Lesezeit: ca. 8 min

Mir sind zwei Dinge aufgefallen: ich habe echt viele verschiedene Klamotten, um beim Laufen etwas transportieren zu können. Und: alle sind von Salomon. Zeit also für einen Übersichtsartikel und für einen Versuch, Martin (runomatic.de) vom Thron der Salomon-Fanboys zu stossen. ;-)

Hinweis: Salomon hat mir die Sense Pro Short für diesen Artikel auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Berichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder. Alle anderen Produkte habe ich selbst erworben.

Transportmöglichkeiten?! Ich brauch‘ nix…

Ja, ich weiss. Eigentlich will man beim Laufen garnichts dabei haben. Manchmal ist schon die Laufuhr zu viel und ein Brustgurt sowieso. Bei mir funktioniert das aber nur für ganz wenige Läufe. Selbst wenn ich die GoPro als „Bloggerausstattung“ mal abziehe, bleibt immer noch das Handy übrig, auf das ich oft nicht verzichten kann und will. Das betrifft dann Läufe bei Dunkelheit (im Winter 3 von 4 Läufen) oder in unbekannten Gegenden. Sicherheit geht vor. Ich habe es aber auch bei längeren oder richtig langen Läufen dabei, um Musik oder Podcasts zu hören. Bei wechselhaftem Wetter kommt dann gerne auch noch eine dünne Jacke hinzu, oder etwas Verpflegung. Ich gebe zu, der letzte Fall ist bei mir eher selten. Aber allein Handy und Jacke sind schon Grund genug, sich über den Transport Gedanken zu machen.

Bei Wettkämpfen ist das ähnlich: auch wenn es total stört, hätte ich mein Handy gerne am Körper. So kann ich mich z.B. bei einem großen Stadthalbmarathon mit meinen Begleitern besser absprechen (Treffpunkt im Ziel). Das trifft auch auf den Autoschlüssel zu. Dann will man bei den längeren Distanzen vielleicht doch ein Gel mitnehmen, oder zwei. An richtig heissen Tagen ist sogar zu überlegen, ob man nicht eigenes Wasser mit auf die Strecke nimmt.

Kurzum: es kann schon sehr praktisch oder sogar notwendig sein, den ein oder anderen Gegenstand beim Laufen mitführen zu können. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die „Standard-Tasche“ der meisten Laufhosen (oder manchmal auch Shirts) gerade mal groß genug für einen Schlüssel sind. Beim Handy geht es also schon los, dass man sich nach einer anderen Lösung umsehen muss. Hier also die von mir benutzten Transportmöglichkeiten, grob sortiert nach Volumen.

Salomon Pulse Belt


Ich gebe zu: ursprünglich war auch auch mit diesen Bauchtaschen unterwegs. Es gibt da eine von Decathlon in die meine Handy genau rein passt. Das war als Lösung schon ok, aber irgendwie ist es deutlich angenehmer, wenn das Handy ganz eng am Körper liegt und nicht herumhüpfen kann. Dafür ist der Pulse Belt genau richtig. In der Reißverschlusstasche vorne ist mehr als genug Platz für das Handy und hinten gibt es sogar noch eine offene Tasche, in die Handschuhe, eine kleine Softflask oder vielleicht sogar eine dünne Jacke passen (vom Volumen eher grenzwertig). Die beiden Schlaufen zur Unterbringung von Stöcken brauche ich eigentlich nicht, aber sie haben sich hin und wieder schon als nützlich erwiesen, um z.B. ein überflüssiges Kleidungsstück daran zu befestigen.

Salomon Agile 250 Belt Set


Der Agile Belt ist im Grunde so eine Bauchtasche, allerdings mit ein paar Kniffen. Zum Einen ist er sehr breit und lässt sich sehr gut in der Weite verstellen, so daß er fast so eng anliegt wie der Pulse Belt. Das Hauptfach mit Reißverschluss bietet viel Platz z.B. auch für eine große Softflask (wird sogar mitgeliefert). Hinten ist im Gürtel eine weitere, offene Tasche eingearbeitet. In die kann man Gegenstände seitlich reinschieben. Mein Handy findet so sicher Platz, aber mit etwas Mühe auch eine Jacke.

Salomon Sense Pro Short

Salomon Sense Pro Short

Salomon Sense Pro Short


Salomon Sense Pro Short


Die Gürtel sind natürlich super universell, weil man sie mit jeder beliebigen Hose tragen kann (lang, kurz, Tights, …). Wer es aber ganz minimal haben will und dabei vielleicht noch wettkampftauglich, der sollte sich die Sense Pro Short mal ansehen. Es gibt vorne und hinten jeweils einen elastischen „Känguru-Beutel“, der zwar nach oben offen ist, aber alle Gegenstände bisher sehr sicher transportiert hat. Schwere Sachen bringt man besser vorne unter, wo sie weniger (bzw. garnicht) hüpfen beim Laufen. Leichteres Gewicht findet hinten Platz. Und rechts und links gibt es ausserdem noch zwei kleine Taschen für Gels oder Schlüssel. Das ganze hält extrem gut und fühlt sich beim Laufen klasse an – obwohl die Hose nichtmal einen Tunnelzug hat und nur durch das elastische Material und die Passform am Körper gehalten wird!
Salomon Sense Pro Short

Salomon Sense Pro Short

Salomon Pulse 7 Short


Etwas mehr geht in die Taschen der Pulse 7 Short, die ich erst kürzlich vorgestellt habe. Die vier Netztaschen laufen hier komplett um die Hüfte herum und fassen somit schon so einiges an Volumen. Durch den Tunnelzug darf bei der Hose auch etas mehr Gewicht in den Taschen sein, ohne dass der Sitz dadurch beeinträchtigt würde. Ein Pluspunkt ist die wirklich grosse Reißverschlusstasche hinten, in die sogar ein modernes Smartphone gut passt.

