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Mit dem Halbmarathon „Rund um den Fühlinger See“ endete die Laufsaison 2017 für mich. Eigentlich wäre ich gerne noch den Köln-Halbmarathon gelaufen und eine Woche später unseren Coesfelder Citylauf. Aber dagegen sprach die Planung unseres Familienurlaubs. 🙂

Winter is coming…

Irgendwie war mir Ende September zu früh für den Einstieg in das Wintertraining. Und die acht Wochen intensive Vorbereitung auf den Halbmarathon steckten mir auch ganz schön in den Knochen. Es war das erste Mal, dass ich mich nicht auf die nächste (harte) Trainingseinheit gefreut habe. Ich war eher einfach müde. Die Motivation anscheinend auch. 😉

Es kam noch dazu, dass ich in der Zeit vorher Probleme mit meinen Hamstrings hatte und diese trotz Physiotherapie noch nicht 100%ig verschwunden waren. Die letzten Wettkämpfe konnte ich trotzdem problemlos laufen, aber „symptomfrei“ ist ganz sicher etwas anderes.

Laufpause?!

Ich entschloss mich dazu, einfach mal nicht zu laufen. Zumindest für eine Woche. Oder zwei. Und wenn, dann wollte ich nur laufen, wenn ich wirklich Lust dazu habe und es die Umstände zulassen. Völlig ohne Plan. Fast hätte ich noch ergänzt dann auch mal ohne Uhr zu laufen… Verrückt, oder? 😉

Was soll ich sagen: im Prinzip habe ich mich an den Plan auch gehalten. Für ziemlich genau vier Tage. 😀 Dann mussten die Beine einfach ein wenig bewegt werden. Von 100 auf 0 ist ja logischerweise auch nicht richtig.

Für den Urlaub hatte ich dann auch Laufsachen eingepackt – ohne allerdings zu planen wann, wie viel oder ob ich überhaupt laufen würde. Nach einer Woche Laufpause und bei dem schönen Wetter auf Mallorca war dann aber schnell klar, dass es mich nicht in der Hotelanlage halten würde. Es sind drei Läufe innerhalb von 10 Tagen geworden, die allerdings größtenteils auch als Wanderung durchgehen würden.

#latergram von meinem Lauf gestern. War irgendwie alles dabei. 😀

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Grundsätzlich kann ich bei mir ganz klar beobachten: spätestens nach fünf Tagen muss ich raus und laufen. Ok, „muss“ ist vielleicht schon zu hart formuliert. „Will“ ist wohl richtiger. Das muss dann keine große Runde sein. Eine halbe Stunde locker durch die Gegend traben reicht schon aus, damit ich es wieder ein paar Tage ohne aushalte.

Folgeschäden…

Haben die verhältnismäßig wenigen Trainingskilometer also insgesamt einen positiven Effekt gehabt? Ich würde ganz klar sagen: jein. 😉 Was die Entlastung nach den hohen Wochenumfängen angeht natürlich schon. Auch das Laufen nach Lust und Laune ist sehr erholsam. Und meinen Hamstrings hat die Pause definitiv gut getan. Alle Symptome sind verschwunden. 🙂

Etwas Entspannung für meinen verkrampften Nacken… #compex

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Allerdings ärgern mich die ganze Zeit kleinere Zipperlein. Erst war es ein steifer Nacken, jetzt gerade sind es Rückenprobleme. Das muss natürlich nicht ursächlich zusammen hängen und könnte nur zufällig gleichzeitig auftreten. Aber bei zwölf Stunden am Tag entweder am Schreibtisch oder im Auto, also immer sitzend, liegt die Vermutung nahe, dass das Laufen wirklich ein wichtiger Ausgleich für mich ist – auch ohne Trainingsplan und Wettkämpfe.

Und jetzt?

Ab November startet im Grunde schon wieder das Training für den Frühjahrs-Halbmarathon. Die Zeit bis dahin werde ich wohl weiterhin nur nach Lust und Laune laufen. Allerdings werde ich darauf achten, dass ich mindestens zwei Mal in der Woche in die Laufschuhe komme. Tempo und Umfang können ja weiterhin auf kleiner Flamme bleiben. Aber die regelmäßige Bewegung wird mir auf jeden Fall gut tun.