Salomon S/LAB Phantasm

Mit dem Salomon S/LAB Phantasm ist ein Strassenlaufschuh in die Top-Kategorie des französischen Herstellers aufgenommen worden.

Anzeige: Salomon hat mir den Schuh für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Produkttest

Salomon S/LAB Phantasm

Herstellerlink
Salomon S/LAB Phantasm
Preis
180 Euro
Aktiv getestet
6 Wochen

Erster Eindruck

Puh… das ist echt nicht viel Schuh. Schon beim ersten Anblick ist klar, dass der S/LAB Phantasm ein ziemlich minimaler Wettkampfschuh ist. Aber etwas anderes hätte ich in der S/LAB-Kollektion auch nicht erwartet.

Das Obermaterial ist ein sehr dünnes und luftiges Mesh, dass stellenweise durch Applikationen verstärkt wurde. Auch die Dämpfung ist mit 23,5 Millimetern unter der Ferse nicht gerade dick und fällt nach vorne um 6 Millimeter ab.

Die Laufsohle sieht sehr ungewöhnlich aus mit ihren stromlinienförmigen Rillen. Zumindest läuft man auf einem zusätzlichen Gummi und nicht direkt auf dem TPU-Schaum der Dämpfung.

Die Schnürung ist ganz herkömmlich mit Schnürsenkeln. Wie bei allen Strassenlaufschuhen verzichtet Salomon beim Phantasm also auf sein Quicklace-System.

Eine Fersenkappe sucht man beim S/LAB Phantasm vergeblich. Es geht hier genau so minimal zu wie beim Rest des Schuhs. Zumindest gibt es kleine Polster, die sicher nicht nur für den Komfort, sondern auch für den Halt im Schuh verantwortlich sind.

Natürlich macht sich dieser ganze Minimalismus auch auf der Waage bemerkbar. Mit gerade mal 482 Gramm für beide Schuhe in meiner Größe ist der Phantasm ein echtes Federgewicht.

Erfahrungen beim Laufen

Der S/LAB Phantasm hatte bei mir einen schwierigen Start. Sein offizieller Launch im November fiel nicht gerade in die typische Wettkampfsaison. Und es ist ziemlich offensichtlich, dass er nicht für Regen, Matsch und Schnee gedacht ist. So kam er nach sehr sporadischen Einsätzen über den Winter erst an den warmen Tagen wieder nach draussen.

Da hatte Killian seine 24h-LAuf-Challenge mit dem Schuh bereits hinter sich. Mir ist ein Rätsel, wie er mit dieser Rennflunder fast 150 Kilometer am Stück laufen konnte! Das lässt sich wohl nicht nur aufs Gewicht schieben. ;)

Doch so minimal der Schuh ist, so viel Spaß macht er beim Laufen! Der Schuh ist S/LAB-typisch eher schmal geschnitten und sitzt daher ziemlich perfekt an meinem Fuß. Der Phantasm ist einer von den Schuhen, die ich nach dem Schnüren auch direkt wieder vergessen habe.

Dieses Lob verdient er sich auch durch die angenehme Dämpfung. Sie hat genau das passende Maß zwischen hart und weich, um halbwegs komfortabel, aber eben dynamisch mit dem Schuh laufen zu können.

Bei meinem Körpergewicht verliert sie nach ca. 10 Kilometern im Renntempo zwar etwas an Komfort, aber für längere Wettkämpfe würde ich den Schuh sowieso nicht tragen. Leichtere Läufer trifft das vielleicht erst beim Halbmarathon. Und Killian halt erst nach 150 Kilometern… ;)

Meine Meinung

Salomon S/LAB Phantasm
Rennflunder
Der Salomon S/LAB Phantasm ist ein minimaler, schneller Wettkampfschuh für die Strasse. Sitz, Dämpfung und Gewicht sind ziemlich perfekt für kurze, schnelle Rennen. Mir hat der Schuh sehr viel Spaß gemacht. :)
Qualität
Funktion
Begeisterung
Preis / Leistung
4
Bewertung
  1. „Mit dem Salomon S/LAB Phantasm ist zum ersten Mal ein Strassenlaufschuh in die Top-Kategorie des französischen Herstellers aufgenommen worden.“

    Das ist falsch. Den S/LAB Sonic und den S/LAB Sonic 2 gab’s schon lang zuvor. Letzterer war eine ganze Zeit mein Lieblingsschuh und steht sogar noch im Keller, weil ich mich doch nicht von ihm trennen mag.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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