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Jetzt hat es mich erwischt: in der kritischen Phase der Halbmarathon-Vorbereitung kann ich nicht laufen. Aber ich versuche durch Alternativtraining meinen Leistungsstand in den nächsten Wochen zumindest zu erhalten, vielleicht sogar zu verbessern. Meine Erfahrungen damit lest ihr hier.

Ich laufe wieder!

Es ist kaum zu glaube, aber ich bin wieder auf den Beinen! 🙂 Nach den Laufband-Einheiten im Studio, wäre ich Montag gerne direkt wieder los gerannt, aber das habe ich dann doch auf Mittwoch verschoben. Ein bisschen Respekt hatte ich vor der ersten Runden draussen schon, denn auf dem Laufband kann ich jederzeit anhalten, wenn sich das Knie wieder melden sollte. Draussen würde ich garantiert noch etwas länger am Gas bleiben. Schließlich muss man ja noch irgendwie nach hause… 😉

Trainingspensum

Mittwoch:
1 Stunde Laufen mit 2×15 min Tempo (ca. 5:00 min/km)

Freitag:
45 Minuten Laufen

Samstag:
Langer Lauf (1:30h)

Erfahrungen

Die Fitness ist definitiv noch da – dank des Alternativtrainings. Die Tempo-Abschnitte am Mittwoch waren gar kein Problem und hätten ruhig noch länger sein können. Auch beim langen Lauf war der begrenzende Faktor bestimmt nicht die Ausdauer. Allerdings habe ich deutlich zu spüren bekommen, dass es einen großen Unterschied macht, mein Körpergewicht jetzt wieder selbst tragen zu müssen!

Auf dem Ergometer wird die Pumpe zwar gefordert und natürlich einige Oberschenkel-Muskeln. Aber das Körpergewicht trägt der Sattel. Nach zwei Wochen Alternativtraining hat mir die eine Stunde auf dem Laufband einen kleinen Muskelkater beschert… Hatte ich schon ewig nicht mehr. Und zwar nicht nur in den Beinen, sondern auch rund um die Hüfte. Daher habe ich auch den Montag fürs Training erstmal ausfallen lassen. Wäre sicher gegangen, aber ich wollte meinem Körper lieber die Ruhe gönnen.

Bei den Läufen hat sich das Knie zum Glück überhaupt nicht geschmerzt – was allerdings nicht heisst, dass ich es gar nicht gespürt hätte. Beim klitzekleinsten Anzeichen war direkt die Tendenz da, mein Laufstil irgendwie so zu beeinflussen, dass ich das umgehen kann. Aber ich glaube das ist genau falsch. Statt also „unten“ rumzudoktern, habe ich mich auf „oben“ konzentriert. Insbesondere auf einen aktiven Armschwung und dass die Schultern nicht blockiert sind. Das hat einen riesen Unterschied gemacht! Und war einer der Schwachpunkte, die mir die Winkels-Analyse damals schon aufgezeigt hatte. Dazu kommt sicher eine mangelnde Beteiligung der Po-Muskulatur beim Laufen, was die hintere Oberschenkelmuskulatur überlastet. So reime ich mir das jedenfalls zusammen. Ich hätte große Lust, dem nochmal mit Bernd Winkels nachzugehen. Mal sehen. Erstmal gucken, wie ich den kleinen Wettkampf nächste Woche überstehe… Ich werde berichten! 🙂