Salomon S/LAB Modular Belt

Salomon S-LAB Tight, Short und Modular Belt

Salomon S-LAB Tight, Short und Modular Belt


Das gleiche Taschenkonzept wie bei der Pulse 7 Short gibt es bei Salomon ausserdem noch als komplett modulares System. Ehrlich gesagt hat sich mir das im Shop nicht sofort erschlossen, aber das Prinzip ist schnell erklärt: Innenslip (oder -tight), Hose und Gürtel lassen sich nach einem Baukastensystem nach den eigenen Anforderungen zusammenstellen. Für die erste Schicht hat man die Auswahl zwischen einer kurzen Boxer, einer Half-Tight und der Exo Half-Tight. Darüber trägt man eine (sehr dünne!) Hose, die entweder 4, 6 oder 9 Inch lang sein kann. Innen- und Aussenhose sind nicht miteinander verbunden. Das System komplett macht dann der Modular Belt, der mittels Druckknöpfen an der Innenhose befestigt wird. So verruscht er nicht, kann sich nicht zusammenstauchen und liegt optimal eng am Körper an. Wem die Aussenhose zu locker sitzt, kann deren Rand den den Belt zusätzlich fixieren. Insgesamt ein wirklich geniales System!

Salomon S/LAB Sense 2 Set

Salomon S/LAB Sense 2 Set

Salomon S/LAB Sense 2 Set


Sobald mehr Gewicht transportiert werden muss, kommen die oben genannten Lösungen schnell an ihre Grenzen. Sollen zum Beispiel zwei Softflask mit auf den Lauf, eignet sich eine Laufweste dafür deutlich besser. Hier sind die Flaschen in eigenen Taschen an der Brust verstaut, gut zugänglich und so sehr komfortabel zu transportieren. Zwei weitere flexible Taschen vorne und eine auf dem Rücken bringen weiteren Stauraum. Insgesamt kommt die Weste so auf 2 Liter Volumen. Praktisch sind auch die kleinen Taschen oberhalb der Trinkflaschen.

Salomon ADV Skin 5 Set

Salomon ADV Skin 5 Set

Salomon ADV Skin 5 Set


Salomons Laufwesten gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die ADV Skin 5 kommt zum Beispiel schon auf 5 Liter Volumen und hat die Möglichkeit eine Trinkblase unterzubringen – zusätzlich zu den zwei Softflasks vorne. Das Hauptfach auf dem Rücken bietet wirklich viel Platz, leicht zugänglich ist allerdings die darunter angeordnete Känguru-Tasche. Die beiden seitlichen Taschen finde ich nicht so gut erreichbar, aber darauf kann man ja bei der Organisation seines Gepäcks achten.

Praxiserfahrungen

Ich habe alle Produkte im regelmäßigen Einsatz, allerdings nicht alle gleichermassen. Zur Pulse 7 und Sense Pro Hose greife ich sehr häufig. Die Sense Pro habe ich mittlerweile sogar zwei Mal, weil sie so bequem sitzt und ausserdem die Taschen so praktisch sind. Erst wenn die in der Wäsche sind und ich mehr als nur Schlüssel und GoPro mitnehmen möchte, greife ich zum Pulse Belt. Am Seltensten kommen die Westen zum Einsatz. Selbst bei langen Läufen brauche ich normalerweise kein Wasser. Aber wenn sich das nicht vermeiden lässt, ist im Moment die Sense 2 mein Liebling.

Man sollte übrigens darauf achten, dass alle vorgestellten Systeme aus schweisstransportierendem Material bestehen. Was für den Komfort sehr wünschenswert ist, bekommt den meisten Handys allerdings nicht so gut… Ich habe mir angewöhnt mein Telefon in eine Plastiktüte zu stecken und so vor Feuchtigkeit zu schützen. Das ist nicht bei jedem Lauf notwendig, ist im Zweifelsfall aber sicher die bessere Lösung. Dafür kann ich die Noaks Bags sehr empfehlen, die nicht nur wirklich wasserdicht sind, sondern auch noch die Bedienung des Handys problemlis ermöglichen.

Shop-Empfehlungen

Wenn Du auf der Suche nach einem passenden Shop bist, kann ich Dir aus eigener Erfahrung folgende Anbieter empfehlen:

Durch die Nutzung dieser Affiliate-Links erhälst Du den gewohnt guten Preis und Service der Shops und unterstützt gleichzeitig meine Arbeit an HarleRunner. Mehr Informationen zu den Partnerprogrammen erhälst Du hier.