Asics Metaracer

Hätte mir vor einem halben Jahr jemand gesagt, dass drei meiner Lieblingsschuhe von Asics sein werden, hätte ich ihm ganz sicher einen Vogel gezeigt. ;)

Bisher hatte ich mit der Marke nur Stabilschuhe verbunden, die nicht besonders viel Lust aufs Laufen verbreiten. Aber mittlerweile hat sich meine Meinung da deutlich geändert.

Anzeige: Asics hat mir den Schuh für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Produkttest

Asics Metaracer

Herstellerlink
Asics Metaracer
Preis
200 Euro
Aktiv getestet
6 Wochen

Erster Eindruck

Der Metaracer Tokyo ist die limitierte Version des schnellen Wettkampfschuhs von Asics. Die Farbe rot steht für Japan und natürlich die Stadt Tokyo, in der in diesem Jahr eigentlich die olympischen Sommerspiele hätten stattfinden sollen. Wobei es ehrlich gesagt ein grelles Orange ist. ;)

Asics bezeichnet den Metaracer als ihren bisher fortschrittlichsten Wettkampfschuh und hat ihm daher nur die besten Elemente aus dem eigenen Haus mitgegeben. Der deutlich sichtbare „Keil“ der Dämpfung ist zum Beispiel aus FlyteFoam – einem Material, dass auch dem Novablast seinen besonderen Bounce gibt.

Auch deutlich zu sehen ist die gebogene Form des Schuhs. „Guidesole“ nennt Asics diese Technologie und verspricht bis zu 20% bessere Energieeffizienz beim Laufen, weil die Wade dadurch entlastet wird.

In diesem gebogenen, vorderen Teil versteckt sich auch eine Karbonplatte, die den Fuß zusätzlich darin unterstützt, die eingesetzte Energie in Bewegung umzuwandeln. Im Gegensatz zu anderen „Super-Schuhen“ geht die Platte aber nicht über den ganze Länge.

Absolut ungewöhnlich ist auch die Laufsohle. Sieht fast aus wie für einen Hallenschuh, erinnert aber gleichzeitig auch an die Rillen in den Autoreifen. Die Technologien dahinter nennt Asics „Grip“ bzw. „Wet Grip Rubber Sponge“ und sollen für exzellenten Halt auch bei Nässe sorgen.

A propos: für den Fall hat der Schuh sogar Drainageöffnungen im Obermaterial, um eventuell eindringendes Wasser direkt wieder ablaufen zu lassen. Ansonsten ist das Mesh-Upper natürlich sehr minimal und luftig, wie es sich für einen Wettkampfschuh gehört.

Ich war etwas erstaunt, Schnürsenkel aus Baumwolle (?) vorzufinden. Irgendwie Old-School ;), allerdings in der Funktion nicht zu unterschätzen. Meiner Erfahrung nach gehen die deutlich seltener beim Laufen auf als die synthetischen Varianten.

Die Fersenkappe ist natürlich recht weich, gibt aber sehr guten Halt. Und wie man sieht hat Asics dem Metaracer sogar ein wenig Polsterung rund um den Einstieg spendiert.

Moment: dickes Dämpfungspaket und Karbonplatte – und trotzdem liegt der Asics Metaracer noch unter 500 Gramm?! Das hat mich sehr überrascht. Ich hätte den Schuh mit der Ausstattung vom Gefühl her ins Leichtgewicht eingeordnet, zu den leichten Trainern. Aber er ist ein echtes Federgewicht und damit keinen Deut schwerer als andere Racing-Flats. Beeindruckend.

Erfahrungen beim Laufen

Der Asics Metaracer sitzt perfekt. Wie ein zweiter Socken. Er ist im Grunde überhaupt nicht da. Man kann sich also voll und ganz aufs Laufen konzentrieren. Das wiederum geht fast wie von selbst, denn allein durch das geringe Gewicht fliegen die Beine zur so.

Die Flytefoam-Dämpfung ist aber deutlich zu spüren und sorgt für weiche Landungen auf dem Mittelfuss und einen wahrnehmbaren Bounce. Im nächsten Moment sorgt aber die gebogene Form des Schuhs und die Karbonplatte für ein schnelles Abrollen und einen federnden Abdruck. Im Gegensatz zum Saucony Endorphin Speed musste ich mich hier nicht an das Abrollverhalten gewöhnen. Es fühlte sich vom ersten Schritt sehr natürlich an.

Im Rahmen der Soar X Tour habe ich den Asics Metaracer für meinen Rekordversuch auf der Meile getragen – der natürlich von einer neuen Bestzeit gekrönt war. ;) Auf der kurzen Distanz konnte ich voll vom karbon-unterstützten Vorfußabdruck profitieren.

Aber auch auf längeren Strecken wie meiner ca. 13 Kilometer langen Hausrunde hat mich der Metaracer zu neuen Bestzeiten getrieben – und zwar ohne Komfortverlust. Daher bin ich mir sicher, dass ich den Schuh auch sehr gut beim Halbmarathon tragen kann, obwohl ich mit über 80 kg nicht der leichteste Läufer bin.

Spaßfaktoren / Eignung

Nicht jeder Schuh eignet sich für jede Art von Training oder Wettkampf. Das ist (neben dem Schuh an sich) abhängig von Lauferfahrung, Leistungsstand, Gewicht und persönlichen Vorlieben. Meinen Spaß mit dem Schuh würde ich für folgende Kategorien so einschätzen:

Gemütliche Hausrunde
60%
Tempolauf
100%
Intervalle
100%
10k-Wettkampf
100%
Halbmarathon
100%
Langer Lauf
60%

Meine Meinung

Asics Metaracer
Absoluter Überflieger!
Der Asics Metaracer Tokyo ist der perfekte Wettkampfschuh für Distanzen bis zum Halbmarathon - jedenfalls für mich.

Der Schuh sitzt perfekt, ist sehr leicht, super gedämpft und hat sogar eine Karbonplatte. Bleibt als einziger Wermutstropfen nur der hohe Preis - der im Vergleich mit anderen Karbon-Schuhen aber eher im Mittelfeld liegt.
Qualität
Funktion
Aussehen
Preis / Leistung
4.6
Bewertung
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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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