Garmin Running Power
Garmin Running Power

Garmin Running Power – erster Eindruck

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Bereits im Oktober hat Garmin wohl durchblicken lassen, dass sie in den Markt des „Laufens mit Watt“ einsteigen wollen. Seit gestern sind die technischen Möglichkeiten dafür geschaffen – und ich habe direkt einen Testlauf gemacht.

Voraussetzungen: Hardware

Das Spannende an Garmins Lösung ist, dass dazu keine neue Hardware notwendig ist. Besitzt man die notwendigen Gerätschaften also bereits, kann man direkt loslegen. Gleichzeitig ist diese Hürde aber nicht ganz ohne: eine Fenix 5/S/X oder eine Forerunner 935 muss es schon sein, gepaart mit ein HRM-Run- oder HRM-Tri-Brustgurt oder dem neuen Running Dynamics Pod.

Oder anders ausgedrückt: es wird eine Uhr benötigt, die mindestens Connect iQ Version 2.4 unterstützt und einen barometrischen Höhenmesser hat (das könnten in Zukunft natürlich auch noch andere Modelle sein). Und man braucht ein Device (von Garmin…), dass entsprechend detaillierte Daten zur Laufbewegung liefern kann.

Das Rechenmodell, das Garmin zur Ermittlung der Laufleistung bemüht, wurde nicht offengelegt. Aber in den Garmin Running Power App FAQs zeigt man zumindest auf, welchen Quellen für die Berechnung genutzt werden:

Datenquellen für die Berechnung
Datenquellen für die Berechnung

Interessant ist, dass man sogar den Wind berücksichtigt und dafür wohl Daten von umliegenden Wetterstationen benutzt. Angeblich werden diese über die App regelmäßig per Sync auf die Uhr gebracht. Ehrlich gesagt halte ich das aber für Quatsch: ob und welche Daten da genutzt werden, sind überhaupt nicht transparent. Und selbst wenn die Uhr mit den richtigen Daten rechnet, kann sie wohl kaum wissen, ob ich nicht sehr windgeschützt gelaufen bin (in der Stadt oder im Wald) und somit der Gegenwind keine Rolle spielte.

Der zweite kritische Faktor ist die Geschwindigkeit. Selbst bei perfektem GPS-Empfang ist das vielleicht nicht die gesichertste Quelle. Und ich kann so schon sagen auf welchen Teilstücken meiner Standard-Laufrunden Garmins Wattwerte nicht stimmen werden. Andererseits nimmt man zur Berechnung nicht zwingend GPS, sondern die angezeigte Geschwindigkeit – die also auch von einem gut kalibrierten Footpod kommen könnte (Stryd…? ;) ).

Voraussetzungen: Software

Letztendlich kommt Garmins Running Power dann aber über ein Connect-iQ-Datenfeld auf die Uhr. Es stehen dabei fünf Varianten zur Auswahl:

Garmin Running Power Apps
Garmin Running Power Apps

Die Datenfelder unterscheiden sich durch die Anzeige, also ob einfach nur die aktuelle Power, die Durchschnitts-Power gesamt oder pro Runde auf der Uhr erscheint. Im Hintergrund wird aber in jedem Fall der ermittelte Watt-Wert ins Fit-File geschrieben – falls man das in den Optionen nicht deaktiviert hat.

Einstellung der Connect-IQ-App
Einstellung der Connect-IQ-App

Wie man sieht, hat Garmin Funktionen in die App eingebaut, die man (derzeit noch) bei Stryd vermisst. So kann man Power-Zonen definieren und sich die aktuelle Zone mit anzeigen lassen. Und man kann auch einen oberen und unteren Alarm einstellen. Ansonsten platziert man eines der Datenfelder einfach auf einem seiner Screens im Laufmodus und es kann los gehen.

Testlauf

Viele Daten konnte ich seit gestern noch nicht sammeln, aber zumindest einen ersten Testlauf konnte ich machen. Dabei hatte ich die Forerunner 935 und den HRM-Run im Einsatz. Zusätzlich habe ich auf Stryd nicht verzichtet und hatte auch dessen Power-Werte immer zum Vergleich im Display.

