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Die Streiflichter-Laufserie neigt sich dem Ende zu – da musste ich schnell noch einen Lauf mitnehmen.

Vorbereitung

Seit zwei Monaten folge ich einem Halbmarathon-Trainingsplan, um in zwei Wochen bei „Rund um den Fühlinger See“ zu starten. Die Sandsteinmeile in Havixbeck passt in die Vorbereitung natürlich nicht ideal rein, aber ein knackiger Zehner zur Standortbestimmung kam mir gerade recht.

Ausserdem wollte ich gerne einen Technik-Test machen. Meine Forerunner 935 hatte zuletzt ein Update bekommen, mit dem es Probleme bei der optischen Messung der Herzfrequenz gab. Kurz vor dem Lauf kam dazu eine Fehlerbehebung, die ich gerne unter Rennbedingungen testen wollte, um beim Halbmarathon nicht überrascht zu werden.

Vor dem Lauf

Ich bin sehr früh in Richtung Havixbeck aufgebrochen, um den Start des 5-km-Rennens sehen zu können. Gary würde dort sein ersten Rennen des Jahres machen und Jens war sicher auch dabei – also stand ich passend am Start.

Start des 5-km-Laufs

Start des 5-km-Laufs

Der Lauf startete pünktlich – bei bestem Laufwetter: 18°C und Sonne. Jens und Gary liefen aus der ersten Reihe und hatten das Ziel, unter 18 Minuten zu bleiben. Das ist bei der hügeligen Strecke eine ziemlich Ansage. Nach der ersten Runde lagen Jens und Gary aber gut in der Zeit.

Gary startet in die zweite Rund

Gary startet in die zweite Runde

Doch kurz darauf stand Gary plötzlich neben mir. Dank seiner Verletzung konnte er die 5 km doch nicht durchlaufen… Schade.

Zieleinlauf Jens

Zieleinlauf Jens

Aber zumindest Jens kam gerade so in der angepeilten Zeit ins Ziel – zumindest nach der Brutto-Rennzeit. Netto hat er die 18 Minuten leider knapp gerissen.

Start

Knapp eine halbe Stunde später stand ich gut aufgewärmt im Starterfeld des 10-km-Laufs. Dort habe ich dann zumindest ein paar bekannte Gesichter gesehen. Thomas war schon mit seiner Tochter bei den 5 km gestartet und lief jetzt auch noch die 10 mit – genau wie Sebastian.

Ich hatte mir vorgenommen knapp unter meinem Schwellentempo zu bleiben und mich ausschließlich an der Watt-Anzeige des Stryd zu orientieren. Zur Kontrolle hatte ich noch ein zweites Datenfeld eingeblendet, dass mir die aktuelle Abweichung zur geplanten Zielzeit angab.

Direkt nach dem Start geht es in Havixbeck erstmal bergauf und ich habe meine Zielbelastung natürlich gerissen. 😉 Aber nur geringfügig und auch nur so lange, bis ich freie Laufbahn hatte. 295 Watt war die Vorgabe, doch ich stellte sehr schnell fest, dass ich mich eher bei 310 Watt wohl fühlte. Also ließ ich es erstmal drauf ankommen.

Dritte Runde

Dritte Runde (Foto: Jens Peters)

Das Gefühl änderte sich im Verlauf der ersten drei Runden auch nicht. Durch die gleichmäßige Belastung bin ich sogar fast bis auf die Sekunde gleiche Rundenzeiten gelaufen. Nur die letzte Runde war etwas schneller…

Ziel

Denn am Ende der letzten Runde hatte ich noch so viel im Tank, dass ich (schnaufend und prustend) den Berg hoch ins Ziel sprinten konnte. Mit einer Zeit von 45:47 min war ich dann zwar langsamer als gedacht, aber trotzdem sehr zufrieden.

Das Pacing anhand der Watt-Werte war bei der Strecke echt genial. Bergauf konnte ich mir immer sicher sein, nicht zu viele Körner zu verbrauchen. Und bergab wurde kein bisschen Tempo verschwendet. Die Belastung fühlte sich durchgängig gleich an, obwohl der Hügel vier Mal zu bezwingen war. Das sieht man auch sehr schön an meiner Herzfrequenzkurve – die eher eine Gerade ist. 😉

Herzfrequenz, Tempo und Höhenprofil (WKO4)

Herzfrequenz, Tempo und Höhenprofil (WKO4)