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Der Roruper Abendlauf steht fest in meinem Laufkalender. Er gehört zur Streiflichter Laufserie und ist immer ein gut besuchter Lauf für Sportler auf dem Münsterland und dem nahen Ruhrgebiet.

Vorbereitung

Das Laufshirt der Streiflicher-Laufserie gefällt mir...

Das Laufshirt der Streiflicher-Laufserie gefällt mir…

Nach einem merkwürdigen „Schwächetief“ bin ich gerade mal seit zwei Wochen wieder etwas besser im Training. Die Wochenkilometer waren eigentlich immer im grünen Bereich, aber Intervalle oder Schwellenläufe waren in den letzten Wochen kaum dabei. Egal… ich habe mich auf den Lauf gefreut. Die Prognose per WKO4 lag bei 48 Minuten, unter optimalen Bedingungen bei 46:30. Also weit entfernt von irgendwelchen Bestzeiten. Ganz entspannt alles. ;)

Vor dem Lauf

Die Anmeldung war wie immer gut organisiert

Die Anmeldung war wie immer gut organisiert

Ein Lauf am Freitagabend ist für mich immer schwierig zu organisieren. Aber diesmal war es kein Problem und so konnte ich sehr rechtzeitig nach Rorup fahren. Es wäre sogar noch genug Zeit gewesen, mal das Fahrrad zu nehmen. Aber darauf bin ich erst gekommen, als ich die anderen Coesfelder Läufer auf dem Radweg gesehen habe.

Der erste Weg geht natürlich zur Anmeldung. Die vorangemeldeten Streiflichter-Läufer müssen in einen etwas abseits gelegenen Raum – aber das ist mittlerweile bekannt. Auch die Notwendigkeit seine Startnummer vorher aus der ausgehängten Liste zu suchen.

Sommerstimmung

Sommerstimmung

Ich hatte mich noch gewundert, warum es keinen 5-km-Lauf gibt, sondern nur einen 3-km-„Jogginglauf“. Aber auf dem Weg zum Start traf ich Sara und Christian, die mich aufklärten: es sind immer nur 3 Kilometer in Rorup und der Lauf gehört zur kurzen Laufserie. Hätte nicht gedacht, dass die beiden sich für die Strecke überhaupt umziehen. ;)

Start des 3-km-Laufs

Start des 3-km-Laufs


Letzte Kurve für die 3-km-Läufer

Letzte Kurve für die 3-km-Läufer

Dafür braucht man dann auf den Zieleinlauf nicht so lange zu warten: nach etwa 10 Minuten sind die Ersten ja schon im Ziel. Also positionierte ich mich passend und wurde auch direkt vom „Chef“ René begrüsst, der die kurze Pause nutze, um von seinem Moderationstruck zu steigen.

Kurz darauf traf ich auch Thomas, der den anderen Thomas urlaubsbedingt entschuldigte. ;) Einfach schön immer wieder auf die gleichen bekannten Gesichter zu stossen. :)) Auch Patrik von „Laufen in Dülmen“ war wieder am Start und hatte sich nicht weniger als eine neue Bestzeit für den Lauf vorgenommen! Beim Einlaufen hatte er aber noch die Ruhe weg und ließ mich erstmal alleine losziehen.

Start zum Halbmarathon

Start zum Halbmarathon

Start

Der Start des 10-km-Rennens war in diesem Jahr irgendwie weiter hinten als sonst… Ob an der Strecke was verändert wurde? Andererseits: frisch vermessen und Bestzeitlisten-tauglich – wird schon passen. Patrik ordnete sich schön weit vorne ein, während ich etwas weiter hinten auf Matthias traf. Wir konnten noch schnell ein paar Geschichten seines letzten Laufabendteuers austauschen (unbedingt auf runningblog.de nachlesen!) und das längst überfällig gemeinsame Foto machen, da ging es auch schon los.

Blogger-Treffen am Start: Matthias (runningblog.de) war natürlich auch da :)

Blogger-Treffen am Start: Matthias (runningblog.de) war natürlich auch da :)

Eigentlich sind die ersten 1-2 Kilometer immer von waghalsigen Überholmanövern über den Grünstreifen geprägt, aber in diesem Jahr scheinen sich alle Läufer ganz gut eingeordnet zu haben, so dass das ausblieb. Es lief einfach von Anfang an ganz gut. Ich lag zwar mit 300 Watt knapp über dem Plan, aber es fühlt sich so leicht an, dass ich nach Gefühl weiter lief.

Auf der leicht ansteigenden ersten Hälfte der Strecke sprach mich Carsten an, der mich unschwer am Cappie erkannt hatte. ;) Wir quatschten ein wenig (noch war genug Luft da) und sind dann doch wieder jeder in sein eigenes Tempo verfallen. Ich habe mich an den Verpflegungsstellen schön mit Wasser versorgt – allerdings nur äußerlich. ;) Das war bei den Temperaturen ganz angenehm.

Irgendwann lief ich auf Thomas auf und blieb eine ganze Zeit bei ihm. Ich glaube wir haben uns dann aber auf dem „Downhill“ verloren, denn die zweite Hälfte der Strecke geht fast nur noch fühlbar bergab.

Ziel

Spitzkehre und ab auf die Buckelpiste

Auf dem letzten Kilometer habe ich mich mal wieder vertan: ich war eh nur noch im Tunnel und hatte den kleinen Anstieg zum Sportplatz nicht bedacht… Dem entsprechend bracht die Pace total ein. Da war die „Buckelpiste“ auf dem Sportplatz natürlich auch keine große Hilfe. Zumindest konnte ich auf den letzten Metern noch etwas Gas geben.

Zieleinlauf bei 48:09 min

Zieleinlauf bei 48:09 min

Mit knapp über 48 Minuten habe ich mal wieder ziemlich genau die WKO4-Prognose erfüllt. Für das Streckenprofil war das also eine ganz ordentliche Leistung, zumal es für den 3. Platz in meiner Altersklasse gereicht hat. War eine gute Standortbestimmung. Anschließend habe ich natürlich noch ein wenig mit Thomas und Patrik gequatscht, der seine Bestzeit wirklich deutlich unterbieten konnte. Herzlichen Glückwunsch! Mir wurde in den durchgeschwitzen Klamotten dann doch schnell kalt und ich machte mich auf den Heimweg.