Rückblick: Was lief im August 2026?

Nicht alles, was ich zu erzählen habe, wird zu einem eigenen Beitrag. Im Monatsrückblick sammle ich daher alle Themen, die ich trotzdem loswerden möchte.

Training

Der August war ein Monat der zwei Halbzeiten — erst Wanderurlaub in den Tiroler Bergen mit reduziertem Lauf-Pensum, dann ein Taekwondo-Kick, der mich direkt in die nächste Hamstring-Reha katapultiert hat. Macht unterm Strich nur 75,5 km in 10 Läufen — deutlich weniger als der Juli-Rekord, aber angesichts von zwei Wochen Bergurlaub und einem neuen Reha-Kapitel auch nicht weiter überraschend.

KW32: Mit 19,5 km in drei Läufen — zwei Easy Runs und eine Q1-Session (8×3min) — noch einmal ein ganz normaler Trainingsblock, bevor der Wanderurlaub losging. Kraft C lief parallel weiter, HRV und Readiness pendelten unauffällig im grünen Bereich.

KW33: Ab hier übernahm der Wanderurlaub das Kommando — nur noch 11,2 km in zwei Läufen, dafür jede Menge Bergtouren und eine Mountainbike-Runde. Die Achillessehne bekam ihr eigenes Urlaubsprogramm ohne Zusatzgewicht, reine Bodyweight-Variante ;)

KW34: 27,9 km in drei Läufen waren der Wochen-Höchstwert — darunter eine Sub-T-Session (7×800m) und ein Long Run über 11,2 km, der im Kalender noch als „Urlaub, flexibel“ stand – aber ich war schon wieder zuhause. Das Deload-Fenster war damit im Grunde vorbei.

KW35: Der Monat nahm eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte: Nach mehreren Monaten Pause wegen einer Hamstring-Zerrung (Anfang des Jahres), musste ich unbedingt wieder auf die Matte. Der Trainingsstart nach den Ferien war der ideale Zeitpunkt. Ich bin sogar „nur“ zum Ü30-Training gegangen und habe es langsam angehen lassen. Eigentlich weil ich mir nicht sicher war, wie die Achillessehne darauf reagiert.

Trotz guter Aufwärmung und lockerer Herangehensweise, reichte dann ein etwas höherer Kick für einen deutlichen Schmerz – wieder links an den Hamstrings. Allerdings diesmal eher am Sehnenansatz und nicht am Muskelbauch. Ergebnis: Reha-Episode 2… Laufen und Taekwondo pausieren erstmal, dafür wird es in nächster Zeit wohl viel Kraft- und Rehatraining geben… :(

KW36: Der Monat endete mit dem ersten Krafttag der neuen Reha-Phase — Askling Diver, Romanian Deadlifts, Hamstring Bridge. Kein Lauf mehr im August, dafür ein CTL, das von 27,6 auf 22,1 gerutscht ist … Zeit zum Verschnaufen war so oder so eingeplant, jetzt kam sie halt etwas anders als gedacht.

Unterm Strich ein August, der wenig mit dem Trainingsplan und viel mit Berg, Pause und einem neuen Reha-Kapitel zu tun hatte.

Laufliebling des Monats

Mein Laufliebling sind eigentlich gleich zwei Produkte von feels.like: den Muscle Complex habe ich ja sowieso immer im Einsatz und bin weiterhin einfach begeistert davon. Aber in den letzten Wochen haben ich vor allem den Activation Complex wiederentdeckt. Simon hat im Podcast mit Jan (siehe unten) auch nochmal gut erklärt, wie die Wirkungsweise ist.

Fundstücke

Die einzigen Halbmarathon-Workouts, die es wirklich braucht

Ein sehr fokussiertes Video zu den Schlüssel-Workouts für die Halbmarathon-Vorbereitung — keine 20 verschiedenen Tempobereiche, sondern eine überschaubare Auswahl, die den Großteil der Wirkung ausmacht. Passt ganz gut zur eigenen Erfahrung mit reduzierten, aber klar definierten Q-Sessions.

