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Um die Currex-Sohlen bin ich schon ein paar Mal herum geschlichen, war mir aber nie sicher was ich davon halten soll. Das Gespräch mit Björn Gustavsson bei den FatBoysRun hat mich aber sehr neugierig gemacht. Daher habe ich mich sehr über die Gelegenheit gefreut, sie selbst ausprobieren zu dürfen.

Anzeige: Currex hat mir die Einlegesohlen für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Über Currex

Die Einlegesohlen von Currex verstehen sich nicht als orthopädisches Werkzeug. Es geht viel mehr darum, das Gefühl im Schuh und gleichzeitig für den Untergrund zu verbessern. Im Interview hat Björn es so beschrieben, dass es sich anfühlen soll wie ein Barfußlauf am Strand: mit einer maximal großen Kontaktfläche zum Untergrund. Um das zu gewährleisten, gibt es die Currex-Sohlen für Läufer in zwei Varianten (RunPro und RunExpert) und diese jeweils auch noch in drei Ausprägungen (High, Med, Low). Bei der Auswahl hilft die Website mit ein paar Abfragen. Die Größe muss nicht exakt bestimmt werden, da die Sohlen zuhause selbst angepasst werden. Dazu gleich mehr.

Produkttest

Currex RunPro

Herstellerlink
Currex RunPro
Preis
ab ca. 20-30 Euro
Aktiv getestet
10 Wochen

Review

Erster Eindruck

Die RunPro ist quasi die Standard-Einlegesohle für Läufer. Ausgepackt sieht sie ziemlich genau so aus, wie man sich so eine Sohle vorstellt. ;)

Currex RunPro Insole

Currex RunPro Insole

Also alte Sohle raus, neue Sohle rein… passt nicht. Aufmerksame Leser werden den Hinweis auf er Rückseite der Verpackung schon entdeckt haben: „Trim to fit“ heisst das Zauberwort. Man schneidet sich die Sohle also selbst zurecht. Dafür nimmt man die vorhandene Einlegesohle seines Laufschuhs und legt beide übereinander.

Currex Trim to fit

Currex Trim to fit


Currex Trim to fit

Currex Trim to fit

Im Zweifelsfall sollte man die Currex-Sohle also eher etwas größer kaufen, denn abschneiden ist leichter als dranbasteln. ;) Mit einer ganz normalen Haushaltsschere ist das schnell gemacht, weil vorgegebene Kerben unter der Currex die Schnittlinie ganz gut vorgeben.

Currex Trim to fit

Currex Trim to fit

Bevor die Sohle aber im Schuh verschwindet, hier nochmal ein Blick darunter:

Currex RunPro Insole

Currex RunPro Insole

Der Körper der Einlegesohle besteht im Wesentlichen aus diesem gelben, gelochten Material. Unter der Ferse und unter dem Ballen sieht man dünne Polster, während es unter dem Fussgewölbe eine feste „Brücke“ gibt. Insgesamt soll die Sohle nicht dicker sein als die mit dem Schuh gelieferte.

Erfahrungen beim Laufen

In der Praxis bin ich mir da nicht so sicher. Ich hatte zwei Testschuhe ausgesucht, die ich sehr oft und sehr gerne laufe, um den Unterschied mit Currex-Sohle auch gut beurteilen zu können. Das waren der Saucony Kinvara 9 und der Adidas adizero Boston 6. In beiden Schuhen hatte ich nach dem Wechsel das Gefühl, nicht mehr so viel Platz für meinen Fuß zu haben. Ich musste zwar die Schnürung nicht weiten, saß aber irgendwie höher im Schuh. Beim Kinvara war das kein großes Problem, beim Boston hatte ich aber in der Ferse etwas weniger Halt.

Currex

Currex

Die ersten Läufe waren schon ungewohnt, aber nicht schlecht. Die Currex-Sohle scheint das Laufverhalten nicht negativ zu beeinflussen, denn die Schuhe kamen mir trotzdem immer noch vertraut vor. Es brauchte auch keine Gewöhnung an die Currex – eine ungewohnte Muskelbelastung konnte ich nicht feststellen. Trotzdem war ich natürlich gespannt darauf, ob mir die etwas dünnere RunExpert besser liegt.

Produkttest

Currex RunExpert

Herstellerlink
Currex RunExpert
Preis
ab ca. 50 Euro
Aktiv getestet
10 Wochen

Review

Erster Eindruck

Currex RunExpert Insole

Currex RunExpert Insole


Currex RunExpert Insole

Currex RunExpert Insole

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die RunExpert nicht wesentlich von der RunPro. Allerdings fallen schon die kleinen Noppen unter den Ballen und an der Ferse auf.

Currex RunExpert Insole

Currex RunExpert Insole


Currex RunExpert Insole

Currex RunExpert Insole

Diese Gel-Dots sollen den Laufstil optimieren, indem sie Reize auf neuronaler Ebene auslösen. Von unten sehen die RunExpert etwas minimaler aus, da es neben der Brücke nur ein dünnes Polster unter den Ballen gibt.

Currex RunExpert Insole

Currex RunExpert Insole

Erfahrungen beim Laufen

Die RunExpert ist fühlbar dünner als die RunPro und hat mir sofort deutlich besser gefallen – in beiden Laufschuhen. Die Gel-Dots sind mit dünnen Socken spürbar, wenn man sich vor dem Lauf darauf konzentriert. Unterwegs ist dieser Eindruck dann aber komplett verschwunden. Auch wenn der Fuß nicht so hoch in den Schuhen zu stehen scheint wie bei der RunPro, gibt es doch auch den Eindruck weniger Platz im Schuh zu haben. Vielleicht liegt das einfach daran, dass das Fußgewölbe durch die Sohle nun ausgefüllt ist.

Auch die Läufe mit der RunExpert fühlten sich durchgehend gut an. Keine Eingewöhnung, keine Nebenwirkungen. Die Schuhe fühlen sich auch weiterhin vertraut an. Die Frage ist nur: haben die Einlegesohlen etwas verbessert? Ich habe Läufe in unterschiedlicher Intensität und auf verschiedenen Untergründen gemacht. Immer fühlte es sich mit Sohle anders an – allerdings nicht unbedingt besser oder schlechter.

Zuletzt habe ich die Sohle auch in Schuhen ausprobiert, die mir sonst eher Schwierigkeiten machen (Passform, Dämpfung, …). Gerade bei Schuhen, die mir eher zu geräumig sind, haben die Currex-Sohlen natürlich einen positiven Unterschied gemacht. Allerdings waren sie auch kein Allheilmittel.

Bewertung

Meine Meinung: Kommt darauf an

Die Currex-Einlegesohlen haben mich nicht restlos überzeugt. Das Laufen mit ihnen war nicht schlechter, aber auch nicht wesentlich besser als mit den Originalsohlen. Bei einigen speziellen Problemen waren sie schon eine Hilfe (Passform), daher gehe ich davon aus, dass sie durchaus Potential haben. Daher gilt wohl: einfach ausprobieren, wenn man sich dadurch eine Verbesserung verspricht. Der Preis ist überschaubar und ich konnte zumindest keine negativen Auswirkungen feststellen. Mein Rat: sich bei einem Fachhändler beraten lassen und nach Möglichkeit einen ersten Eindruck bereits dort sammeln.

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