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Die Wettkampfsaison ist wieder gestartet! Endlich mal wieder ein Stück „Läufer-Normalität“. Es war mir ein Fest.

Vor dem Lauf

Als mich die Nachricht erreichte, dass unsere lokale Laufserie wieder startet, habe ich mich sofort angemeldet. Die Laufvereine haben sich zusammen getan, um das ursprüngliche Konzept der Wochenzeitung „Steiflicher“ als „Westmünsterland-Laufserie“ wieder auferstehen zu lassen. Herzlichen Dank dafür!

Für den ersten Lauf in Nordkirchen war ich nicht wirklich vorbereitet. Nach meinen Verletzungsproblemen bin ich im Grunde gerade erst wieder ins Training eingestiegen, war aber ganz sicher nicht „race ready“. Auch die Strecke war mir unbekannt, denn bisher hatte ich den Lauf bei der Serie immer ausgelassen. Dabei ist mir die Startzeit um 19:45 Uhr für die lange Distanz äußerst sympatisch!

Ich kam rechtzeitig an, um mir nach der Abholung der Startnummer noch den 5-km-Lauf anzusehen. Im Start-Ziel-Bereich war einiges los und die Stimmung war gut. Nach der Aufhebung aller Corona-Maßnahmen war das Tragen einer Maske nicht mehr verpflichtend und ich habe auch kaum jemanden gesehen, der sie trotzdem getragen hätte.

Beim Zieleinlauf der 5-km-Läufer bin ich etwas zu früh wieder verschwunden. Denn Platz 3 belegte mit Sven Fels ein Coesfelder Läufer – dicht gefolgt von einem „Dieter Baumann“. Während ich mich noch gewundert habe, dass da jemand genau so heißt wie der Olympiasieger 1992 über 5.000 m, lief genau der an mir vorbei. Zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt Nordkirchen war er am Vorabend mit seinem Bühnenprogramm eingeladen gewesen und hat es sich nicht nehmen lassen, selbst beim Schloss- und Dorflauf zu starten.

Für mich ging es dann ans Einlaufen, denn ein lauer Sommerabend war es nicht gerade – trotz Sonne – und ich musste ein wenig warm werden.

Start

Direkt vor dem Start habe ich noch ein bekanntes Gesicht getroffen: Alex ist mir nicht nur in Berlin, sondern auch schon bei einigen lokalen Läufen über den Weg gelaufen. Wir haben uns gemeinsam in den Startblock einsortiert, aber er ist mir nach dem Startschuss direkt weg gelaufen. ;)

Die 2,5 Kilometer lange Strecke führt vom Dorfkern zum Schloss Nordkirchen und wieder zurück – mit vielen 90-Grad-Ecken und auch kleineren Steigungen. Richtung Schloss ist die Strecke wirklich wunderschön.

Sie führt zuerst genau über die Mittelachse aufs Schloss zu, bevor man anschließend fast daran vorbei läuft.

Ich hatte mich früh entschlossen, einfach nur nach Gefühl zu laufen, und mich einer kleinen Gruppe von Läufern angeschlossen, die 50 Minuten als Ziel hatten. Das war so ungefähr die Zeit, die ich mir im Moment über die Strecke zugetraut habe.

Aber irgendwie bin ich nach vorne weg gelaufen und habe mir immer wieder neue Mitstreiter suchen müssen. Es lief einfach zu gut und die gute Stimmung am Streckenrand half der Motivation zusätzlich. Im Schlepptau von zwei Läufern war ich nach der zweiten Runde auf einem guten Weg, die 50 Minuten auch zu schaffen.

Doch die zogen während der dritten Runde ein wenig an und ich hatte Mühe, an deren Fersen zu bleiben. Letztendlich konnte ich aber mithalten und hatte nicht das Gefühl, es schon übertrieben zu haben. Auf der letzten Runde habe ich dann unsere kleine Lauftruppe angeführt, was mir zusätzlich Motivation gab. Am Stimmungsnest vorbei ging es um die letzte Kurve und auf die Zielgerade zu.

Das war für die anderen beiden anscheinend das Signal zum Schlussspurt! Auf der leicht bergauf führenden Geraden haben wir ganz schön gekämpft und ich konnte mich mit einem letzten Spurt als Erster in den Zielkorridor retten. Danke an Michael und Wilhelm für dieses coole „Duell“! Ohne die beiden hätte ich auf den letzten beiden Runden sicher nicht so viel Gas gegeben und wäre nicht mit 47:50 min durchs Ziel gegangen.

Nach dem Lauf

Nach dem Abklatschen mit Michael und einigen Worten mit Alex und Sven, habe ich mich wieder auf den Weg nach Hause gemacht – obwohl im Zielbereich immer noch viel los war und ich es sehr genossen habe, endlich mal wieder auf so einer Veranstaltung zu sein.

A propos: großes Lob auch an die Organisatoren des Laufs. Es gab im Vorfeld mehrere E-Mails mit wertvollen Informationen zur Organisation. Auch vor Ort war alles prima ausgeschildert und sehr gut vorbereitet. Keine Ahnung, warum ich den Lauf bisher immer ausgelassen hatte. Das wird mir ganz sicher nicht nochmal passieren.

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