Die feels.like-Story — so ausführlich wie noch nie

Podcast-Folge mit dem Gründer von feels.like mit interessanten Blicken hinter die Kulissen → Halbmarathon oder Marathon geplant? Die feels.like-Story mit Gründer Simon.

Acht Jahre Laufdaten an eine KI verfüttert — was dabei rauskam

Ein Erfahrungsbericht, wie es ist, die eigene Strava-Historie über eine KI auswerten zu lassen — inklusive der Frage, was dabei an echten Erkenntnissen und was eher an netter Spielerei hängen bleibt. Gerade für alle, die selbst viele Trainingsdaten sammeln, ein interessanter Blick von außen → I Connected Strava to Claude AI and Handed Over Eight Years of Running. Then We Played.

Norwegian Method 2.0 — ein Erfahrungsbericht mit XXL-Ergebnissen

Noch ein Norwegian-Method-Video, diesmal mit Fokus auf die eigenen Trainingsergebnisse des Erstellers nach einem Methodenwechsel. Reißerischer Titel, aber inhaltlich mit ein paar interessanten Zahlen zur Entwicklung über mehrere Monate.

Warum die Norwegian Method gerade in den USA durchstartet

Ein englischsprachiger Blick darauf, warum sub-threshold-basiertes Training wie die Norwegian Method inzwischen auch im US-amerikanischen Ausdauersport ankommt — nachdem es hierzulande über NSM und Co. schon länger ein Thema ist. Ganz interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Rezeption je nach Trainingskultur ausfällt → Why the „Norwegian Method“ Is Blowing Up in America.

Was 10.000 3D-Laufanalysen über Lauftechnik verraten

Auswertung einer riesigen Zahl an 3D-Bewegungsanalysen — mit einigen Mustern, die sich über viele Läuferinnen und Läufer hinweg wiederholen. Angenehm datenbasiert statt der üblichen Einzelfall-Anekdoten zur „perfekten“ Lauftechnik.

Warum auch Freizeitsportler ihren Schweiß testen lassen

Ein Blick auf den Trend, Elektrolyt- und Schweißtests nicht mehr nur Profis vorzubehalten, sondern auch ambitionierten Hobbyathletinnen und -athleten. Interessant als Ergänzung zum eigenen, eher pragmatischen Umgang mit Elektrolyten bei langen oder heißen Läufen → Why Everyday Athletes Are Testing Their Sweat.

Was am Soleus-Push-up als Fettverbrenner dran ist

Eine nüchterne Einordnung der viral gegangenen These, wonach der Soleus-Push-up allein schon relevante Stoffwechseleffekte haben soll. Gerade mit aktiver Achillessehnen-Reha ein Thema, das man nicht ganz ignorieren kann — auch wenn die Euphorie der Studienlage etwas vorauseilt → Soleus-Push-up: Was ist dran am Fettverbrenner-Effekt aus dem Wadenmuskel?.

UTMB 2026: Diese Marken standen ganz vorne

Ein Rückblick auf die Materialwahl der Top-Platzierten beim UTMB 2026 — mit Asics, Kiprun und Norda auf dem Podium. Für alle, die bei Trail-Schuhen gerne einen Blick darauf werfen, was tatsächlich unter den schnellsten Läuferinnen und Läufern läuft → UTMB 2026 Recap: Asics, Kiprun & Norda vorn.

Was laut Studienlage beim Krafttraining wirklich zählt

Eine Metastudie mit über 30.000 Probandinnen und Probanden räumt mit der Vorstellung auf, Krafttraining müsse kompliziert sein, um zu wirken. Passt gut in die Reha-Wochen dieses Monats, in denen ohnehin wenige, aber gezielte Übungen im Fokus standen.

Ausblick

Mit der weiterhin ausschleichenden Achillessehnen-Problematik und der neuen Hamstring-Episode habe ich innerlich ehrlich gesagt einen Haken an dieses Jahr gemacht… Mit etwas Glück kann ich den Coesfelder Citylauf im Oktober mitlaufen. Ansonsten werde ich mich wohl voll auf die Reha konzentrieren (müssen) und dann im Grunde einen langen Trainingsaufbau für 2027 angehen. #comebackstronger

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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