Links: #Garmin Running Power mit HRM-Run Rechts: #Stryd Power

Ein Beitrag geteilt von Thomas (@harlerunner) am

Ich war mir zunächst nicht sicher, ob sich die beiden Power-Datenquellen im Fit-File nachher nicht überschreiben werden, aber das ist nicht der Fall. Jede Datenreihe bekommt hier sauber einen eigenen Platz.

Garmin Connect (Stryd und Garmin Running Power)
Garmin Connect (Stryd und Garmin Running Power)

Bei diesem Lauf war allerdings keine der beiden Quellen so richtig perfekt, denn Stryd hat sich ein paar kleinere Peaks erlaubt, während die Garmin-Power häufig vom schlechten GPS-Empfang beeinflusst war. Aber auch so wird das grundsätzliche Problem sichtbar: die Zahlen sind nicht vergleichbar. Garmin liegt im Vergleich locker 30% über den von Stryd ermittelten Werten.

Zahlenspiele

Liegt Garmin mit seiner neuen Lösung für Running Power also leider daneben? So kann man das überhaupt nicht sagen. Das hat DC Rainmaker in seinem Beitrag auch ganz gut dargelegt. Keine der derzeit am Markt erhältlichen Systeme (dazu gehört auch noch Runscribe) wird beweisen können, dass seine Werte „richtig“ sind. Sie sind sicher alle auf Grund der getroffenen Annahmen, die zu dem Berechnungsmodell geführt haben, nachvollziehbar und hoffentlich auch in sich valide, was die Repräsentation der aufgewendeten Laufleistung angeht. Aber richtig in dem Sinne, wie ein Rad-Powermeter einen nachprüfbar richtigen Wert liefern kann, sind sie alle nicht – und können es auch nicht sein. Schließlich wird nicht gemessen, sondern auf Grundlage mathematischer Modelle berechnet.

Und die können sich durchaus unterscheiden. So geht man davon aus, dass Garmin und Runscribe die Gesamtarbeit mit einbezieht, die für die Laufbewegung notwendig ist. Dazu gehört zum Beispiel auch die Arbeit, die zur Bewegung der Arme aufgewendet wird. Stryd berücksichtigt wohl nur die externen Faktoren der Laufleistung – was die kleineren Zahlen vielleicht nachvollziehbar macht.

Andererseits ist es bei mir zum Beispiel so, dass ich mit den Formeln aus „Geheimnis des Laufens“ sehr gut die Werte nachvollziehen kann, die Stryd mir liefert. Die beiden Rechenmodelle scheinen also auf gleichen Annahmen zu beruhen – im Idealfall also auf der Physik. ;)

Ich bin jedenfalls gespannt, in welche Richtung sind das weiter entwickelt – und ob man sich auf einen gemeinsamen Standard wird einigen können. Im Moment läuft es darauf hinaus, dass man schön bei seinem „Watt-Dealer“ bleiben sollte und nicht zwischen den Anbietern wechseln.

    1. So würde ich das nicht nennen. Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft und ich erhoffe mir schon, dass sich daraus im nächsten Jahr eine Lösung entwickelt, die für viele Läufer zugänglich ist und auf dessen Werte man sich verlassen kann.

      1. Ein weiterer Anbieter (zu Stryd und RunScribe) ist gut, stelle ich nicht in Abrede. Die „krumme Spezifikationsgeschichte“ von Garmin ist sehr unsauber/unschön; wenn man sich mit der Materie etwas beschäftigt hat, geht das aus dem DCR’s Blog-Post und den User-Kommentaren gut ersichtlich.

        1. Ich hab das Problem dass Trainings peaks immer die Daten von garmin nehmen und nicht von Stryde. In der Stryde App wird der Lauf aber geführt .kann man also die wattmessung über garmin irgendwie ausstellen oder was muss ich tun damit die Watt Werte von Stryde übernommen werden. (FR 955 mit garmin pro Gurt und Stryde pod)

          1. Das ist leider derzeit ein ungelöstes Problem bei der FR 955. Wenn Du den Garmin Pro Gurt benutzt, speichert Garmin automatisch auch die Garmin-Power-Werte zusätzlich zu denen vom Stryd. Die verschiedenen Plattformen gehen dann leider unterschiedlich mit den Werte um: mal werden die Garmin-Werte benutzt, mal die vom Stryd. Das kann man im Moment wohl nur umgehen, indem man keinen Garmin-HR-Gurt oder -RD-Pod benutzt und Garmin somit keine eigenen Power-Werte ermittelt.

