Salomon S/LAB Sense 7 SG
Salomon S/LAB Sense 7 SG

Doppeltest: Salomon S/LAB Sense 7 und Sense 7 SG

Ich scheine etwas mit Kilian Jornet gemeinsam zu haben. Nein, es ist sicher nicht das Downhill-Tempo, aber es hat schon etwas mit dem Laufen zu tun:

Wir scheinen beide ziemlich schmale Füsse zu haben. Und dem entsprechend passe ich gut in „seinen“ Schuh und darf die Vorzüge des Salomon Sense 7 genießen. Wenn auch in einer ganz anderen Leistungsklasse… ;)

Produkttest

Salomon S/LAB Sense 7 (SG)

Herstellerlink
Salomon S/LAB Sense 7
Preis
ca. 180 Euro
Aktiv getestet
9 Wochen
Anzeige: Salomon hat mir die Schuhe für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Erster Eindruck

Salomon S/LAB Sense 7
Salomon S/LAB Sense 7

Den Salomon S/LAB Sense 7 gibt es ein zwei nahezu identischen Versionen. Die „normale“ Ausführung hat eine weisse Ferse, während die Variante für weiche Untergründe (SG) hinten schwarz ist.

Salomon S/LAB Sense 7 SG
Salomon S/LAB Sense 7 SG

Beiden gemeinsam ist die extrem minimalistische Bauweise. Für Kilians Wettkampfschuh hat Salomon Gewicht gespart wo es nur geht, ohne grundsätzlich an der Qualität zu sparen. Natürlich setzt man beim Obermaterial und beim Schnürsystem auf bewährte Standards.

Salomon S/LAB Sense 7
Salomon S/LAB Sense 7

Das Material des Sense 7 fühlt sich dünn, aber widerstandsfähig an. Mehrere Lagen sucht man vergeblich, aufgeklebte Applikationen zur Verstärkung an wichtigen Stellen sind aber natürlich vorhanden.

Salomon S/LAB Sense 7
Salomon S/LAB Sense 7

Mit dabei ist natürlich auch Salomons Schnellschnürsystem. Eine kleine Tasche oben an der (sehr dünnen) Zunge nimmt die „Schnürsenkel“ auf, so dass man im Gelände nicht damit hängen bleibt.

Salomon S/LAB Sense 7 SG
Salomon S/LAB Sense 7 SG

Das sockenartige Gefühl des Schuhs setzt sich auch bei der Ferse fort. Sie ist nur minimal gepolstert und ziemlich schmal. Eigentlich richtig dolle schmal… ;)

Salomon S/LAB Sense 7
Salomon S/LAB Sense 7

Wie gross der Eingriff an dieser Stelle ist, kann man sehr gut in Martins Vergleich mit dem Vormodell sehen. Aber auch so fällt auf, wie schmal die Ferse im Vergleich zum Vorfuss ist.

Salomon S/LAB Sense 7
Salomon S/LAB Sense 7

Die bewährte ContaGrip-Sohle ist sicher nicht auf Langlebigkeit angelegt, denn Salomon selbst gibt als einzigen Einsatzzweck des Schuh „Wettkampf“ an. Da muss dann natürlich auch der Grip stimmen, was durch ein optimales Stollendesign gewährleistet werden soll.

Salomon S/LAB Sense 7 SG
Salomon S/LAB Sense 7 SG

Bei der Laufsohle zeigt sich auch der Unterschied zum Sense 7 SG: die Stollen sind breiter und stehen weiter auseinander. Salomon bewirbt beide Schuhe als ideal für nasses und schmutziges Terrain, der SG ist allerdings deutlich auf weiche, nasse Untergründe spezialisiert.

Salomon S/LAB Sense 7
Salomon S/LAB Sense 7

Auf der Waage machen sich Salomons Bemühungen Gewicht zu sparen extrem bemerkbar: mit 523 Gramm gehören die Schuhe sogar noch ins Federgewicht, wo sich sonst nur die schnelleren Strassenschuhe finden.

Erfahrungen beim Laufen

Salomon S/LAB Sense 7 SG
Salomon S/LAB Sense 7 SG

Egal welche Bedenken ich vorher hatte, nach dem ersten Lauf waren sie wie weggeblasen und wurden durch ein breites Grinsen ersetzt. :) Der Sense 7 sitzt einfach genial gut am Fuss. Wirklich wie ein Socken. Mit der schmalen Ferse hatte ich überhaupt keine Probleme, obwohl ich sicher kein Vorfussläufer bin, der sie sowieso nicht belastet. Eher im Gegenteil.

Salomon S/LAB Sense 7 SG
Salomon S/LAB Sense 7 SG

Natürlich bin ich mit dem Schuh auch keine Ultras in den Bergen gelaufen – mehr als Wurzeln, Steine und geröllige Anstiege hat die Landschaft hier nicht zu bieten. Aber trotzdem habe ich natürlich den Vergleich zu deutlich massiveren Trailschuhen auf den gleichen Wegen. Aber so ein breites Grinsen konnten die nicht bieten. ;)

Salomon S/LAB Sense 7
Salomon S/LAB Sense 7

Die Unterschiede zwischen dem Sense 7 und dem Sense 7 SG waren gefühlt nur minimal. Natürlich hat der Sense 7 auf eher festen Untergründen seine Vorteile, während sich der Sense 7 SG deutlich mehr in weiche Böden krallt. Ansonsten waren Spaßfaktor und Laufgefühl in beiden Modellen gleichermaßen großartig.

Salomon S/LAB Sense 7
Salomon S/LAB Sense 7

Alternativen

Der Salomon S/LAB Sense 7 ist der mit Abstand leichteste Trailschuh, den ich bisher an den Füßen hatte. Daher ist der Vergleich mit anderen Modellen natürlich schwer. Einzig der adidas Terrex Agravic Speed kommt an dieses Erlebnis ran. Der ist zwar etwas schwerer, trotzdem aber nicht besser gedämpft. In beiden Salomon-Modellen bin ich deutlich bequemer über Wurzeln und spitze Steine gekommen.

Meine Meinung

Kommt darauf an
Ja, der Salomon S/LAB Sense 7 ist ein Premium-Produkt zu einem Premium-Preis, für den man wohl nicht einmal ewige Haltbarkeit erhält. Aber bei dem Gewicht, dem Sitz und dem genialen Laufgefühl kann man ihm das verzeihen. Trotzdem ist es sicher kein Schuh für jedermann, für den man sich spontan entscheidet.
[divider]Weitere Meinungen und Reviews[/divider] Runomatic [98/100]

Das kommt nicht überraschend. Ich nehme es mal vorweg: Geiles Ding. Schon der Vorgänger des Salomon S/LAB Sense 7 hat mich total begeistert. Ja, ich bin keine Laufstilikone und ja, ich hab ein paar Kilo zu viel auf den Rippen. Zumindest für diesen Schuh. Aber er macht Spaß. Ob beim Baltrumlauf, auf dem Trail oder beim Herkules Bergparklauf – der Schuh war immer erste Wahl. Die Neuauflage sitzt jetzt noch besser am Fuß, als er es bisher schon getan hat. Keine Ahnung, wie das bei Salomon anstellen wollen, dass sie mit dem 8er noch eine Steigerung hinbekommen. Ich bin gespannt.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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