Open-Ear-Kopfhörer habe ich inzwischen einige getestet — auch viele von Shokz. Der OpenFit Air 2 hat mich aber schon in den ersten Sekunden umgehauen: Die Klangqualität ist nochmal meilenweit besser als bei allem, was ich bisher auf dem Ohr hatte.
Anzeige: Der Hersteller hat mir das Produkt für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.
Shokz OpenFit Air 2: Open-Ear-Kopfhörer mit Ohrbügel für 139 Euro. Bassphere-Treiber, 7,2 g pro Seite, bis zu 8 Stunden Laufzeit (36 mit Case), IP55. Der Klang liegt für mich klar über allem, was ich bisher von Shokz getestet habe. Wer Musik in guter Qualität hören und die Umgebung wahrnehmen will, wird begeistert sein. Wer Isolation oder Noise Cancelling sucht, schaut besser anderswo.
Shokz OpenFit Air 2: Technische Daten auf einen Blick
| Bauform | Open-Ear-Kopfhörer mit Ohrbügel (True Wireless) |
| Treiber | Bassphere™: zwei 11,8-mm-Treiber, laut Hersteller wie ein 16-mm-Treiber; 30° angewinkelt |
| Klang | OpenBass™ 2.0, DirectPitch™, 4 EQ-Voreinstellungen + 2 eigene Modi |
| Gewicht | 7,2 g pro Ohrhörer, ca. 60,8 g gesamt (inkl. Case) |
| Rahmen | 0,75 mm Ni-Ti-Legierung, Ohrbügel mit hautfreundlichem Material |
| Akku | bis zu 8 Std. pro Ladung, bis zu 36 Std. mit Ladecase; 10 Min. laden = ca. 3 Std. Wiedergabe |
| Konnektivität | Bluetooth 6.1, MultiPoint (2 Geräte), Google Fast Pair, Microsoft Swift Pair |
| Telefonie | Dual-Mikrofon mit KI-Geräuschunterdrückung, bis zu 6 Std. Gesprächszeit |
| Schutzklasse | Ohrhörer IP55, Ladecase IP54 |
| Bedienung | druckempfindliche Tasten, in der App anpassbar |
| Anschluss | USB-C (Kabel nicht im Lieferumfang) |
| Farben | Schwarz, Weiß, Ice Blue |
| Garantie | 24 Monate |
| Preis | 139 Euro (UVP) |
Erster Eindruck


Die Verpackung fällt unspektakulär aus. Neben den OpenFit Air 2 steckt darin vor allem das Ladecase, das die Kopfhörer sicher transportiert und unterwegs auflädt.


Das Case ist kompakt und rundlich, in mattem Dunkelgrau und mit dem Shokz-Logo auf dem Deckel. Gegenüber dem Vorgänger OpenFit Air ist es laut Hersteller gut 10 % kleiner und insgesamt rund 17 % leichter. Der USB-C-Anschluss sitzt hinten, im Inneren liegen die Pods sauber in ihren Mulden.


Die Ohrhörer selbst sind ultraschlank. Der Rahmen besteht aus einer nur 0,75 mm dünnen Nickel-Titan-Legierung, der Ohrbügel sitzt weich und flexibel darüber. Mit 7,2 g pro Seite sind das echte Leichtgewichte — der Lautsprecher ist dazu um 30° angewinkelt und soll den Klang so gezielter ins Ohr lenken.
Auf der Rückseite sitzen die Kontakte fürs Laden, dazu die Öffnungen für Mikrofone und Lautsprecher. Alles wirkt sauber verarbeitet und unauffällig — Open-Ear-Kopfhörer eben, die man optisch kaum wahrnimmt.
Was ist neu?
Gegenüber dem Vorgänger OpenFit Air legt Shokz an mehreren Stellen nach: Die Ohrhörer sind rund 17 % leichter, das Case kleiner und leichter, dazu kommen der Bassphere-Treiber mit OpenBass-2.0-Algorithmus, IP55 statt einfachem Spritzschutz und Bluetooth 6.1 inklusive MultiPoint. Verbessert wurden außerdem die druckempfindlichen Tasten.
Spannend ist die Einordnung im eigenen Haus: Mein OpenFit 2+ kostet 199 Euro und bietet Dolby Audio, Wireless Charging und mehr Laufzeit (11 Stunden, 48 mit Case). Der OpenFit Air 2 liegt mit 139 Euro deutlich darunter … und klingt für mich trotzdem besser als alles, was ich bisher von Shokz getestet habe. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Klang: für mich die neue Referenz
Ich habe in den letzten Jahren viele Open-Ear-Kopfhörer getestet — von Shokz und anderen. Bei den meisten war irgendwann klar: Gut für Podcasts, ordentlich für Musik, aber eben ein Kompromiss. Beim OpenFit Air 2 war das nach wenigen Sekunden anders.
Die Klangqualität ist nochmal einen großen Schritt besser als bisher — nicht ein bisschen, sondern meilenweit. Für mich ist das die neue Referenz bei offenen Kopfhörern, und zwar nicht nur beim Laufen, sondern auch im Alltag. Endlich kann ich Musik in bester Qualität hören, ohne mich komplett von der Außenwelt abschirmen zu müssen.
Technisch steckt dahinter der Bassphere-Treiber: zwei 11,8-mm-Lautsprecher in einem Modul, die laut Shokz wie ein 16-mm-Treiber arbeiten, dazu der OpenBass-2.0-Algorithmus. Ob das allein die Erklärung ist, kann ich nicht beurteilen … hören kann ich den Unterschied aber ziemlich deutlich ;)
In der Shokz-App stehen vier EQ-Voreinstellungen (Standard, Vocal, Bass, Privat) und zwei eigene Modi zur Verfügung. Dank DirectPitch-Technologie bleibt zudem laut Hersteller mehr vom Sound beim Träger, die Umgebung wird weniger beschallt.
Tragekomfort und Laufen
Ein Open-Ear-Kopfhörer muss beim Laufen vor allem eines: sitzen und vergessen werden. Mit 7,2 g pro Seite und dem flexiblen Ohrbügel sind die Voraussetzungen dafür gut. Dazu kommt noch, dass weder eine Cap noch das Tragen einer Sonnenbrille mit den Bügeln kollidiert.

