Für mich haben 2025 vor allem zwei Dinge perfekt zusammengepasst: strukturiertes Training und ein Laufkalender mit ausreichend Herausforderungen, um daraus echte Learnings mitzunehmen.
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Meine Wettkampf-Highlights 2025
Das Wettkampf-Jahr hat mir auf beiden gelaufenen Distanzen neue Bestzeiten beschert – alterskorrigiert. Durch das Age-Grading mache ich die erreichten Zeiten über die Jahre vergleichbar und halte meine Motivation hoch.

Beim Enschede Halbmarathon bin ich direkt so schnell gelaufen wie seit acht Jahren nicht mehr und habe mit meiner drittschnellsten Zeit jemals auch eine neue Age-Grading-PB aufgestellt.

Nach neuen Streckenrekorden in Nordkirchen und (fast) in Nottuln, war der Johannes-Lauf in Lette dann mein 10-km-Highlight: zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder unter 45 Minuten, neuer persönlicher Streckenrekord und gleichzeitig neue Age-Grading-PB.

Zum Ende der Saison bin ich dann beim Köln Halbmarathon noch meinen alterskorrigiert zeitschnellsten Halben gelaufen und hatte beim Coesfeld Citylauf einen krönenden Abschluss – zwar nicht mit Bestzeit, aber mit besonderen Erlebnissen.
Learnings: Was 2025 wirklich besser gemacht hat
Nach verletzungsbedingt eher schwachen Jahren 2021-2023, hatte ich 2024 ein kleines Comeback mit einer endlich wieder richtigen Wettkampfsaison. 2025 hat dann bestätigt, dass ich wieder „im Game“ bin. Dabei habe ich nicht unbedingt mehr trainiert, aber offensichtlich besser. Und das lag rückblickend wohl vor allem an diesen Punkten:
1) Konsequentes, strukturiertes Training zahlt sich aus
Nach diesem Jahr ist für mich klar, dass das konsequente Training einen großen Unterschied gemacht hat. Und damit meine ich vor allem die Trainingshäufigkeit. Mir hilft es sehr, 4-5 Mal in der Woche an festen Tagen zu trainieren. Lieber kürze ich Zeit oder Intensität deutlich, als den Lauftag ausfallen zu lassen.
2) Werkzeuge und Daten nicht überbewerten
Es ist völlig klar, dass meine neuen Bestzeiten ohne die geniale Trainingsplanung von athletica.ai nicht möglich gewesen wären. Gleichzeitig bin ich mit diesem Werkzeug aber sehr frei umgegangen, habe Trainings geschoben, verändert oder auch ausfallen lassen. Beim Training und in Wettkämpfen sehe ich auch immer weniger auf die Uhr, denn ich kenne meinen Körper sehr genau. Letztendlich sagt er wo es lang geht – und nicht die Zahlen und Tools.
3) Neugierig sein und Neues ausprobieren
Ich habe 2025 die Rote Beete für mich entdeckt und sie erfolgreich als Wettkampf-Booster eingesetzt. Das Thema ist ein alter Hut, aber ich habe mich halt nie so richtig damit beschäftigt. Jetzt würde ich wahrscheinlich keinen Wettkampf mehr machen, ohne in der Woche davor meine Kapseln zu nehmen.
Auch bei der Renn- und Trainingsverpflegung habe ich dazu gelernt. Mir kam es immer übertrieben vor, im Training Gels zu nehmen. Aber es macht bei intensiven oder langen Einheiten einfach einen riesen Unterschied. Im Wettkampf ist es vor allem die kontinuierliche Energieaufnahme in kleinen Dosen (Gels in einer Softflask), die ich nicht mehr missen möchte.
4) Erlebnis vor Ergebnis
Musste ich das wirklich lernen? Eigentlich nicht. Aber es ist mir 2025 nochmal besonders bewusst geworden. Neben den vielen Begegnungen und Erlebnissen rund um die Laufveranstaltungen, sind mir die gemeinsamen Läufe mit den „Morgenläufern“ Dominik und Stefan wichtig gewesen. Genauso wie die gemeinsame erste Runde beim Citylauf mit meinem Bruder und seinen Jungs.
Gear-Highlights 2025: Was wirklich hängen geblieben ist
Bei den vielen Gear-Tests hier auf dem Blog ist klar, dass ich nicht alles davon in den Trainingsalltag übernehmen kann. Es bleibt nur in der Routine, was sich für mich wirklich bewährt hat. Wenn ich zurückblicke, waren das 2025 vor allem diese Dinge:
1) Garmin Forerunner 970

