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Das Buch „Das Geheimnis des Laufens: Trainingsdaten nutzen – Topleistungen erzielen* ist bereits das zweite Werk, dass sich mit moderner Wattmessung für Läufer beschäftigt.

Bereits 2016 hat sich Jim Vance mit seinem Buch „Run With Power* (auf deutsch: „Wattmessung für Läufer* ) diesem für Läufer neuen Thema angenommen. Er gibt darin eine gute Einführung in das Thema, erklärt alle wichtigen Konzepte und Definitionen und gibt erste Hinweise für die Anwendung in Training und Wettkampf. An vielen Stellen bleibt er aber noch eher vage und muss zugeben, dass das Thema noch zu neu ist und Erfahrungswerte fehlen.

Das Geheimnis des Laufens* von Hans van Dijk und Ron van Megen hat einen ganz anderen Ansatz. Entsprechend ihrer Profession beschäftigen sich die beiden Niederländer in ihrem Buch sehr mathematisch mit der Physik des Laufens. Eine Betrachtung, die erst durch die Verfügbarkeit von Wattmessern für Läufer möglich wurde.

Das Geheimnis des Laufens

Das Geheimnis des Laufens

Inhalt

Der erste Teil des Buches dreht sich um die Grundlagen des Laufens. Im Schnelldurchlauf werden Themen wie Trainingsprinzipien, Ernährung und Trainingspläne behandelt. Darauf hätte man meiner Meinung nach auch verzichten können, denn das Buch ist eigentlich kein Laufbuch…

Danach geht es aber sehr schnell und gut zur Sache: die beiden Autoren erklären die Physik des Laufens und begeben sich auf die Suche nach „der Laufformel“ – also einer mathematischen Beschreibung aller Kräfte und Faktoren, die letztendlich zur Bewegung des Läufers nach vorne führen.

Entsprechend diesem nüchternen Ansatz, wird der Läufer auch als „menschlicher Motor“ betrachtet und seine Leistungsfähigkeit untersucht. Nach und nach werden die Einflussgrößen vorgestellt und in die Laufformel integriert. Bei jedem dieser Themen wird anhand eines „Norm-Läufers“ untersucht und beschrieben, wie groß der jeweilige Einfluß auf die erbrachte Laufleistung ist.

Die Erkenntnisse daraus sind schon sehr spannend. Welchen Einfluß haben Gewicht, Wind oder Steigungen auf die Leistung? Immer bekommt man alle Formeln mit an die Hand, um sogar selbst rechnen zu können. Ausserdem wird die Leistung aktueller Spitzenläufer untersucht und sogar die Möglichkeit eines Marathons unter zwei Stunden besprochen.

Es folgt ein sehr praktisches Kapitel über die Anwendung eines Leistungsmessers für Läufer, mit konkreten Hinweisen für den Einsatz im Training. Mit knapp zehn Seiten ist dieser Teil allerdings relativ knapp ausgefallen. Dafür hätte man von mir aus auf das letzte Kapitel über Laufmythen verzichten können…

Bewertung

Meine Meinung: Lesenswert

„Das Geheimnis des Laufens“ gehört eher in die Kategorie „Wissenschaft“
als in „Sport“. Aber wer mit den Daten eines Leistungsmessers wie Stryd wirklich arbeiten will, findet in dem Buch viele wertvolle Grundlagen.

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