Der große Vorteil bleibt das offene Konzept: Ich höre Musik in guter Qualität und gleichzeitig alles um mich herum — Radfahrer von hinten, Autos, den Wind im Wald. Genau deshalb sind Open-Ear-Kopfhörer für mich beim Laufen draußen so wertvoll. Mit IP55 sind die Ohrhörer außerdem gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt.

Beim Schwimmen oder Duschen sollten sie dagegen nicht getragen werden, und nasse Ohrhörer dürfen nicht geladen werden — das Case ist ohnehin nur nach IP54 zertifiziert.
Bedienung, Akku und Telefonieren
Die Steuerung läuft über druckempfindliche Tasten: einmal drücken für Play/Pause, zweimal für den nächsten, dreimal für den vorherigen Titel; langes Drücken links bzw. rechts regelt die Lautstärke. Laut Shokz lösen Schweiß, Wassertropfen oder Haare keine ungewollten Eingaben aus. Und das funktioniert alles erstaunlich gut!
Der Akku hält laut Hersteller bis zu 8 Stunden pro Ladung, mit dem Case insgesamt bis zu 36 Stunden. Zehn Minuten im Case reichen für etwa drei Stunden Musik. Für Telefonate gibt es ein Dual-Mikrofon-System mit KI-Geräuschunterdrückung.
Per MultiPoint lassen sich zwei Geräte gleichzeitig koppeln, mit Fast Pair (Android) und Swift Pair (Windows) klappt die erste Verbindung per Fingertipp. Die Verbindung läuft über Bluetooth 6.1.
Pluspunkte
- Klangqualität für mich die neue Referenz bei Open-Ear-Kopfhörern — im Alltag wie beim Laufen
- Musik in bester Qualität bei voller Wahrnehmung der Umgebung
- Mit 7,2 g pro Seite sehr leicht, das Case ist kompakt
- IP55 gegen Schweiß und Spritzwasser
- MultiPoint, Bluetooth 6.1 und Fast-/Swift-Pair
- Anpassbarer Klang über vier EQ-Voreinstellungen und zwei eigene Modi
- Mit 139 Euro günstiger als der OpenFit 2+
Minuspunkte
- Kein USB-C-Kabel im Lieferumfang
- Nur Schweiß- und Spritzwasserschutz — nichts für Schwimmen oder Duschen
- Keine Hinweise auf Wireless Charging oder Dolby Audio (beides hat der OpenFit 2+)
- Wie bei jedem Open-Ear-Kopfhörer: Umgebungsgeräusche bleiben hörbar — Isolation gibt es nicht
- Die druckempfindlichen Tasten lassen sich nicht wie mechanische Tasten eindrücken
Für wen ist der Shokz OpenFit Air 2 die richtige Wahl?
Für alle, die Musik in sehr guter Qualität hören und dabei die Umgebung wahrnehmen wollen — beim Laufen draußen genauso wie im Alltag. Wer dagegen Noise Cancelling, vollständige Isolation oder Wireless Charging und Dolby Audio möchte, schaut besser woanders — etwa beim OpenFit 2+. Mein Fazit: Wenn der Klang bei offenen Kopfhörern im Vordergrund steht, führt für mich im Moment kein Weg am OpenFit Air 2 vorbei.
Meine Meinung:


Autor und Betreiber von Harlerunner.de. Läufer seit mehr als zehn Jahren, über 100 Wettkämpfe von 5 km bis Halbmarathon im Gepäck, bisher mehr als 500 Produkte getestet. Kein Labortest — alles kommt aus dem echten Training in und um Coesfeld. Was du hier liest, hat er selbst an den Füßen, am Körper, am Handgelenk oder im Ohr gehabt.
Author and owner of Harlerunner.de. A runner for over ten years, with more than 100 races under his belt – ranging from 5 km to half-marathons – and having tested over 500 products to date. No lab tests – everything is based on real-world training in and around Coesfeld. Everything you read here is something he has personally worn on his feet, on his body, on his wrist or in his ear.
