh weder tauschen wollte noch irgendwie sonst entgegen kam, habe ich mich etwas von der Marke distanziert.
    Vielleicht wird es mal wieder Zeit etwas von Saucony zu testen.
    VG Patrick

    1. Hi Patrick, Auslöser für meinen ersten Saucony-Bericht war auch ein Materialproblem bei einem Mirage 4 – bereits beim ersten Lauf. Den hat mir der Verkäufer aber problemlos erstattet. Saucony hat mir darauf hin einen Kinvara 6 zum Testen gegeben, mit dem ich nur gute Erfahrungen gemacht habe. Genau wie mit dem Ride oder jetzt aktuell mit dem Triumph ISO. Ein zweiter Blick auf die Marke kann sich also lohnen. :)

  3. Hallo allerseits,
    ich laufe jetzt seit einigen Wochen den Ride 8 GTX, also die „Allwetter-Option“ und die ist von der eher fragwürdigen Optik abgesehen ein toller Schuh ;-))
    Der erste Testlauf waren moderate 11km in ebenfalls moderatem Tempo (knapp 6min/km – es war auch dezent stockduster ^^) und vor ein paar Tagen bereits habe ich mit knapp 20km in etwa 5:30 Schnitt einen Härtetest gemacht und ich bin sehr zufrieden mit dem Schuh!
    Keinerlei Druckstellen, keine Blasen danach, super Dämpfung – ich bin sehr zufrieden!
    Kleine Info am Rande; da ich mit 1,92m und fast 95kg ein großer und schwerer Läufer bin, fallen für mich 80% der Laufschuhe direkt aus, da mir die Dämpfung da nie reicht und ich sehr schnell Knieschmerzen bekomme … beim Ride 8 GTX bisher auf jeden Fall nicht.
    Molto Grüße aus Belgien!
    Tobias

    1. Hallo Tobias, Grüße zurück! Hast Du bei der Körpergröße denn auch große Füsse? Mit meiner Schuhgröße so um die EU 47.5 bekomme ich auch immer mal wieder Probleme… LG Thomas

  4. Hallo Thomas,
    ich habe dank Schuhgröße 45 keine Probleme, Schuhe zu finden … nur mein Rücken freut sich regelmäßig nicht so, wenn ich mich mal wieder etwas mehr bewegt habe (ich spiele recht ambitioniert Badminton und gehe dazu etwa 3mal pro Woche laufen).
    Das größte Problem bei den Laufschuhen macht für mich eigentlich immer „nur“ die Dämpfung … habe aber mit gut gedämpften Schuhen wie zB Brooks Glycerin 11-12 kaum Probleme – diese sind allerdings auch immer recht schwer und sogenannte Wettkampfschuhe oder andere „Lightweight“-Modelle fallen für mich immer direkt aus; leider.
    Aber gut, ich werde bei meiner Größe und dem daraus resultierenden Gewicht eh niemals wirklich schnell laufen können, daher genieße ich es einfach mit Schuhen wie dem Ride 8 GTX auf „Wolke 7“ zu laufen :-)))

    1. Wenn es bei Dir so auf die Dämpfung ankommt: hast Du denn schon mal einen HokaOneOne getragen? Der Clifton ist doch zum Beispiel auch relativ leicht…

  5. Nachdem ich eben ein wenig auf deinem Blogg gestöbert und dabei den Bericht zum HokaOneOne Clifton gelesen habe, könnte das effektiv nächstes Jahr das neue Paar Laufschuhe werden ;-)) danke für den Tipp!
    Aktuell laufe ich je nach Wetter im Wechsel den Saucony Ride 8 GTX, den Brooks Glycerin 12 und einen Mizuno Wave Ultima 6 … noch sollte das auch reichen, aber vielleicht werden die Brooks im Februar/März aussortiert, dann kommt dein Vorschlag vielleicht auf den Einkaufszettel!

  6. Nach gut 200km mit dem Saucony Ride 8 GTX bin ich weiterhin sehr zufrieden … keine speziellen Abnutzungserscheinungen, keinerlei Blasen gelaufen oder ähnliche Scherze – rundherum zufrieden!
    Allerdings würde ich diesen Schuh weder für kurze und vor allem schnelle Einheiten empfehlen; für meinen Geschmack ist er optimal für längere Läufe (bei mir so ab 12 aufwärts bis zum Halbmarathon getestet) und dabei hauptsächlich für Waldboden und nicht unbedingt reine Asphaltstrecken.
    Preis/Leistung finde ich auf jeden Fall absolut ok =)) wenn ich eine Gesamtwertung vergeben müsste, wäre das vermutlich irgendwo zwischen 8 und 9.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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