Mein Training für den Ibbenbürener Klippenlauf 2020 – Teil 3

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Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 meiner Trainingsberichte.

HRV-Trainingssteuerung

Hmm… der positive Trend aus dem zweiten Trainingsblock hat sich leider nicht fortgesetzt. Die Ruhe-Herzfrequenz hat sich wieder auf Normal-Niveau eingependelt. Bei der Herzfrequenz-Variabilität gab es ein wenig Unruhe zum Ende des Blocks, die aber eigentlich nur auf ein Messergebnis zurückzuführen ist. Trotzdem habe ich einen Trainingstag ausfallen lassen, weil ich mich so gar nicht nach Laufen gefühlt habe.

Woche 9-12

Die Intervalle wurden länger… Mit den 5×1.500m am ersten Tag habe ich mir allerdings direkt wieder die Waden zerstört. Dehnen vergessen? Zu kalt? Keine Ahnung… Der lockere Lauf am Mittwoch war so mittelgut, danach bin ich sicherheitshalber wieder aufs Rad im Studio gestiegen.

Anschließend gab es noch 40 Minuten auf dem Laufband, bei denen die Wade nicht gezwickt hat. Trotzdem habe ich für die weiteren Wochen einen Teil der Intensität raus genommen und auf regelmäßiges Dehnen geachtet. Auch die Theragun kam verstärkt zum Einsatz.

In Woche 10 bin ich dann gut durch den 1km-Tempowechsellauf gekommen und hatte für den langen Lauf am Wochenende zum Glück Unterstützung. Sonst hätte ich die gut 20 km sicher nicht so „locker“ abspulen können. Die Strecke rund um den Longinusturm war ausserdem sehr abwechslungsreich und kurzweilig.

Die Wiederholungen der 3.000m-Intervalle in der nächsten Woche habe ich dann von drei auf zwei gekürzt, was mir eherlich gesagt auch gereicht hat. Auch die zusätzliche Tempoeinheit am Wochenende habe ich durch einen Grundlagenlauf ersetzt, weil es mir wichtiger war, den Umfang zu schaffen. Ok… aus den Grundlagen ist dann doch ein kleiner Hügellauf geworden, weil es sich im Urlaubs-Laufrevier so ergeben hat. :)

Auch der lange Lauf hat im Urlaub gut funktioniert – trotz widriger Umstände. Erst musste ich mich durch eine Herde gefährlich aussehender „Stiere“ mogeln, dann gab es Streckensperrungen und Orkanböhen mit kräftigem Regen. Aber: die 23 Kilometer konnte mir keiner mehr nehmen. :)

Zum Abschluss war im Plan keine wirkliche Ruhewoche angesetzt, aber ich habe zumindest eine Einheit ausgelassen, weil ich mich nicht gut fühlte. Nach zwei Tagen Erholung habe ich dann ein Fahrtspiel auf der Strecke des Klippenlaufs gemacht und 340 der 500 Höhenmeter mitgenommen.

Auf dem langen Lauf am Sonntag hat mich dann Thomas begleitet – oder war es eher umgekehrt?! Wir hatten von Havixbeck bis Coesfeld permanent Gegenwind, waren aber trotzdem ganz schön flott unterwegs. Auf den letzten Kilometern konnte ich mich zum Glück im Windschatten vom aufgesammelten dritten Thomas verstecken. :) Obwohl ich nur an drei Tagen unterwegs war, bin ich auf immerhin 48 km gekommen.

Unter dem Strich schlägt der dritte Trainingsblock mit knapp 200 Kilometern zu Buche. Drei lange Läufe mit deutlich über 20 Kilometern habe ich schon gemacht, zwei kommen noch. Wovon einer ein Halbmarathon-Wettkampf zwei Wochen vor dem Klippenlauf sein wird. Mal sehen, wie sehr ich mich da zurückhalten kann. ;)

  1. Guten Morgen Thomas,
    klingt aber so, als wärst du soweit gut in Form und hast zudem immer brav auf deinen Körper gehört :-)
    Wieso solltest du dich eigentlich bei dem HM 2 Wochen vor dem Wettkampf zurückhalten?
    Soll das nicht eh ein Leistungstest sein?
    Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen ;-)
    Regnerische Grüße aus Ostbelgistan!
    Tobias

    1. Moin Tobias, ich laufe den HM ja aus dem Training heraus und habe auch danach noch eine anstrengende Woche (nach Plan). Aber ich denke auch, dass ich eine Verschiebung in Richtung Leistungstest machen werden.

  2. Auf jeden Fall scheinst Du ausreichend Trainingskilometer zu sammeln. Da wirst Du wohl vor mir im Ziel sein. Und schonen beim Halbmarathon, ich glaub das wird nix ;-)

    1. Hallo Klaus, abgerechnet wird zum Schluss. ;) Im letzten Jahr bin ich auf den letzten Kilometern so viel gewandert, dass mir die Schnelligkeit vorher nichts gebracht hat. Aber ich denke auch: den Halbmarathon kann ich nicht langsam laufen. Aber „all out“ muss auch sicher nicht sein.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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