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Jetzt hat es mich erwischt: in der kritischen Phase der Halbmarathon-Vorbereitung kann ich nicht laufen. Aber ich versuche durch Alternativtraining meinen Leistungsstand in den nächsten Wochen zumindest zu erhalten, vielleicht sogar zu verbessern. Meine Erfahrungen damit lest ihr hier.

Ab ins Fitness-Studio!

Gleich am Montag bin ich ins FIT/S gefahren, um mich dort für einen Monat anzumelden. Das ging fix und unkompliziert. Eine große Einweisung brauchte ich auch nicht, da ich nicht zum ersten Mal dort bin: für meinen BSXinsight-Test durfte ich schon die Laufbänder benutzen.

Ich hatte ausgetüftelt, dass ich mit 5x einer Stunde Training ungefähr auf die Belastung einer mittelmäßigen Trainingswoche kommen müsste. Das ist natürlich abhängig davon, wie man die Anstrengung auf den verschiedenen Geräten bewertet. Ich bin davon ausgegangen, dass mein Puls ca. 15-20 Schläge unter dem Laufpuls liegt und versuche so die Belastung zu steuern.

Trainingspensum

Montag:
35 Minuten Ergometer, 15 Minuten Crosstrainer, 10 Minuten Laufband

Dienstag:
20 Minuten Ergometer (liegend), 30 Minuten Ergometer, 6 Minuten Crossstrainer, 10 Minuten Laufband

Freitag:
30 Minuten Ergometer (liegend), 30 Minuten Ergometer mit 3×3 Minuten anaerob, 10 Minuten Laufband

Samstag:
30 Minuten Ergometer (liegend), 30 Minuten Ergometer mit 3×5 Minuten Tempo und 2×5 Minuten Schwelle, 10 Minuten Laufband

Erfahrungen

Die wichtigste Erkenntnis: das scheint ein gangbarer Weg zu sein. Die Belastungen sind zwar ungewohnt, aber von der Intensität her nicht viel weniger anstregend als ein Lauf von gleicher Dauer. Allerdings heisst das Zauberwort: Abwechslung. Es macht Sinn, sowohl die Geräte zu wechseln, als auch immer mal wieder höhere Intensitäten einzustreuen. Sonst kann es langweilig werden.

Ich hatte ja gedacht, ich könne nebenbei schön Netflix gucken. Aber das klappt nur im niedrigsten Anstrengungslevel. Anfeuernde Musik hilft dagegen sehr und hat mich wirklich gut durch die intensiven Abschnitte gebracht. Komisch, denn beim Laufen kann ich sowas gar nicht hören.

An das starke Schwitzen musste ich mich etwas gewöhnen, allerdings gehört das gleichzeitig auch zu dem guten Gefühl, sich ausreichend belastet zu haben. Auch wenn dieses Belastungsempfinden deutlich weniger lang anhält als nach einem Lauf.

Das echte Laufen auf dem Laufband habe ich mir schnell abgewöhnt, denn die Heilung steht ja an erster Stelle. Strammes Gehen fand ich aber auch einen sehr guten Abschluss, denn das bringt die Muskeln irgendwie wieder in einen „Normalzustand für Läufer“. ;)