            Es gibt dazu auch Threads im Garmin Forum: https://forums.garmin.com/sports-fitness/running-multisport/f/forerunner-955-series/296142/garmin-strap-power-stryd-power-doubled-power-values-in-activity

          2. Hi Christopher,

            ich habe das Thema mit TrainingPeaks, Stryd und Garmin jeweils angesprochen. Es gibt Lösungsvorschläge, meiner an Garmin lautete, baut doch einfach kurzfristig einen Schalter ein, der erlaubt das Erheben der nativen Garmin-Leistung zu deaktivieren. Er hat es leider nicht in die aktuelle Beta geschafft.
            Kurzfristig kannst du das Problem lösen, indem du den HRM Pro nicht per ANT+ sondern per Bluetooth mit deiner 955 verbindest, dann werden keine Leistungs- und Laufdynamikdaten von Garmin an die Uhr gesendet.
            Du findest die Option unter Sensoren, dann auf den HRM Pro und dann Verbindungstyp auf BT LE umstellen.

          3. Danke euch beiden, erstmal bin ich froh dass es nicht nur mir so geht. Ne Tipp von marc Probier ich gleich morgen aus , danke

          4. Das problem
            Ist wieder aufgetreten und krieg es nicht weg. Garmin
            Power und nicht die vom Stryd wird von Today‘s Plan oder training peaks genommen obwohl der Gurt im BLuetooth mode ist .. gibts eine neue Lösung und habe andere auch das Problem ? Während der Einheit zeigt die Uhr die Daten aber vom Stryd an nur wenn ich die Sachen hochlade nicht

          5. Mit dem Problem kämpfe ich auch immer noch. Je nach Uhrenmodell sollte über ein Firmware-Update mittlerweile die Möglichkeit verteilt worden sein, die Garmin Running Power für den Sportmodus zu deaktivieren. Du musst also in die Einstellungen von „Laufen“ gehen und dort die „Laufleistung“ auf „aus“ stellen. Dann sollte nur noch die Stryd-Leistung aufgezeichnet werden.

            Bereits aufgezeichnete Dateien kann man mit den Fit File Tools reparieren: den Field Stripper benutzen, die Datei hochladen, „Power“ entfernen lassen, wieder runterladen und die Datei dann auf die anderen Plattformen hochladen.

  1. Schade, dass Garmin die Stryd Daten, beim Laufen, nicht vollständig als Fit Datei ablegt. Beim Radfahren werden ja auch Daten, von nicht Garmin Powermeter, abgelegt.

    1. Hi Volker, die Stryd-Daten finden sich komplett und sauber im Fit-File. Die Leistung wird in den Power-Kanal geschrieben und die weiteren Metriken in die Developer-Felder.

  2. Hallo,

    schön, dass sich Menschen die Zeit nehmen mal Daten und Erfahrungen zu teilen. Habe selbst eine 735XT und müsste umsteigen, um Garmins Lösung zu nutzen, weshalb ich eher an Stryd interessiert bin.
    Habe die Power App mal installiert und habe jetzt gesehen, dass ich nur 1 Datenfeld in die Laufdaten einbinden kann, also aktuelle Leistung oder Durchschnittsleitung pro Runde etc. – Ist das so korrekt?
    Ich werte meine Laufdaten aktuell nur sehr grob aus (exportiere nichts aus Garmin Connect) und frage mich, ob das Power Datenfeld auch z. B. In der connect App ausgewertet/angezeigt wird. Ich finde dazu keine Informationen, so wie überhaupt sehr wenig zu dem Thema zu finden ist. Leider…

    Viele Grüße
    Marcus

    1. Hi Marcus, das ist (leider) korrekt: die Platzierung von Datenfeldern ist sehr beschränkt. Zumindest bei Garmin. Suunto unterstützt Power nativ, daher kann man sie in so vielen Variationen auf den Bildschirmen verteilen, wie man will. Ich habe aber ehrlich gesagt noch nie etwas anderes als die aktuelle Power gebraucht. Ansonsten: wenn Power aufgezeichnet wird (egal ob Stryd die Quelle ist oder Garmin Running Power), gibt es dazu auch einen Graphen auf Garmin Connect. Damit kann man aber nicht so viel anfangen. Das große Potential vom Laufen nach Leistung liegt in den enormen Auswertungsmöglichkeiten – siehe WKO4 oder Golden Cheetah.

