Bloggercamp 2019

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Ich habe immer noch ein wenig Pipi in den Augen: es war Laufblogger-Camp und wir sind ganz viel gelaufen! ;) Aber fangen wir vorne an…

Freitag: Anreisetag

Auch wenn sich die Location in diesem Jahr leicht verändert hatte, blieb es bei der Fahrgemeinschaft mit Martin (runomatic.de), den ich auf halber Strecke einsammelte. Bei schönstem Sonnenschein ging es weiter auf die mittlerweile vertraute Route Richtung Osten. Aber nicht Balgstädt, sondern Laucha an der Unstrut war das Ziel. Genauer gesagt: Burgscheidungen (hihi).

Dort hatten Daniel (Strongman Dudl) und Eddy (Eddys Laufblog) bereits die Zimmer- und Sicherheitseinweisung in der Fahrradpension Mavi hinter sich. Wir durften uns noch ein Zimmer aussuchen und bewunderten erstmal ausgiebig den Ideenreichtum des lokalen Installateurhandwerks.

Offensichtlich beruhte die Lösung nicht auf Platzmangel, denn auch in der (ich nenne sie mal) Präsidentensuite setzte man auf diese Innovation. Und auf blaues Licht. Und auf den schonungslosen Einsatz von Farben und Mustern.


Abendlauf

Mit Andreas (Startblog F) waren wir dann schnell zu fünft und wollten den ersten Lauf nicht länger aufschieben. Nach den üblichen Berichten über die aktuellen Wehwehchen der Akteure und nachdem jeder seinen persönlichen Satelliten zwecks exakter Positionsbestimmung kontaktiert hatte, konnte es also los gehen – begleitet von weiterem Gejammer über die mangelhafte Technik der eigenen Laufuhr. Also ganz so wie es sich gehört. ;)




Die Route lief zuerst Richtung Kirchscheidungen (hihi), um uns dann in einem großen Bogen zur Unstrut zu führen. Nach gut sieben Kilometern, vielen Gesprächen und Scherzen waren wir wieder an der Pension angekommen.

Passend zur Abfahrt nach Laucha war auch Heimo (Timekiller) angekommen und hatte Hunger mitgebracht. Vor der Pizzeria stieß auch Simone, Daniels Frau, wieder zu uns, so dass die Runde komplett war. Mit vollem Bauch ließen wir den Abend dann noch in der Präsidentensuite ausklingen.

Samstag: Aktionstag

Schon vor dem liebevoll angerichteten Frühstück in der Pension, trieb es die ersten Blogger raus an die frische Luft. Davon sollte es noch mehr als genug geben, denn vormittags wollten wir hoch zum Schloß und dann die kleine Runde von Freitag anhängen.

Morgenlauf

Es ging direkt steil bergauf. Oben am Schloß wurden wir von einer schönen Aussicht und einem noch schöneren Downhill-Pfad überrascht.



Nach der Umgehung eines geschlossenen Tores fanden wir bald wieder auf den bekannten Weg und somit irgendwann auch wieder zurück zur Unterkunft.





Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb allerdings nicht, denn es war auch noch die (traditionelle) Kanutour geplant! Bei der Gelegenheit: wie immer großes Lob und vielen herzlichen Dank an Daniel für die Organisation und „Mundart-Hilfe“ vor Ort. ;)

Kanutour

Wir wurden mit zwei 3er-Kanus nahezu unverantwortlich weit von „Boys Weinausschank“ auf der Unstrut ausgesetzt. Dabei stellte sich heraus, dass wir seit dem letzten Jahr nichts, aber auch gar nichts, dazugelernt hatten… ;)



Offensichtlich hatte sich niemand mit der Technik des Grundschlages vertraut gemacht – ganz zu schweigen vom C-, Zieh-, Bogen-, Drück- oder J-Schlag. Trotzdem schaffte es ein Boot relativ geradeaus zu fahren, während ein anderes Boot… ähm… einfach mehr von der Landschaft mitbekam. Das war auch gut so, denn hier war das gesamte Filmequipment der Tour versammelt.



Das Wetter war einfach herrlich! Es gibt sehr schöne Ecken an der Unstrut und auch die Einheimischen sind total nett – wenn man einen Übersetzer dabei hat. ;) So konnte uns Daniel vor dem sicheren Verdursten retten, indem er im Vorbeifahren ein paar Flaschen Helles organisierte. Das tat gut!

Als nächstes galt es die Trichterschleuse zu überwinden, was Dank der jahrelangen Erfahrung aller Paddler problemlos gelang – und uns eine Wildwasserfahrt ersparte.

(c) Andreas (laufblog-f.de)
(c) Andreas (laufblog-f.de)

Mittlerweile lief es auch ganz gut geradeaus – was vielleicht auch daran lag, dass immer hinter der nächsten Kurve „Boys Weinausschank“ vermutet wurde. Irgendwann stimmte das dann auch und wir konnten an Land gehen.


Es war ganz schön was los, aber wir konnten uns noch einen Tisch in der Sonne organisieren. Der Weißwein war wie immer sehr lecker. Dazu gab es zwei Runden Fettbemmen – ein Brot mit Schmalz und Gurken.


(c) Andreas (laufblog-f.de)
(c) Andreas (laufblog-f.de)

Zum Glück mussten wir uns nun nur noch bis zur alten Zuckerfabrik treiben lassen, wo wir die Boote aus dem Wasser holten.



