Person blowing an orange whistle and holding a sign at a rainy cheering point while runners pass by under colorful umbrellas

Rückblick: Was lief im Oktober 2026?

Nicht alles, was ich zu erzählen habe, wird zu einem eigenen Beitrag. Im Monatsrückblick sammle ich daher alle Themen, die ich trotzdem loswerden möchte.

Training

Der Oktober stand ganz im Zeichen des Wiedereinstiegs — und die Zahlen sehen deutlich freundlicher aus als im September: 12 Läufe mit insgesamt 86,9 Kilometern, dazu 28 Kraft- und Reha-Einheiten (25 Reha, 3 Kraft). Im September waren es ebenfalls 12 Läufe, aber nur rund 45 Kilometer. Der Laufumfang hat sich also fast verdoppelt, während die Zahl der Kraft- und Reha-Einheiten mit 28 nach 29 im September ziemlich konstant blieb.

Weekly overview of the training plan for calendar weeks 40 to 43 with runs, weekly kilometers and threshold sessions

Von Woche zu Woche ging es behutsam nach oben: knapp 21 Kilometer in KW 41, rund 22 in KW 42 und knapp 24 in KW 43 (KW 44 reicht schon in den November hinein). Meist waren es drei Läufe pro Woche. Einen klassischen Long Run gab es im Oktober noch nicht — der längste Lauf kam auf 8,9 Kilometer.

Bei den Qualitätseinheiten ging es nach der langen Pause wieder los: drei Schwelleneinheiten nach der Norwegian Method — 3×6 Minuten am 10. und 18. Oktober, 2×10 Minuten am 24. Oktober. Zusammen ergibt das rund 66 Minuten Schwellenzeit. Die Wiederholungen liefen bei etwa 90 bis 94 Prozent der Schwellenleistung, und der Puls blieb in der jeweils letzten Wiederholung unter dem Schwellenpuls von 156. Nur am 10. Oktober hat mich auf dem Rückweg der Regen ein bisschen schneller werden lassen, als geplant … ;)

Coesfelder Citylauf: diesmal am Streckenrand

Der Coesfelder Citylauf fand am 10. Oktober statt — diesmal allerdings ohne mich auf der Strecke — dabei ist er in Coesfeld ja immer ein echtes Highlight. Wie schon im September-Ausblick angekündigt, bin ich nicht mitgelaufen, sondern habe stattdessen den Cheering Point der LG Coesfeld betreut. Vor einem Jahr stand ich noch selbst am Start — nachzulesen in „Ohne Plan, aber mit viel Spaß: mein Coesfelder Citylauf 2025“.

Cheering point along a tree-lined path decorated with orange, green and red umbrellas and a mannequin holding a sign that reads "Noch 1 Runde! Dann sehen wir uns wieder"
Two runners in the rain passing a spectator with an umbrella, with more runners behind them and autumn leaves on the ground

Unser Standort lag kurz vor dem Walkenbrückentor auf den Wällen. Viele LGler haben tatkräftig mit angefeuert, und es gab alles, was dazugehört: Musik, motivierende Schilder und jede Menge Trillerpfeifen. An Lautstärke hat es jedenfalls nicht gemangelt. Der Cheering Point war für den 5-km- und den 10-km-Lauf besetzt, es sind also gleich zwei Läufe an uns vorbeigekommen.

Two signs on a wall reading "Schmerz vergeht. Strava ist für immer!" and "Noch 1 Runde! Dann sehen wir uns wieder"
Person blowing an orange whistle and holding a sign at a rainy cheering point while runners pass by under colorful umbrellas

Mal die andere Seite zu übernehmen, hat sehr viel Spaß gemacht :) Trillerpfeife statt Startnummer — man wechselt ja nicht jeden Tag die Rolle. Danke an alle LGler, die so tatkräftig mitangefeuert haben!

Runner pointing upward while passing spectators with a cardboard sign on a wet autumn path
People gathered around a cargo bike with trays of cake, one person eating a piece, others holding cups, with orange and green umbrellas in the background

Laufliebling des Monats

Mein Laufliebling in diesem Monat ist der Hoka Clifton Pro. Sitz, Passform und Geometrie sind typisch Hoka, nur die Dämpfung ist deutlich straffer, als man es von einem Clifton kennt. Das hat mich anfangs irritiert, am Ende aber zu einem Schuh geführt, den ich einfach gerne anziehe. Bei knackigen Schwelleneinheiten macht er richtig Spaß, und komfortabel genug für längere Läufe ist er trotz der straffen Abstimmung auch.

Runner in a dark shirt and pink shorts running on a gravel path between a harvested grain field and a corn field under a cloudy sky.

Fundstücke

Exzentrisches Training bei der Achillessehne: Klassiker, aber kein Goldstandard

Exzentrische Übungen gelten bei Achillessehnenproblemen als Klassiker. Eine Metaanalyse über 21 Studien sieht sie allerdings nicht klar vor anderen aktiven Therapien — als eine von mehreren Optionen bleiben sie trotzdem sinnvoll. → Exzentrisches Training bei Achillessehnen-Tendinopathie: wirksamer als andere Therapien?

Fueling: Sind viele Kohlenhydrate wirklich nötig?

Göran Winblad wertet Studien zur Kohlenhydratzufuhr bei langen Belastungen aus und fragt, wie weit die Empfehlung „viel hilft viel“ trägt. Ein Thema, das spätestens bei langen Läufen und im Halbmarathon interessant wird. → Is High Carb Fueling a Myth?

UNA Watch: eine Sportuhr zum Selberreparieren

Die UNA Watch will eine Sportuhr sein, bei der sich Akku und Co. selbst tauschen lassen, statt gleich das ganze Gerät zu ersetzen. Im Video testen drei Läufer, ob das Konzept auch im Laufalltag überzeugt. Meine UNA Watch liegt schon im Harlerunner-Testlabor… → UNA Watch review: Repairable sports watch tested by 3 runners

Laktatschwelle: Es gibt nicht das eine magische Tempo

Steve Magness räumt mit der Vorstellung auf, die Schwelle sei ein einzelnes, exaktes Tempo, und ordnet verschiedene Schwellenformate ein. Für alle, die sich gerade mit Norwegian Method & Co. beschäftigen, eine schöne Einordnung — und für mich ein passender Begleiter zu den Schwelleneinheiten im Oktober. → The Lactate Threshold: How to Actually Improve It

Lauftechnik: Aus den richtigen Muskeln laufen

Fünf Hinweise zur Lauftechnik, jeweils mit einer kleinen Übung — vom Becken bis zur Landung unter dem Körper. Der rote Faden: Passt die Technik nicht, übernehmen die falschen Muskeln die Arbeit. Ob man jeden Punkt unterschreiben mag, ist Geschmackssache, zum Ausprobieren taugt es aber allemal. → You’re running from the wrong muscles

Ausblick

Im November soll der Umfang weiter behutsam wachsen: Geplant sind vier Läufe pro Woche und Wochenumfänge von rund 29 bis 35 Kilometern. Das Highlight steht Ende des Monats im Kalender — ein 5-km-Time-Trial. Der soll als Schwellenanker dienen, also die Zahlen liefern, auf denen das weitere Training aufbaut. Sofern alles mitspielt, beginnt danach im Dezember der eigentliche Schwellenaufbau … ;) Der Blick geht dabei schon in Richtung Halbmarathon in Enschede am 11. April.

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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