  3. Sehr interessanter Blog Beitrag, Danke dafür. Da ich mich derzeit auch mit dem Thema beschäftige und kürzlich durch Zufall erst auf Garmin´s „Lösung“ gekommen bin (und glücklicherweise auch die Hardware dafür habe) ist Deine Erkenntnis sehr interessant für mich. Denn letztlich habe ich keinen Stryd Sensor und bin aktuell etwas geizig mir den auch noch zuzulegen ;-) Ich „arbeite“ jetzt erstmal mit den Garmin-Werten.

    VG
    Thomas

    1. Hi Thomas, habe euren letzten Podcast dazu gerade gehört. Peter ist ja schon etwas tiefer im Thema – und Michael auf jeden Fall ein guter Orientierungspunkt. Zum Reinschnuppern reicht die Garmin-Lösung allemal. Leider läßt sich das nicht mehr parallel zu Stryd nutzen, weil Garmin seit dem letzten Update in den selben Kanal schreibt. Daher ist das für mich etwas unattraktiver geworden. Zudem scheinen sich die Experten halbwegs einig zu sein, dass Garmins Powerwerte viel zu hoch sind. Aber wie Peter schon richtig gesagt hat: so lange man sich an den relativen Veränderungen orientiert und nicht die absoluten Werte als „reine Wahrheit“ ansieht, läßt sich damit ganz gut arbeiten. Ich habe allerdings auch aus gut informierten Quellen gehört, dass wir da aus Richtung Garmin bald noch etwas erwarten dürfen. Ich finde das Thema jedenfalls weiterhin extrem spannend und das Laufen nach Watt eine große Verbesserung für die Trainingssteuerung.

      Gruss

      Thomas

  4. Hallo HarleRunner

    Besten Dank für diesen Interessanten Beitrag. Irgendwie finde ich das bei Garmin lustig. Ich habe mir extra den Stryd gekauft, weil ich eine exakte Anzeige für die Geschwindigkeit wollte. Bei meiner Laufstrecke ist das GPS Signal bei diversen Modellen sehr unzuverlässig. Ich traniere in einem Tal. Zudem stört noch der Wald und der Fluss das GPS Signal. Mit dem Stryd bin ich sehr zufrieden, der Stryd reagiert viel schneller als der Puls. OK Geschwindigkeit wird beim Garmin eben nicht angezeigt, mit der Zeit weiss man aber, dass xxx Watt etwa die gewünschte Geschwindigkeit ergeben.

    Nun will eben Garmin mit der unzuverlässigen GPS Methode die Watt ermitteln?!?

    Viele Grüsse

    Markus

    1. Hi Markus, welche Garmin-Uhr benutzt Du denn? Grundsätzlich kann Stryd ja schon sowohl Watt als auch Pace und Geschwindigkeit anzeigen. Meine 935 ist so konfiguriert und damit bin ich sehr zufrieden.

    2. Hallo Thomas,

      Habe den Stryd nun auch bestellt und der wirklich nette Händler hat mir telefonisch und in einigen Mails noch Hinweise gegeben. Man müssen der Uhr den Sensor für die Pace auf den Stryd umstellen können. Ich nutze eine 735XT, da soll es gehen, habe den Sensor noch nicht, sonst könnte ich sagen wie…

      Grüße
      Marcus

      1. Hi Markus, Du meinst nicht etwa Stephan von Bewegungsfelder? ;) Sobald der Sensor mit der Uhr gekoppelt ist (reicht als Laufsensor), kann man in den Optionen zum Sensor einstellen, ob und wann Pace und Distanz des Sensors verwendet werden sollen: immer, nur wenn kein GPS oder nie. Bei mir steht das auf „immer“.

  5. Moin Zusammen,
    Markus schrieb :
    „Nun will eben Garmin mit der unzuverlässigen GPS Methode die Watt ermitteln?!?
    Viele Grüsse“
    Wie Thomas oben im Blog_Artikel schrieb, nimmt Garmin mehrere Quellen zur Berechnung der Power zur Hilfe und berechnet daraus die Leistung. Diese stammen teils aus dem Brustgurt und teils aus der Uhr.
    Habe ich das richtig verstanden ?

