Hoka One One Clifton 6

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Ist es wirklich schon vier Jahre her, dass ich den ersten Clifton gelaufen bin? An das „Original“ sind die folgenden Generationen nicht ran gekommen. Doch man munkelt, dass der 6er das ändert… ;)

Anzeige: Gerade für spannende, neue Brands hat sich Running Warehouse als ein guter Anlaufpunkt herausgestellt. Sie waren so nett mir den Schuh für diesen Test auf meine Anfrage hin zur Verfügung zu stellen. Dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Der Beitrag ist frei verfasst und gibt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wieder.

Produkttest

Hoka One One Clifton 6

Herstellerlink
Hoka One One Clifton 6
Preis
ab ca. 140 Euro
Aktiv getestet
4 Wochen

Erster Eindruck

Das Spektrum der Modelle hat sich bei Hoka in den letzten Jahren extrem verbreitert, aber der Clifton entspricht immer noch dem Prototypen: massive Dämpfung mit hohem Aufbau (trotzdem nur 5 mm Sprengung) und Aussensohle mit Meta-Rocker.

Sie ist wie ein Schaukelstuhl geformt und soll die Abrollbewegung unterstützen. Man landet auf satten 33 Millimetern EVA unter der Ferse und hat beim Abdruck immer noch 28 Millimeter unter dem Ballen.

Die Laufsohle zeigt kaum die typische Fußform und hat damit eine extrem große Aufsatzfläche. Gleichzeitig scheint Hoka mit seinen „Flex-Grooves“ aber um einen gutes, flexibles Abrollgefühl bemüht zu sein.

Im Fersenbereich gibt es die typische Lasche als Anziehhilfe (den Triathleten sei Dank…) und eine große Reflektionsfläche zur besseren Sichtbarkeit. Die Schnürung ist gut bis nach oben geführt und gibt mit den leicht elastischen Schnürsenkeln einen guten Halt.


Auf der Waage stellt sich heraus, dass der Clifton 6 auf keinen Fall so schwer ist wie er aussieht. Mit 611 Gramm (für beide Schuhe in meiner Größe) ist er zwar ganze 100 Gramm schwerer als sein Ur-Ur-Ur-Ur-Uropa, aber damit immer noch einer der leichtesten Schuhe im Mittelgewicht. Damit platziert er sich eigentlich sehr passend als leichter Allrounder.

Erfahrungen beim Laufen

So gespannt ich darauf war, endlich mal wieder einen Hoka zu laufen: ich hätte nicht gedacht, dass mir der Clifton 6 so gut gefällt. :) Wir hatten 1-2 Läufe lang keinen wirklich guten Start, da mich die ziemlich hohe Kante an der Innenseite der Schuhe gestört hat. Vom Gefühl her war das Blasen verdächtig, stellte sich aber relativ schnell als unbedeutend heraus. Wahrscheinlich läuft sich das Element einfach schnell weich. ;)

Der hohe Aufbau hat mich im Gegensatz zu anderen Hokas nicht gestört. Ich hatte nie das Gefühl, als Plateaus unterwegs zu sein. Und es ist wirklich so, dass die Meta-Rocker-Geometrie dazu einlädt, einfach laufen zu lassen. Man kann also gut und bequem durch die Gegend bummeln, aber auch mal aufs Gas treten. Das hat sogar richtig Spaß gemacht! Für Interalle ist er mir zwar dann doch nicht direkt genug, aber alles bis zu 10k-Tempo läuft wirklich gut in dem Hoka.

Meine Meinung

Spannend
Der Hoka One One Clifton 6 hat mich positiv überrascht. So viel Dämpfung ist eigentlich nicht mein Fall, aber der Schuh läuft sich einfach gut. Für mich ist er als leichter Allrounder somit eine echte Bereicherung.

Spaßfaktoren / Eignung

Nicht jeder Schuh eignet sich für jede Art von Training oder Wettkampf. Das ist (neben dem Schuh an sich) abhängig von Lauferfahrung, Leistungsstand, Gewicht und persönlichen Vorlieben. Meinen Spaß mit dem Schuh würde ich für folgende Kategorien so einschätzen:

Gemütliche Hausrunde
100%
Tempolauf
90%
Intervalle
80%
10k-Wettkampf
70%
Halbmarathon
80%
Langer Lauf
100%
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  1. Guten Morgen Thomas,
    also ich hatte dank deines Berichtes damals über den ersten Clifton mittlerweile auch so manchen Hoka an den Füßen, darunter den Clifton 3 und 5 ;-)
    Irgendwie scheint dieses Modell der Allrounder par excellence zu bleiben – ein Wohlfühlschuh für fast alles (außer vielleicht Intervalle und kurze Rennen).
    Vielleicht landet der 6er irgendwann auch noch bei mir :-) aktuell ist der Nike Pegasus 35 der Allrounder in meinem Sortiment und der kann noch ein paar km vertragen.
    Sonnige Grüße aus Belgien,
    Tobias

    1. Moin Tobias, Allrounder habe ich auch so einige im Sortiment, aber der Hoka ist einer der leichtesten. Das finde ich schon ganz angenehm. Mit Nikes werde ich irgendwie nie so richtig warm. Wahrscheinlich habe ich einfach eher einen Saucony-Fuß. ;)

  2. „Saucony-Fuß“ klingt irgendwie nach einer Krankheit ^^ hoffentlich nicht ansteckend!?
    Aber klar, gute Allrounder gibt’s schon einige, aber der Clifton ist schon gefühlt nah dran am Lightweight-Trainer ;-) der 6er bleibt auf jeden Fall im Hinterkopf.

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Ich bin der Harlerunner

Hier schreibt Thomas Pier über das Laufen und (deutlich mehr als nur die notwendige) Ausrüstung. Ich laufe weder besonders schnell noch weit. Aber ich teile gerne meine Erfahrungen, die ich als ambitionierter Freizeitläufer, neugieriger Early-Adopter und als mein eigener Trainer sammele.

Ich freue mich über jede digitale Kontaktaufnahme - noch mehr allerdings über jeden gemeinsam gelaufenen Kilometer.

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