Ich behalte gerne die Flexibilität, mit Laufuhren unterschiedlicher Hersteller laufen zu können. Daher sammle ich meine Daten auch grundsätzlich auf unabhängigen Plattformen wie intervals.icu. Aber die Forerunner 970 hat sich in 2025 ganz klar den Thron erkämpft und ich habe trotz vieler Alternativen wahrscheinlich alle meine Einheiten mit der Uhr aufgezeichnet – und wenn es nur zusätzlich war.
2) Salomon Aero Blaze 3 und Aero Blaze 3 GRVL

Hier hätte ich jetzt auch einige Wettkampfschuhe nennen können, aber wenn ich auf die Häufigkeit und gelaufenen Kilometer gucke, war die Wahl eigentlich klar. Der Blaze 3 war in beiden Versionen sicherlich der Schuh, zu dem ich in jeder Woche mindestens zwei Mal gegriffen habe. Gerne auch mehrmals nacheinander, weil er für mich in allen Trainingssituationen einfach so gut funktioniert.
3) Laufbekleidung von UVU

Das war eigentlich nur ein Testballon, denn mir sagte UVU vorher nichts. Trotzdem hat es die sehr spezielle (PopUp-Shop) Marke geschafft, neben meiner absoluten Lieblingsmarke Soar zu bestehen. Ich meine, klar: ich bin weiterhin fast ausschließlich mit Soar unterwegs. Aber wenn nicht, dann war es 2025 die Kleidung von UVU.
4) Dryrobe

Auch Dryrobe ist ein spezieller Fall. Die übergroßen Mäntel sind nicht unbedingt für Läufer gemacht, haben sich bei mir aber sowas von bewährt, dass ich nicht mehr ohne möchte. Vor allem nach Wettkämpfen gibt es nichts besseres, als sich direkt in eine Dryrobe zu kuscheln.
5) Concept2 RowERG

Der Bericht dazu ist zwar noch sehr frisch, aber das Rudergerät war über ein halbes Jahr Teil meines Trainings. Gerade was die vernachlässigten Muskelgruppen angeht, wirkt das RowERG bei mir wirklich Wunder. Leider macht draussen Laufen immer noch mehr Spaß, aber einen Highlight-Platz hat sich der Ruderergometer von Concept2 mehr als verdient.
Ausblick auf 2026
Es ist ziemlich klar, was ich aus 2025 mitnehme: dranbleiben und Spaß haben. Nachdem ich aber nun zwei Jahre lang quasi dasselbe Programm abgespult habe (lange Laufserie und zwei Halbmarathons), ist die erste Entscheidung für 2026 schon gefallen: ich habe mich für die kurze Laufserie angemeldet und werde mich im Training auf 5-km-Wettkämpfe konzentrieren.
Bisher bin ich nur einen offziellen 5er gelaufen und den ohne spezifisches Training. Meine 5-km-Zeiten (Leistungsüberprüfungen) legen aber nahe, dass hier noch viel Potential schlummert. Der Trainingsplan läuft bereits und ich bin sehr gespannt.
Zusätzliche 10er oder einen Halbmarathon schließt das nicht unbedingt aus – vor allem, wenn es dabei um Gemeinschaftsprojekte geht. Das will ich 2026 ganz bewusst integrieren. Ich überlege sogar, mich in Richtung Verein zu orientieren, um dem Thema Gemeinschaft mehr Raum zu geben.
In dem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Start ins neue Laufjahr und freue mich auf jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer!


