Lesezeit: ca. 3 min

Jetzt hat es mich erwischt: in der kritischen Phase der Halbmarathon-Vorbereitung kann ich nicht laufen. Aber ich versuche durch Alternativtraining meinen Leistungsstand in den nächsten Wochen zumindest zu erhalten, vielleicht sogar zu verbessern. Meine Erfahrungen damit lest ihr hier.

Ein Mal husten bitte…

Ne, keine Sorge: die Krankheitswelle hat mich zum Glück nicht auch noch erwischt. Zum Arzt war ich trotzdem und zwar beim Orthopäden. Ich wollte einfach sicher gehen, dass ich nichts falsch mache. Und vielleicht sogar eine Bestätigung, dass ich mit vorsichtigem Lauftraining anfangen darf.

Doch leider ist der junge Arzt, der selbst Marathon läuft, nicht mehr in der Praxis, so daß ich mit dem Chef Vorlieb nehmen musste. Der hat das Knie kurz angefasst und war dann direkt der Meinung, dass er ohne MRT gar nichts dazu sagen kann. Ich solle also erstmal in die Röhre und so lange das Bein nicht belasten. Ende des Gesprächs. Keine Rückfragen zugelassen. Dabei hatte ich noch ein zweites Wehwehchen mitgebracht, das ich nicht mal ansprechen konnte! Ich bin also nach wenigen Minuten sehr sauer wieder aus der Praxis gestapft und bin mir ziemlich sicher, dass ich dort nicht wieder hin gehen werde. Dann lieber doch zum Hausarzt. Der hat wenigstens immer ein offenes Ohr – und läuft selbst auch.

Trainingspensum

Montag:
30 Minuten Ergometer (liegend), 40 Minuten Ergometer mit 2x15min Schwelle, 10 Minuten Laufband

Mittwoch:
40 Minuten Ergometer (liegend), 40 Minuten Ergometer Temo, 10 Minuten Laufband

Samstag:
20 Minuten Ergometer, 30 Minuten Laufband (schmerzfrei!) 🙂

Sonntag:
10 Minuten Ergometer, 65 Minuten Laufband Pyramiden 6:00 / 5:30 / 5:00 (jeweils 5 Minuten hoch und runter)

Erfahrungen

Nach der Einheit am Montag tat mir der Po ganz schön weh… Ich hatte mir den Sitz des Ergometers etwas höher gestellt und lag quasi in Aero-Position auf dem Lenker. Zuhause konnte ich kaum noch laufen, weil mir die Sitzknochen so weh taten. Das hatte ich zuletzt zu Triathlon-Zeiten, wenn es nach der Winterpause wieder aufs Rennrad ging.

Ansonsten konnte ich die Dauer auf dem Ergometer ausdehnen und gleichzeitig den Widerstand erhöhen, so daß ich einige Minuten im Tempo- und Schwellenbereich sammeln konnte. Vom Belastungsempfinden her würde ich mittlerweile sagen, dass mein Ergometer-Puls ca. 15 Schläge unter dem Laufpuls liegt. Statt 145 auf der Straße bin ich also mit 130 auf dem Ergometer unterwegs.

Für Samstag war eigentlich geplant, nach dem Aufwärmen nur 20 Minuten auf dem Laufband zu laufen. Weil sich aber das Knie überhaupt nicht bemerkbar machte, habe ich noch 10 Minuten dran gehängt. Ich war echt glücklich komplett schmerzfrei laufen zu können. 🙂

Sonntag war ich auch sicherheitshalber auf dem Laufband im FIT/S, denn dort würde ich sicher sofort anhalten, wenn sich der Schmerz wieder zeigt – was bei einer Runde draussen nicht immer so einfach ist. Aber es lief verdammt gut! 🙂 Natürlich habe ich einiges aufzuholen, aber ich hoffe sehr, dass ich über den Berg bin. 🙂