    VG Thomas

    1. Hi Thomas,

      Markus hat schon vollkommen Recht. Auch wenn Garmin seine genaue Formel zur Berechnung nicht offen legt (die einzelnen Faktoren stehen ja oben), dürfte die Pace den weitaus größten Einfluss auf den Watt-Wert haben. Es hat ja auch seinen Grund, warum Stryds Pace- und Distanzangaben zu präzise sind! Wie abhängig die Garmin Running Power vom GPS ist, kann jeder leicht testen, wenn er durch in einen Tunnel läuft, in den Wald oder einfach in einen Bereich mit schlechtem GPS-Empfang. Dann spielt der Watt-Wert verrückt. Ich würde einen gut kalibrierten Footpod als Geschwindigkeitsquelle dem GPS vorziehen. Dafür würde sich der Stryd sehr gut eigenen ;) oder der MilestonePod.

  6. Ich weiß, bin spät dran.

    Ich habe heute versucht, den hrm rum mit fenix 5 zu nutzen. Beim Lauf wurde mir kein Wattwert angezeigt.

    Woran kann das liegen? In Connect finden sich dann auch keine wattzahlen…

    Viele Grüße

  7. Schade, wollte Dich gerade per Chat kontaktieren.
    Ging früher ganz gut hier.
    Ist leider nun nur über extra Programme möglich Facebook-Whatsapp und Co?
    Selbst ein Kontaktformular hast Du nicht mehr.
    Hast Du so viel SPAM bekommen?
    Nun ja, Deine Sache.
    Deswegen auf diesem Weg:
    Der Test ist ja von 2017, hast Du mal Lust auf ein neuen aktuellen Test.
    GARMIN wird hoffentlich hier etwas geschraubt haben.
    So wie Du das testest und beschreibst, gefällt es mir nämlich.
    Gruß und Danke
    Maxe

    1. Hallo Maxe, soweit ich das Thema verfolgt habe, hat sich da bei Garmin nichts getan. Ich vermute aber stark, dass das nicht immer so bleiben wird. Wenn da etwas passiert, bin ich auch wieder dran am Thema.

      Was die Kontaktaufnahme angeht: E-Mail funktioniert auch wiederhin… ;)

  8. Danke für diesen Beitrag!

    Ich nehme mir seit geraumer Zeit vor, die Leistungs- und Laufeffizienz-Werte des Stryd und des HRM Pro/RD Pod mal konsequent über mehrere Aktivitäten zu vergleichen und nicht nur episodisch. Schnell laufen und dafür das Training planen war aber die letzten Monate immer irgendwie wichtiger.

    Für mich war und ist die Leistung aber auch bis jetzt noch nicht zur Trainingssteuerung beim Laufen eingesetzt. Die Powermeter-Kurbeln am Rad haben da mehr Bedeutung für mich.

    Die 30-40% höheren Leistungswerte des Garmin-Datenfelds im Verhältnis zum Stryd kann ich bestätigen, allerdings verhalten sich auch insbesondere die vertikale Bewegung mit Stryd und RD Pod/HRM Pro unterschiedlich (mit mehr oder minder konstantem, systematischem Faktor dazwischen). Auch dieser Teil der Rechnung dürfte eine Rolle spielen, da ja eine Menge Energie beim Laufen in die Auf- und Abbewegung des Rumpfes gesteckt wird.

    Mal sehen, ob ich vor der nächsten Marathon-Vorbereitung Elan finde, mal wirklich vergleichende Studien zu betreiben – Daten habe ich genug: Ich laufe seit über zwei Monaten (und somit schon mehr als 800 Kilometer mit sehr unterschiedlichen Schuhen, Untergründen und Profilierungen des Geländes) mit beiden Datenquellen, die jeweils auch voll ins Fit-File geschrieben aufbewahrt sind.

    1. Hallo Talianna, vielleicht wartest Du damit noch, bis Garmin seine angeblich native Running-Power umgesetzt hat. ;) Da scheint ja jetzt kurzfristig etwas zu kommen – inklusive einem neuen Sensor.

      Aber: warum ist die Leistung für Dich bisher nicht für die Trainingssteuerung interessant?

