Meinen ersten Lauf im neuen Jahr habe ich natürlich dazu benutzt auch den STRYD-Brustgurt auszuprobieren.

Nachdem ich bisher nur einige Trockenübungen mit ihm gemacht habe, war zumindest klar, dass ich ihn zusammen mit der Suunto Ambit3 nutzen will. Suunto unterstützt STRYD seit dem letzten Firmware-Update nämlich vollständig. Das heisst, man verbindet den Brustgurt einfach mit der Uhr und hat nicht nur die Herzfrequenz, sondern auch die Leistung in Watt als anzeigbaren Wert.

Somit hat man neben der Herzfrequenz und der Pace einen weiteren Wert, an dem man sein Training ausrichten kann. Aber so wie man seine Herzfrequenzbereiche erstmal kennen muss, gilt es die entsprechenden Leistungswerte zu ermitteln. Also… in Zukunft. Erstmal ein paar Erkenntnisse aus dem ersten Lauf.

STRYD Ambit3 Tempo

STRYD Ambit3 Tempo

Meine kleine Laufrunde führt über zwei Brücken. Trotz der Steigungen kann man sehen, dass ich mit dem Tempo relativ konstant geblieben bin. Zumindest ist die Anstrengung, die die Brücken mit sich bringen, nicht an der Pace abzulesen. An der Leistung allerdings schon – und zwar deutlich. Ähm… Leistung wird in Suuntos Movescount derzeit noch als „Strom“ übersetzt. An der weißen Kurve ist also deutlich zu sehen, dass die beim Laufen aufgebrachte Leistung bei den Steigungen deutlich ansteigt und bergab deutlich geringer ist. Sollte das nicht aber auch genau so gut an der Herzfrequenz abzulesen sein?

STRYD Ambit3 Herzfrequenz

STRYD Ambit3 Herzfrequenz

Ja, klar. Ist es ja auch. Allerdings wie man oben sehen kann mit einiger Verzögerung. Bergauf braucht die Herzfrequenz einige Zeit, bis sie die Belastung widerspiegelt, während der Leistung sofort in die Höhe schnellt. Runter das gleiche Spiel: der Puls bleibt noch eine ganze Zeit oben, während die Leistung logischerweise sogar unter den Wert auf gerader Strecke fällt.

Erstes kleines Fazit: das Ding funktioniert und liefert nachvollziehbare Werte. Die Benutzung mit der Suunto ist optimal. Eventuell könnte es sinnvoll sein parallel dazu die STRYD-App mit aufzeichnen zu lassen. Denn während in Movescount (und auf Strava!) die Leistung sauber mit angezeigt wird, ist die exportierte TCX-Datei im STRYD-PowerCenter irgendwie nicht vollständig. Es fehlt die Distanz. Zudem arbeiten die Jungs im Hintergrund permanent an Verbesserungen – zu denen auch ein Speichern der Läufe im Gerät gehört. Dann könnte das Handy zuhause bleiben und die Daten würden trotzdem sauber auf die STRYD-Plattform wandern. Wir werden sehen.