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Ich gebe es zu: auch ich mache kein Stabi-Training. Allerdings machen mir kleinere Wehwehchen immer wieder klar wie wichtig das eigentlich ist. Schon mehrmals habe ich versucht, Übungsprogramme in mein Training zu integrieren. Mit wenig oder auf lange Sicht keinen Erfolg. Selbst das allgegenwärtige 7-Minuten-Training habe ich nicht beibehalten.

Über „Complete Athlete“ bin ich schon häufiger gestolpert, habe es mir aber nie genauer angesehen. Ein großer Fehler. ;) Nachdem es in meinem Strava-Feed aber regelmäßig auftaucht, habe ich das nachgeholt.

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Inhalt

Die erste Überraschung: das ist eigentlich gar kein Buch. Eigentlich bekommt man einen Schuber mit Karten, ca. im Format DIN A5. Ein paar Karten erklären das Übungsprogramm, dann folgen die 18 Übungen. Diese unterteilen sich farblich sortiert in Übungen für Beine und Gesäß, Rücken, Arme und Schultern sowie den Bauch. Jede Übung ist mit Bild und Text ausreichend gut beschrieben, um sie ohne weitere Anleitung durchführen zu können. Zusätzlich steht aber über einen QR-Code auf jeder Seite ein kurzes Anleitungsvideo bereit. Bei der ein oder anderen Übung habe ich darüber kurz prüfen können, ob ich sie wirklich richtig mache. Wirklich ein prima Service.

Ansonsten ist das Übungsprogramm schnell beschrieben: ein Workout dauert immer genau 15 Minuten. Zum Anfang jeder Minute beginnt man mit einer neuen Übung. Die Übungslänge kann mit der Zeit ausgebaut werden. Man startet mit 30 Sekunden Belastung und 30 Sekunden Pause. Wer so die 15 Minuten gut durchhält, kann die Belastungszeit auf 40, später sogar auf 50 Sekunden ausweiten. Dadurch verkürzt sich dann die Pause auf 20 bzw. 10 Sekunden. Ausserdem kann man für jedes Workout wählen, ob man mit 3, 5 oder gleich 15 Übungen arbeiten will. Jede Minute startet man mit einer neuen Übung und fängt ggf. dann vorne wieder an.

Ich mache es so, dass ich die Übungskarten gemischt habe und vor jedem Workout die ersten drei Karten aus dem Schuber ziehe. Die lege ich dann in der gewünschten Reihenfolge neben meine Übungsmatte. Ich gucke nochmal durch, ob ich die Bewegungsabläufe alle verstanden habe, oder ob ich sie mir im Video ansehen will. Dann starte ich einen Timer, der mich alle 30 Sekunden in den Wechsel zwischen Belastung und Pause erinnert und kann schon loslegen. Nach dem Workout kommen die Karten hinten in den Schuber, so daß die nächste Einheit mit neuen Übungen beginnt. Die Übungen selbst sind sehr abwechslungsreich, leicht nachzumachen, aber trotzdem nicht die typischen Übungen, die man so kennt. Mal ist mehr Koordination, mal Kraft und mal Ausdauer gefragt.

Die ersten Einheiten habe ich nicht komplett durchgehalten und deutlich gemerkt wie groß mein Nachholbedarf ist… Aber schon bei der dritten Einheit hat es dann geklappt. Nach jetzt vier Wochen kann ich bereits merken, wie mir die Übungen auch beim Laufen helfen. Ich habe zumindest das Gefühl, dass ich „stabiler“ laufe. Der größte Erfolg von „Complete Athlete“: ich bin dran geblieben und werde es sicher weiterhin in meinen Wochenablauf integrieren.

Meine Meinung

Ich bin begeistert von „Complete Athlete“! Endlich mal ein Übungsprogramm, das Spaß macht, einfach auszuführen ist und trotzdem den ganzen Körper gut trainiert. Die Idee mit den Übungskarten finde ich genial. Das zweite (eigentlich erste) Werk von Manuela Dierkes „Athletik to go“ steht schon auf meinem Wunschzettel für Weihnachten. :)