Allergien gegen Pollen oder Gräser scheinen weit verbreitet zu sein. Bei mir sind es die Birkenpollen, die mir im Frühling den Aufenthalt im Freien erschweren. Aber davon lasse ich mich natürlich nicht abhalten. 😉

Meine Symptome

Bei mir wurde erst relativ spät festgestellt, dass ich allergisch gegen Birkenpollen bin. Denn echte Symptome einer Allergie hatte ich nicht. Dafür regelmäßig im Frühling eine Nasennebenhöhlenentzündung. Oder zwei. Oder drei. Irgendwann stellte sich über den zeitlichen Zusammenhang heraus, dass die Entzündung wohl durch die Reaktion auf die Pollen ausgelöst wird.

Seit ein paar Jahren stellt sich leider aber auch ein starkes Niesen im Freien ein. Und in ganz schlechten Jahren brennen meine Augen, wenn ich zu lange draussen war.

Prävention

Als Allergiker sollte man möglichst den Kontakt mit dem Allergen vermeiden. Das ist natürlich sein super Tipp… 😉 Denn das Draussen-Sein lässt sich nicht vermeiden. Ich versuche es zur Birkenblütezeit zumindest auf ein Minimum zu reduzieren – ohne da besonders extrem vorzugehen. Von einem Spaziergang mit den Kindern, der notwendigen Arbeit im Garten oder dem Gang in die Stadt lasse ich mich nicht abhalten. Aber ich vermeide ansonsten bei jeder Gelegenheit den Aufenthalt im Freien oder reduziere ihn zumindest auf ein Minimum.

Vor dem Schlafengehen wasche ich mir die Haare kurz mit Wasser durch, um die am Tag eingefangenen Pollen nicht auf dem Kopfkissen zu verteilen. War ich viel draussen, mache ich ausserdem eine Nasendusche, um die Pollen nach Möglichkeit von den Schleimhäuten zu spülen. Wenn wir daran denken, ziehen wir auch die Tageskleidung nicht im Schlafzimmer aus, um auch so keine Pollen ans Bett zu tragen. Gelüftet wird nur früh morgens, wenn die Pollenbelastung der Luft am geringsten ist. Und natürlich nur so kurz wie notwendig.

Daneben achte ich bei hohen Trainingsbelastungen und kritischen Allergiephasen darauf, ausreichend Eiweiß und Vitamine zu mir zu nehmen. Im Zweifelsfall greife ich auch zu Vitamintabletten und Eiweißpulver, um kurzfristig eine hohe Versorgung zu haben. So habe ich mich im Herbst auch um viele Erkältungsphasen herum gedrückt. 😉

Hilfsmittel

Da sich der Kontakt mit den Birkenpollen nur reduzieren, aber nicht vermeiden lässt, nehme ich frühzeitig Antihistaminika ein. Früher waren das Tabletten mit Cetirizin, mittlerweile ist es der Wirkstoff Loratadin. Damit komme ich gut zurecht und habe die typischen Heuschnupfen-Symptome im Griff. Es ist häufig nicht mal schlimm, wenn ich die Tablette an einem Tag vergesse. Aber häufiger macht sich morgens bereits ein leichtes Brennen der Augen bemerkbar, das durch das Medikament nach kurzer Zeit verschwindet.

Schleicht sich trotz aller Vorsorge eine Nasennebenhöhlenentzündung an, ist eine Nasendusche*meine wirksamste Waffe dagegen. Mehrmals täglich (und an schlimmen Tagen auch mehrmals nachts…) kommt sie zum Einsatz und spült die Nase mit einer Salzlösung frei. Damit lässt sich die Entzündung zwar nicht vollständig verhindern, aber zumindest sehr stark reduzieren. Nach zwei oder drei Tagen bleibt oft nur noch etwas Naselaufen zurück.

Und der Sport?

Von der Allergie lasse ich mich nicht vom Laufen abhalten. An sonnigen Tagen versuche ich den hohen Pollenbelastungen abends auszuweichen. Aber wenn das nicht geht, laufe ich trotzdem. Eventuell verschiebe ich auch mal einen Lauftag, um entweder bei Regen oder nach dem Regen laufen zu können. Ansonsten spare ich eher tagsüber mit der Zeit im Freien, um abends ganz normal trainieren zu können.

Hat mich die Nasennebenhöhlenentzündung erwischt, wäge ich ab. Solange ich mich gut fühle und auch der Vitalmonitor keine Auffälligkeiten anzeigt, laufe ich – im Grundlagenbereich zumindest. Wenn ich nicht gerade in der konkreten Vorbereitung auf ein Event stecke, lasse ich durchaus auch mal ein Training ausfallen, um mindestens drei Tage am Stück „Ruhe“ zu haben. Aber solange es nichts ist, gegen das der ganze Körper kämpft, habe ich mit dem (gemäßigten) Training gute Erfahrungen gemacht.

Wie haltet ihr das so?