      1. Naja, vielleicht mache ich dann einen Vergleich zwischen allen dreien ;)

        Ich trainiere derzeit nach Peter Greif. Da spielt die Marathon-Pace eine weit größere Rolle als die Leistung. Bergläufe sind zur Zeit wenig im Spiel, da wäre es sehr hilfreich für die Vergleichbarkeit.

        „Nicht interessant“ ist eigentlich auch übertrieben. Ich messe die Leistung, ich protokolliere das und nutze die Leistung zu Vergleichen. Aber ich laufe meine Intervalle eher nach Pace als nach Leistung, das meinte ich damit.

      2. Hallo Thomas,

        Du sprichst einen erwarteten neuen Garmin Sensor an, ich hatte ja heimlich gehofft, dass Garmin einfach Stryd kauft, so wie sie das mit Tacx gemacht haben.
        In der Vorstellung der FR955, sowie in DC Rainmakers Review sieht man jetzt, dass die einzige Änderung ist, dass man auf neueren Geräten (die Updates sollen zeitnah kommen) die IQ Apps nicht mehr braucht und man endlich Trainings mit Power erstellen kann.
        Leider behakeln sich jetzt wohl der Stryd und die Garmin Daten
        https://forums.garmin.com/sports-fitness/running-multisport/f/forerunner-955-series/296142/garmin-strap-power-stryd-power-doubled-power-values-in-activity

        1. Hi Marc, das sieht für mich erstmal nach einer Verschlimmbesserung aus… Die Problematik gab es glaube ich ursprünglich auch schon bei der Einführung von Running Power. Nur dass man da natürlich frei wählen konnte, ob man das Garmin Datenfeld oder das von Stryd benutzt. Ich bin mir sicher, dass Garmin dafür eine Lösung findet – wahrscheinlich, indem die Watt-Werte in die CIQ-Felder geschrieben werden, falls kein externer Powersensor verbunden ist. Alternativ könnte man den Stryd ja auch zusätzlich als (Rad-) Powermeter verbinden. Dann dürften die Watt-Werte die von Garmins „nativer“ Power überschreiben. Und man benutzt (so wie ich) nur den OHR oder einen Polar-Brustgurt. ;)

    2. Selbes Problem: 30-40% zu hohe Wattwerte bei Garmin. Wer sich schon mal mit Leistung beschäftigt hat weiß dass 6 Watt/kg über 5 Stunden wohl sehr utopisch für einen Amateurläufer sind (Auch im Rennen)

      Trainingpeaks rechnet da dann auch noch den TSS (Training Stress Score) raus was mir die komplette Belastungsplanung zerlegt. Echt ziemlich ärgerlich.

      Hab dem Support geschrieben ob man irgendwas kalibrieren muss oder so, bis jetzt keine Antwort.

      1. Es gibt keine allgemein verbindliche Festlegung, wie „Running Power“ zu ermitteln wäre. Jeder Hersteller kocht da sein eigenes Süppchen. Daher macht es auch keinen Sinn, Stryd-Werte mit denen von Garmin zu vergleichen. Garmins Werte sind nicht „zu hoch“, sondern einfach anders berechnet, so daß auch eine andere Zahl bei gefühlt gleicher Belastung heraus kommt.

        Wenn Du Deinen FTP für die Garmin-Werte kennst und den bei TrainingsPeaks hinterlegst, sollte auch die TSS-Berechnung stimmen – genauso wie es bei Stryd-Werten ja auch funktioniert.

        1. Okay dass es keine offiziell verbindliche festlegung gibt ist klar. Auch klar ist aber dass mein Körper rein physiologisch nicht dazu Imstande ist eine Leistung von 300 Watt über 5 Stunden zu halten. Das ist ja auf dem Rad gut messbar.
          Ein weiteres Indiz ist dass sich in Trainingpeaks die erbrachte Leistung (aus den Watt gerechnet) auch um ca 40% vom kalorienverbrauch unterscheidet. Klar, alles ungefähre Rechnungen mit vielen Variablen aber so viel Differenz kann da wohl nicht richtig sein.
          Wenn ich auf dem Rennrad und beim Laufen gleich fit bin sollte ich auch in beiden Sportarten über zB 1 Stunde die ähnliche Leistung erbringen können, zumindest nicht um die Hälfte mehr oder weniger oder nicht?

          Eventuell stimmt auch bei mir mit dem Gurt was nicht und die ganze Problematik ist hinfällig.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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