Abendlauf

Aber auch damit war das sportliche Programm für den Tag noch nicht ganz abgearbeitet. Zum zweiten Mal ging es in die Laufschuhe – diesmal auf eine etwas größere Runde. Die Wege trennten sich für die Gruppe allerdings, als sich Richtung Flugplatz die ersten deutlichen Steigungen ankündigten.



Andreas und ich folgten der Bergziege Martin auf dem steinigen Pfad bis ganz nach oben und wurden durch eine herrliche Aussicht belohnt.



Kaum hatte sich der Puls wieder normalisiert, ging es genau so steil auch wieder bergab. Diesmal allerdings auf Asphalt und in Lichtgeschwindigkeit (bei meiner Uhr ist ca. bei 3:30 min/km der Zeiger abgebrochen). ;)

Der Weg zurück führte uns (diesmal auf dem Landweg) bei Boy vorbei – allerdings war keine Zeit für eine Pause, wenn wir pünktlich zum Grillabend zurück sein wollten. Wieder machte Martin das Tempo und zog uns in seinem Windschatten bis nach Burgscheidungen (hihi) zurück.

Nach einer heißen Dusche und ausgiebiger Benutzung des „Wundergerätes“ (sprich: Theragun), konnten wir uns müde und zufrieden dem gemütlichen Teil des Tages widmen. Wir wechselten für jeden Gang zwischen Grill und Esstisch, um das von Daniel fachmännisch zubereitete Grillgut zu vertilgen. Dabei kam auch das ein oder andere „Haltebrot“ zum Einsatz.

So richtig alt sind wir an dem Abend alle nicht geworden. Der Tag war lang und ereignisreich genug gewesen, um schon vor Mitternacht ins Bett zu fallen.

Sonntag: Abreisetag

Am nächsten Morgen war der Gang zum Frühstück irgendwie nicht genau so geschmeidig wie sonst. ;) Es fand sich auch kein Trüppchen für einen letzten Lauf, so dass nach dem Packen nur noch das obligatorische Gruppenfoto fehlte.

Notdürftig wurden die wenigen mitgebrachten Kameras aufgebaut, um ein letztes Abbild der tapferen Truppe einzufangen, bevor sich alle wieder auf den Weg nach Hause machten.

Abschluss

Ich habe die Zeit wieder sehr genossen und freue mich jetzt schon auf das nächste Mal. Vielleicht müssen wir uns dann langsam einen neuen Titel überlegen und „Blogger“ durch „Podcaster“ und/oder einfach „Läufer“ ergänzen. Aus dem #LBC2019 könnte also das #LBPC2020 werden. Und aus dem halben Dutzend gerne auch wieder zwei. Egal wie, wann und wo: es wäre mir eine Ehre wieder dabei sein zu können. :)

Noch nicht genug?

Natürlich ist nicht nur mein Bericht entstanden. Wie üblich werden noch weitere Beiträge eintrudeln, die ich hier gerne zum Weiterlesen verlinke.

Timekiller: Veteranentreffen

Runomatic: Laufbloggercamp 2019

Startblog-f: Laufbloggercamp 2019 Burgscheidungen – neues Schloss und neue Strecken

Eddys Laufblog: Das-Lauf-Blogger-Camp 2019

Auch das Videomaterial wurde teilweise verarbeitet und gibt einen zusätzlichen Eindruck, wie gelungen das Wochenende wieder mal war.

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  1. Sau geile Zusammenfassung eines sehr schönen Wochenendes.
    Das Video ist gelungen. Du hast es mehrfach geschrieben und mit(hihi) hinterlegt. Die Insider wissen um was es geht. Du hast mich ins Gesicht gefilmt
    Ich freue mich auf das nächste Treffen.

  2. Hallo Thomas,

    super Bericht, tolle Bilder und ein hervorragendes Video. Mit Dir als Blogger hatten wir ja einen würdigen Vertreter der Zunft in unseren Reihen.

    wir sehen uns nächstes Jahr.

    Grüße -timekiller-

  3. Schöner Bericht. Ich bedauere es sehr, dass ich die letzten 2x nicht teilnehmen konnte. Der Besuch bei Boy’s war wirklich genial.

    Die Unterkunft sieht ja auch sehr „interessant“ aus.

  4. Yeah, das war wieder richtig geil – und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Camp. Von mir aus können wir den Trend gerne beibehalten, also wieder mehr laufen und weniger trinken. So lange ich mithalten kann, bin ich immer wieder dabei!

    1. Beim Mithalten unterschätzt Du Dich ja anscheinend manchmal. ;) Und nicht, dass Du nach dem nächsten Camp direkt einen Marathon im Anschluss läufst! :)

  5. „…den Trend gerne beibehalten, also wieder mehr laufen und weniger trinken. “

    Ja genau. Äh, was?

    Gut, dass dein Text wenigstens stimmig ist. Der Kommentar von Eddy war es nicht. ^^

  6. Sehr schöner Bericht von einem sehr schönen Wochenende, Thomas! Das hast du stimmig und perfekt zusammengefasst, inklusive hihi und Haltebrot. Auch ich freue mich schon auf’s nächste Camp – und bin gespannt, ob sich der Trend „mehr laufen, weniger trinken“ hält…

    PS: Mein Bericht dauert noch etwas, ist aber in Arbeit.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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